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Ein- und Aussichten Erfahrungen Natur-lich über mich/uns

WUNDERn über das tiefe VerbundenSein mit ALLEM 🥰

`sitze auf dem Terrassenboden und lehne an der Birke – die sowohl für die abertausende Ameisen (auf ihrem Weg den Stamm hinauf zu den Blättern um sich zu nähren) wie auch für mich (der ihren Schatten und ihre Energie bekommt) eine wunder-volle „Schwester“ ist.

`darf froh sein, dass ich nicht auf den verständlichen Rat so manch eines Reisegastes hörte und die Birke, wie auch den großen Ameisenbau an ihrem Fuße, entfernt habe! Die Birke wegen des besseren Seeblickes und die Ameisen wegen deren vermeintlich zahlreichen Besuchs im Haus.
Die Birke und Ameisen waren schließlich lange vor meiner Einwanderung nach Schwedisch-Lappland hier (zu der mich Leben 1991 WUNDERnvoll geführt hatte) und sind meine lieben Freunde – leider kann ich (körperlich) nur die Birke umarmen.
Aber ich habe mit ihnen „gesprochen“ – einfach so, direkt aus dem Herzen, ohne nachzudenken und so herrscht ein stilles freundschaftliches Miteinander zwischen uns!
Natürlich dürfen sie hierbleiben und sich von unserer vitalen Schwester ernähren – und sie meiden, wider aller Gäste-Befürchtungen und Logik, sowohl die Terrasse (die ich um die Birke herum baute) als auch das Haus.

So sitze ich also an der Birke gelehnt und betrachte fasziniert die unzähligen Glitzersterne (Sonnenreflexe) auf dem See und eine wunder-volle innere Ruhe überkommt mich – obwohl (m)ein Gefühl mir sagt, dass „meine“ Frau Silvie (die ich nach wie vor sehr liebe) mich wahrscheinlich bald schon (und dann natürlich mit unseren zwei 7- und 9-jährigen Kindern) in Richtung der 2600 km entfernten Deutschland-Heimat verlassen wird. 😢

Es ist (in meiner Situation) ein so irrsinniger, unrealer Friede mit einer so tiefen Liebe und Verbundenheit zu allem um mich herum, dass ich plötzlich ver-rückt/zückt zu den Hummeln spreche, die sich an den Blumen neben mir laben – kann nicht mal (mehr) sagen ob es verbal oder nur gedanklich geschah. 🙃

„Könnt ihr meine Liebe spüren – spürt ihr wie nah ich euch bin – wie unendlich dankbar ich für euch und die ganze Schöpfung bin?“ Und als auch noch eine Libelle hinzukommt: „Oh hallo! – wie wunder-voll! – falls du meine Liebe spürst, vielleicht magst` es mir ja irgendwie zeigen?“
Eine Weile später – wieder in meinem Alltag (Verstand-Käfig), mit schnellen Schritten gedankenverloren unterwegs durch den Garten zum Tretboot, werde ich total geschockt! 😲

Ein riesiges Insekt (während meiner schnellen Schritte wohlbemerkt) landet auf meinem Stirnansatz zwischen den Augen!


`bin so perplex, dass ich „LebenSeiDank“ nicht mal reflexmäßig dieses riesige Teil direkt vor den Augen wegwischen kann und bevor ich richtig zum Be-Greifen komme, fliegt es weiter – eine Libelle!!! 🤯 😘

Erst Wochen später darf ich verstehen was da geschehen war (wie bei fast allen meiner spirituellen Erfahrungen), als ich „zufällig“ lese, dass es sich bei Libellen um sehr mystische Tiere handelt – „Lufttänzerinnen zwischen den Welten, dafür bekannt, dass sie Gefahren und Hindernissen durch ihre Wendigkeit und unglaubliche Schnelligkeit leicht ausweichen können“ – und welch tiefe Bedeutung ihr Landeplatz, „das dritte Auge – energetische Verbindung zu Weisheit und Erkenntnis“, hat.
Was hätte die Libelle besseres tun können um mir klar (und) verständlich zu machen: WIR SIND ALLE EINS 🥰 und sie deshalb natürlich jedes meiner Worte, meiner Gedanken und meiner Gefühle spürt und versteht! 😍

Und gut 12 Jahre später, am frühen Morgen des 26. September 2024, fällt mir das Hörbuch ‚Erinnerung eines Psychonauten‘ zu, in dem Albert Hofmann (dem die „Erfindung“ des LSD zugefallen ist) von seinem Erlebnis der Allverbundemheit berichtet hier der Ausschnitt:

Hier zum kompletten Hörbuch

Ein Jahr später lässt mich das Leben dann auf wundernvolle Weise sogar eine (Art?) LSD-Erfahrung zufallen

Wundern wie herzlich Herz führt…

Wundern über Freiheit…

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Ein- und Aussichten Erfahrungen Gedanken

Unser 💜Bruder RolleMolle

Am Anfang war meine Internetsuche nach bewussten Menschen in Schweden

………… 2011 – RolleMolle – 2023 …………

Nachdem mir Roland Mollbrandts PDF-BUCH „Året där alla tider möts“ (hier auf Deutsch: Das Jahr in dem sich alle Zeiten treffen) im Dezember 2010 zugefallen war und wir uns bei unserem Telefonat sofort tief verbunden fühlten, wollte ich ihn natürlich persönlich kennenlernen…

Meine (Tramp)-Tour zu Roland nach Hälleforsnäs (knapp 1000 km)

2.5.2011
Nachdem ich mit meinem Nachbar früh am Morgen nach Slagnäs zur E45 gelangte nimmt mich schon bald der LKW-Fahrer meines Baugeschäfts in Arjeplog die 100 km bis Storuman mit. Dort stehe ich dann allerdings viele Stunden am Ortsausgang, bevor ich endlich am späten Nachmittag knapp 70 km bis Vilhelmina weiterkomme…
Nach 2 Stunden vergeblichen Wartens am Ortsausgang von Vilhelmina gehe ich am frühen Abend in den Ort zurück und bekomne gerade noch den Inlandsstraßen-Bus die 230 km nach Östersund. Der ältere Busfahrer interessiert sich für meinen Reisegrund sowie Gedanken und er bringt mich sogar zur Jugendherberge am Bahnhof wo wir noch unsere Adressen austauschen 😍
3.5.2011
Nach tiefen Gesprächen mit anderen Herbergsgästen bis spät in die Nacht nehme ich um 6 Uhr morgens am gegenüberliegenden Bahnhof den Zug nach Stockholm und weiter nach Katrineholm, wo Roland bei der Ankunft um 12.30 Uhr schon mit dem Auto am Bahnhof wartet…
…und mich die 30 km zu seinem Haus in Hälleforsnäs bringt.
Dass er mich herzlich am Bahnhofsparkplatz im Auto sitzend und nicht am Bahnsteig empfangen hat wunderte mich nur wenig…
…aber in welchem Chaos dieser bewusste, liebevolle Mitmensch lebt war für mich (noch) nicht verständlich 😢
6.5.2011
Nach 3 Tagen in und um Hälleforsnäs sind wir nach Mittag aufgebrochen Richting Lappland und haben nach gut 600 km im Grenzgebirge bei Duved eine Gästehütte zur Übernachtung gemietet.
7.5.2011 – Zwei ehemalige Rennfahrer (Roland Rallye und ich Motocross) auf dem Weg übers Grenzgebirge zur tollen norwegischen Eismeerküste, wo Roland noch nie war!?
Dass er (nur 13 Jahre älter) es mit seinen 60 Jahren kaum noch die paar Meter von der Passhöhe bis zur Aussichtskuppe schafft, macht mich traurig 😢
Nach 250 km am Hafen in Lund angekommen Grillrast bis die Fähre um 22 Uhr nach Hofles ablegt.
Fähre Lund-Hofles (9,5km – 30min.)
Bei meinem herzlichen „Bruder“ spüre ich Heilung durch dieses wunderbare Stückchen Erde 🙏
8.5.2011 – Kvisterø Fjordcamping
Frühstück in unserer Gästehütte die nur einen guten Kilometer vom Fährhafen entfetnt ist 😍
Idyllisches Küstensträßchen zwischen den Häfen in Hofles und Holm
2. Fähre Holm-Vennesund (5,5km – 20min.)
Fahrer-Meeting – Roland und der Kapitän
Die zwei „Brüder“ und die sieben Schwestern („Dei sju systrene“) – von Auto, Hafen und Fähre aus
Fähre Forvik–Tjøtta (17km – 70min.)
Auch die dritte der 6 Fähren der RV17, ist bei diesem Traumwetter natürlich ein Genuss 🙏
Nach 190 Tages-km mieten wir im Offersøy Camping diese schöne, direkt am Meer gelegene Hütte
Herr Doktor so geht’s 😜
Tolle Stimmung zum Abendessen vom Grill – auch wenn sich uns so die Mitternachtssonne natürlich vorenthält 😎
9.5.2021 Da Platz und Hütte so schön sind, haben wir uns entschlossen hier einen Ruhetag einzulegen.
Unser erster Videochat mit Björne in Mellanström – dem Mama Silvie freudig zur Seite steht
Watt (is) LappeSchlappe – durch die bis zu 3 m Gezeitenunterschied kann ich unsere Hütte sogar ohne Boot auch vom Meer her fotografieren
Die Mitternachtssonne scheint herein…
…Zeit von Schmierfink auf Paparazzi umzustellen – egal ob mit LappeSchlappe oder ohne (Schuh)…
Auf jeden Fall ohne Worte
Traum-Schlafplatz unterm Dach – da Roland die Treppe zu steil ist, kann leider nur ich das Doppelbett am Eismeerausguck genießen 😢
10.5.2021
Gleich geht’s auf der über einen Kilometer langen Helgelandsbrua über den Lejrfjord
Die vierte Fähre: Levang-Nesna (8,5km – 25min.) mit grandiosem Ausblick aufs Grenzgebirge und das uns passierende Hurtigruten-Postschiff
Panorama-Mittagsrast auf dem „Rasteplass Storskogen“ hoch über dem Sjona-Fjord..
Gesättigt geht’s weiter Richtung Fähre in Kilbognhamn
Von diesem Rastplatz wagt Roland den kleinen „Kletter“-Ausflug hoch überm „Stigfjorden“
Die grandiose Landschaft und das Traumwetter scheinen meinen lieben „Bruder“, den ich liebevoll RolleMolle nenne zu beflügeln – Leben kann Heilung 🙏
Es geht auf die fünfte Fähre:
Kilboghamn-Jektvik (18,5,km – 65min.)
Als wwenn einem (Seeadler-)Flügel wachsen 😍
Der RolleMolle und das Meer.
Schon lange vor der Überquerung ist die Polarkreis-Skulptur schon zu sehen (Mitte unteres Bild in Strandnähe)
Nix Taufe – Ausblick am Polarkreis 😘
Auf den 28 Kilometern zwischen den Fährhäfen Jektvik und Ågskardet
Fähre Ågskardet-Forøy (2,7km – 10min.)
Unsere sechste und letzte Fähre – mit grandiosem Blick auf das Svartisen-Gletschermassiv 😍
Von der Fähre sind es nur noch 12 km bis zum „Braset Rasteplass“ von dem man das Svartisen-Gletschermassiv wunderbar sieht.
Nach 320 Tages-km finden wir die idyllisch gelegene Hütte im Kjellingstraumen Fjordcamp – mit tollem Blick auf die RV17-Brücke über den Kjelling-Gezeitenstrom
Fischers Rolle versucht sein Glück bis ihn der Himmel mehr interessiert
Während schon am frühen Morgen bei Rollemolle der bewusste Schriftsteller wieder durchbricht, interessiert mich das (/die Schöne im) Gebälk über meinem Bett 😜
11.5.2011 Nach Frühstück vor der Hütte erreichen wir gegen Mittag den 33 km entfernten Saltstraumen-Gezeitenstrom – mit bis zu 40 km/h der stärkste der Welt.
Blick zurück auf die zweimal überquerte Saltstraumen-Brücke kurz nach dem Abbiegen auf die 812 in Richtung E6
Mittagsrast mit letztem Blick zurück aufs Eismeer
Zurück in Schweden kurz hinter der Passhöhe Müsli-Rast auf der Motorhaube, mit Panorama-Aussicht hinunter Richtung Mellanström. LappeSchlappe barfuß im Schnee – net so schee 😘
Auch ein Hippie muss mal Pipi – oder ein Molle mal Rolle 😜 Ausblick über den Uddjaure- und Hornavan-See. Noch sind die Testbahnen der Wintertest gut zu sehen – aber nicht mehr lange…
12.5. 2011 – Mellanström
Nach 350 Tages-km sind wir am gestrigen Abend von den TollenTrollen Monia und Björne sowie Mama Silvie sehr herzlich empfangen worden und schon heute Morgen ist unser RolleMolle ein fester Bestandteil der Familie – wie sollte es auch anders sein bei einem sooo großen 💜
Und schon am Nachmittag des nächsten Tages sind Lotta und Jenny vom monatlichen Magazin „Arjeplogarn“ da um RolleMolle und mich wegen einem Bericht über unser „Neues Bewusstsein“ zu interviewen, da es bereits gut 2 Wochen später erscheinen soll:
EINE VERÄNDERUNG DER GESELLSCHAFT IST NOTWENDIG

Bei einem Motorradunfall in Österreich verletzte sich Frank Stiefel, Mellanström, schwer am Knie. Wider Erwarten empfand er trotz der schwierigen Situation eine unglaubliche Freude und einen inneren Frieden über das Leben. Dies war ein Wendepunkt für Frank. Er erkannte plötzlich, dass alles, was auf der Welt geschieht, einen Sinn hat.
Er dachte viel darüber nach, wie er dies vermitteln und gleichzeitig zu einem neuen Bewusstsein beitragen könnte. Diese Gedanken weckten sein Interesse an alternativen Sichtweisen auf unsere problematische Situation in der Welt. Er erkannte auch, dass all das Wissen über die zerstörerischen Strukturen, die unsere Probleme verursachen, wie das derzeitige Geldsystem und der Konsum, bedeutungslos ist, wenn wir nicht anfangen, unsere eigenen Einstellungen und Werte zu ändern. Wir brauchen ein Umdenken, das es ermöglicht, etwas grundlegend zu ändern. Frank bezieht sich auf Einstein, der sagte, dass man Probleme nicht mit demselben Denken lösen kann, das sie geschaffen hat.
„Einstellungen und Werte ändern sich automatisch, wenn wir anfangen, aus dem Herzen heraus zu leben, statt aus Egoismus und Angst“, sagt Frank. Frank las viel Literatur und nutzte das, was er im Internet fand. Ein Buch, das ihn sehr beeindruckte, war Roland Mollbrandts eBuch „2012 – das Jahr in dem sich alle Zeiten treffen“, und es war die Vision der Zukunft, die ihn besonders bewegte. Deshalb rief er Roland für ein Gespräch an. Frank und Roland fanden sofort zueinander. Sie sagen beide, dass sie sich von Anfang an wie alte Freunde fühlten. Beide, Frank und Roland, glauben an die notwendige Veränderung der Gesellschaft durch Liebe und Empathie im Umgang mit anderen Menschen. Besonders im Umgang mit denen, die es nach unseren alten, erlernten Normen nicht verdient haben. Hinter jedem Menschen steht ein menschliches Wesen, das es verdient, mit Wärme, Würde und Respekt behandelt zu werden, unabhängig von seiner Herkunft, seiner Orientierung oder seinen Handlungen.
Gemeinsam haben sie eine eigene Website erstellt und eine offene und informelle Gruppe gegründet, um Ideen auszutauschen und Menschen izu helfen die in eine Krise geraten sind.
Rolands Vision für die Zukunft: http://thezeitgeistmovement.se/ og/2012-aret-da-all-times-mots
Die gemeinsame Website von Roland und Frank
http://nytt-medvetande.se

(Bildunterschrift: Frank Stiefel und Roland Mollbrandt an Franks Haus in Mellanström)

RolleMolle 💜 bei den Schwarz’n Stiefel (Silvie, Monia und Björne heißen Schwarz)

Als wäre er schon immer da gewesen und eigentlich unentbehrlich – ob beim Schaukeln…
…oder kicken – ob im Garten…
…oder im Haus – ob beim Basteln…
…oder beim Blödsinn machen – während er eigentlich schreiben wollte…
….oder als Boxsack beim Fest in Björnes Grundschule…
…wo sogar die Lehrer von ihm begeistert sind…
…oder beim Fest in Monias Vorschule
…oder beim Baden am Sandstrand
Mein „Bruder“ ist fester Bestandteil der Schwarz’n Stiefel 🥰…
…und deshalb fällt der Abschied am Morgen des 11. Juni natürlich besonders schwer 😪

aber heute ist nicht alle Tage…

…schon Anfang März 2012 kommt er wieder – keine Frage
Ob zum Grillen…
Ob zur Schneemobil-Gipfeltour…
Ob beim Spaziergang durchs Inseldorf
Ob beim Männerausflug…
oder bei der Sonnenanbetung
Und sogar als Silvie mich im Wohnzimmer wissen ließ dass sie mich mit den Kindern bald in Richtung Deutschland verlassen wird 😪 ist er zugegen…
Nur die Schneeschuhtour ist ihm bei seiner schlechten körperlichen Verfassung natürlich zu viel
Ende März verlässt er uns dann wieder und 10 Wochen später mich dann auch Silvie mit den Kindern 😪

Die nächsten 9 Jahre habe ich telefonisch sowie via Facebook und WhatsApp Verbindung mit meinem Bruder.

Auch während meiner wilden Bauwagenzeit in Deutschland (die mir das Leben zufallen lässt damit ich in der Nähe der Kinder bin) sowie während der ungeplanten, wundernvollen Tramptour 2015 bis Iran und der ungeplanten, wundernvollen Radtour 2016 bis und durch die Mongolei und China, verliere ich den Kontakt zu RolleMolle nicht.

Während einer schweren Lebenskrise verliert RolleMolle sein Haus und Habe und wird 2019 von liebevoll-bewussten Menschen in einem „Ashram“ im Wald südlich von Stockholm aufgefangen wo er nun im Wohnwagen lebt – da ich seinen Zusammenbruch kommen sah/spürte hatte ich ihm bereits zuvor wissen lassen, dass die Türen hier bei mir natürlich immer für ihn offen stünden.

Nachdem nach viereinhalb Jahren Albtraum meine junge chinesische Frau Xiao (zu der mich das Leben durch die Radtour wundernvoll führte) im Mai 2021 endlich 5 Jahre Aufenthaltsgenehmigung in Schweden bekommt, entscheiden wir uns den lange anstehenden Deutschlandbesuch via Motorroller zu machen.

Anfang Juli 2021, auf unserer Rollertour nach Deutschland, besuchen wir RolleMolle im Ashram im Wald südlich von Stockholm. Zu meinem Erstaunen hat er nicht nur die Hälfte seines Gewichtes verloren sondern auch fast alle Zähne. Er ist sehr dankbar dass der Gründer des Ashrams ihm angeblich das Leben gerettet hat und scheint deshalb, im Gegensatz zu mir, die Energien zu genießen.

Obwohl ich im „Ashram“ (durch deutliche Zeichen vom Leben) kein gutes Gefühl hatte, lässt mich das Leben Rollemolle Anfang Juli 2023, auf meiner Roller-Rückfahrt vom nächsten Deutschland-Besuch, dort wieder besuchen – während Xiao ihren ersten Heimat-Besuch seit 2016 mit einer Reise durch Nepal und Tibet verbindet.

Was ich nun während der zwei Wochen im „Ashram“ erleben darf 🙃 bestätigt leider mein ungutes Gefühl aber Leben sei Dank auch meine wirkliche Angstfreiheit und gibt RolleMolle plötzlich, intuitive Gewissheit/Zeichen, dass seine Tage hier gezählt sind und er gerne zu uns nach Lappland ziehen möchte. Als ich es Xiao erzähle, ist sie überwältigt von Freude…

Im Herbst 2023 will RolleMolle für den Umzug zu uns den ausrangierten Sprinter-Kastenwagen wieder fahrbar machen, dessen Motor seit dem Einbau eines neuen Turbos nicht mehr anspringt. Gleichzeitig möchte er, ermöglicht durch unsere finanzielle Unterstützung, noch ein Komplettgebiss in Stockholm anfertigen lassen. Bis der Sprinter (mit telefonischer Hilfe von mir und meinem Freund der Meister bei „Mercedes-Truck“ in Deutschland ist) endlich wieder läuft und aus dem einen restlichen Zahn ein komplettes Gebiss wird, vergehen noch viele Monate und so wird aus dem geplanten Wiedersehen an Weihnacht zuerst Ostern und zuletzt mein 60. Geburtstag, am 25. Mai 2024…

…Schlussendlich kommt RolleMolle am 28. Mai „nachts“ um halb Drei mit dem total überladenenen Sprinter auf einem Bergungs-Lastwagen…
Das Abladen wird durch den geringen Platz auf der Straße, das enorme Gewicht des Sprinters und seine inzwischen abgeknickte hintere Felge zum Abenteuer
Am Morgen wird das ganze Ausmaß des Schadens am Fahrzeug und unserem Abstellplatz deutlich. Hätte der gute RolleMolle statt auf sein altes Navi auf meine ausdrückliche Warnung vor Schotterwegen vertraut, hätte är sich nicht auf fast 100 km Schotterwege führen lassen wodurch nicht rechts hinten die Blattfeder gebrochen und sich links hinten die Felge gelöst hätte und er nur durch sein fahrerisches Können als Ex-Rallyefahrer eine größere Katastrophe verhindern konnte. Dass außer der Bremsscheibe, der Hydraulik der Lastenrampe, dem Rücklicht, den Kotflügeln und dem Containerboden über den Hinterrädern nicht mehr kaputt ging und bei der offenen Rampe nichts vom unglaublichen Umfang des Umzuginvetars verloren ging, grenzt an ein Wunder – ebenso dass ihn der Bergungsmann außerplanmäßig zu einem Spottpreis noch 200 km weiter durch die „Nacht“ bis vor unsere Haustüre chauffiert hat.

Während ich in den nächsten Wochen das enorme Umzugsgut irgendwie verstaut bekomme, so dass wir den leeren Sprinter aufbocken und reparieren können und allmählich Gras über den ramponierten Stellplatz und Umzug wächst, lässt mich das Leben auf mehr oder weniger brachiale Art RolleMolles ungesunden Lebenswandel langsam aber sicher hinterfragen – immerhin kam er auch mit der Intuition einiges zu ändern zu uns – ob er sich wohl im Klaren war, dass dies nicht so einfach ist und wird?! Leben weiß und kann…

11.9.2024 – Abschied von Tochter Monia und Bekanntem Leon mit denen wir 3 tolle Wochen erleben durften 🙏
Leider war RolleMolle (wie bisher) nur selten bei den tollen Aktivitäten dabei, da er, wie sich durch meine Hilfe/Druck jetzt rausstellte, unter anderem auch mit der Krankheit Polyneuropathie zu kämpfen hat 😪
Da macht es richtig Sinn, dass das Leben ihn hier her geschickt hat 🙏
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Ein- und Aussichten Erfahrungen

„Ich sehe diese Krankheit in ihr…

aber das ist momentan nicht das Problem – ihre Nieren arbeiten nicht mehr und da muss und darf ich sofort helfen, damit sie nicht stirbt!“

Nun bin ich total verwirrt!?!
Konnte das sein?
Was sagt da meine Bekannte Katharina am Telefon in der 3000 km entfernten Schweiz?!?
Mein Freund Paul empfahl mir Katharina aus eigener Erfahrung als begabte Seherin und Heilungs-Helferin. Ihn durfte ich auf einem GoldzuGeldmach-Seminar in München kennenlernen, zu dem mich das Leben auf wundernvolle Weise geführt hatte um dort etwas aufzudecken. Und Paul klärte mich die halbe Nacht in unserer Pension über einiges in der Welt auf (mein erster BewusstSein-Engel).
Nur ganz beiläufig hatte ich Katharina am Telefon gerade gefragt, ob eine Heilung meiner Bekannten hier oben am Polarkreis möglich wäre, mit der ich tief mitfühle und ihr schon längere Zeit gerne zu helfen versuche, da diese schon seit 10 Jahren an extremer Elektroüberempfindlichkeit leidet.
Und nun spricht Katharina von Nierenversagen, da sie angeblich in Ketty hineinsehen könne – sie weiß noch nichts über Ketty, noch nicht mal ihren Namen, außer der von mir kurz erwähnten Elektroüberempfindlichkeit – kann das sein?!?
Und warum hatte Ketty mir nichts davon erzählt, als ich sie ein paar Minuten zuvor wiedereinmal anrief, um zu fragen ob das energetisierte Wasser, das ich für sie gekauft hatte, vielleicht endlich wirkt?
Ketty durfte ich durch ihren Mann Thomas kennenlernen. Er ist Verleger und Herausgeber der Reklamezeitschrift die zweiwöchentlich kostenlos hier oben an über 10000 Haushalte geht.

Auf der Titel-Innenseite ist immer Thomas‘ ganzseitige Kolumne mit der Überschrift „Sanningens ord!?“ („Worte der Wahrheit!?“).
Ein halbes Jahr zuvor bekam ich plötzlich die starke Intuition diesen Schweden anzurufen, der (so ganz untypisch für Schweden) echt Rückgrat zu haben scheint, da er kein Blatt vor den Mund nimmt, ja sogar Gesellschaft und Staat hinterfragt!
„Weiß nichtmal richtig warum ich Dich eigentlich anrufe“ sagte ich zu ihm, aber dass ich seine Kolumne immer dankbar lese.
Einige Wochen später gab ich bei ihm die ganzseitige DinA4-Farb-Annonce „Nur ein neues Bewusstsein kann unsere Welt verändern“ für umgerechnet 1100 Euro auf.

deutsche Übersezung siehe im Scrollbild unten

Als meine Familie und ich dann mal im 85 km entfernten Arvidsjaur waren, besuchten wir Thomas und seine Frau. In deren stromfreien Wohnung erfuhren wir im sehr vertrauten Gespräch, wie extrem Ketty schon 10 Jahre an Elektroüberempfindlichkeit litt – und deswegen immer wieder des Lebens müde war.
Nun wurde mir auch klar warum Thomas öfters so gegen die Mobiltelefongesellschaften und das schedische „Gesundheits“system, ja sogar von Maffia-Methoden schrieb.
Ketty erzählt uns nun unter anderem, dass sie, seit sie ein Buch lese das ein paar Wochen zuvor beim Putzen plötzlich aus dem Regal gefallen war, nun verstehe und fühle, dass gegen die Krankheit zu kämpfen der falsche Weg ist und sie nun versuche zu erkennen, was ihr die Krankheit sagen wolle!
Es sei komischerweise genau dieses Buch, welches sie viele Jahre zuvor wütend in eine Eck geworfen hätte, da der Titel „Lev livet fullt ut“ („Lebe dein Leben in vollen Zügen“ – der schwedische Titel von Eckhart Tolles „Jetzt! – Die Kraft der Gegenwart) natürlich blanker Hohn für sie in ihrer verzweifelten Lage war.
„Das ist wunderbar! Wenn du jetzt wirklich so fühlen und denken darfst, bist du nicht mehr lange krank!“ schießt es spontan LIEBEvoll-freudig aus mir 🙃 und löst sofort eine komische Stimmung unter uns und Scham in mir aus. 😞
Beim Heimfahren fragt mich meine Frau verständlicherweise wie ich nur so gefühllos impulsiv sein könne?
Und jetzt teilt mir also Katharina am 3000 km entfernten Telefon mit, dass momentan nicht die Elektroüberempfindlichkeit sondern Nierenversagen Kettys Problem sei!?
Gott sei Dank hätte ich Ketty schon so viel energetisch mit meiner Liebe geholfen und auch in allerletzter Sekunde ihr anrufen dürfen, sagt Katharina und nachdem sie nun angeblich Kettys Nieren wieder ingangsetzen und auch die Elektroüberempfindlichkeit aus ihr nehmen durfte, meint sie noch ich solle Ketty sagen es würde nur noch eine kleine Weile dauern (bis auch ihr Verstand es begreifen könne) bis sie durch Strom nicht mehr belastet würde, um wieder ein normales Leben leben führen zu können.
Jetzt muss ich natürlich sofort nochmals Ketty anrufen.
„Hab gerade mit meiner Bekannten in der Schweiz gesprochen, die Seherin und Heilerin ist und die meinte sie hätte Dir aus der Elektroüberempfindlichkeit helfen dürfen!“ sage ich unsicher aufgeregt zu Ketty.
„Frank irgend etwas geht seit ein paar Minuten in mir vor – und im Gegensatz zu dem Mittelchen mit dem du mir helfen woltest, spüre ich, dass es wirkt“ meint sie ganz ruhig und sicher. 😘
Total verblüfft und ganz vorsichtig meine ich, „aber jetzt muss ich Dir noch etwas anderes sagen – Katharina meinte Du hättest Nierenprobleme – kann das sein, da du mir bei unserem Telefongespräch vorher nichts davon gesagt hast?“
„Das ist leicht möglich“ meint sie und erzählt mir, dass sie zwei Nächte zuvor so starke Schmerzen hatte, dass sie glaubte sterben zu müssen und in ihrer großen Verzweiflung sich plötzlich an den Schamanen erinnert hätte, an den sie sich vor ein paar Jahren in letzter Not gewendet hatte und der ihr (im Gegensatz zu allen anderen der vielen unterschiedlichsten Heilversuchen) mit ihrer Elektroüberempfindlichkeit zwar kurzzeitig helfen konnte, aber u.a. auch eine Technik beibrachte wie man Schmerz hantieren kann.
„Katharina meint, dass sie deine Nieren wieder ingangsetzen durfte und auch die Elektroüberempfindlichkeit nun gehen durfte – aber es werde noch eine kleine Weile dauern, bis du gänzlich daran glauben könntest“ teile ich ihr mit. 🥰
Und genau so kam es!?!?!
Das war der Beginn von Kettys neuem, nun in großer Dankbarkeit gel(i)ebten Sein – und für mich der nächste Schritt der bewusster Werdung von WUNDERn 😍

Noch am Rande:
Ein paar Monate später besuchen uns unsere (mittlerweile) Freunde Ketty und Thomas um mir die 1100 Euro für die Annonce zurückzugeben und zu gestehen, dass sie fast ein wenig wütend waren, wegen meines lockeren Ausspruchs ein paar Monate vor der WUNDERvollen Heilung: „Das ist wunderbar – wenn du wirklich so fühlen und denken kannst bist du nicht mehr lange krank!“ 🙃 Leben weiß und kann 🙏

Welche (Heil)Kraft tiefes Mitgefühl hat…

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Tote rauchen keine Zigarren!

Ein paar Wochen nach meinem wundernvollen Motorradsturz, am Ende unseres Deutschland-Aufenthaltes auf dem Weg zurück nach Lappland, machen wir einen Abstecher bei einer befreundeten Familie, deren Opa/Vater/Ehemann 5 Jahre zuvor an einem Sekundentod verstorben ist.

Als ich mit der Oma/Mutter/Witwe ein wenig abseits der anderen bin, frage ich sie spontan, ob sie ihren geliebten Mann manchmal spüre, da ich irgendwie fühle, dass sie ihn (noch immer) sehr vermisst.
„Oh ja – du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr“, ist ihre herzlich ehrliche Antwort, die sie anscheinend selbst ein wenig erschreckt!
„Oh, ich glaube das kann ich – wenn wir genug voll Liebe und offen dafür sind, können wir manchmal sogar unglaubliches erleben“ ist meine spontane Antwort.
Jetzt kommt sie mir ganz nahe und sagt fast flüsternd: „jetzt muss ich dir etwas anvertrauen – was ich mich bisher nicht getraut habe irgendjemandem zu erzählen“.
„Oh ja, dafür bin ich sehr dankbar“ versuche ich ihr ein wenig die Scheu/Scham zu nehmen.
„Weißt du, Frank, mein Mann und ich saßen jeden Abend nebeneinander auf dem Sofa und diese wunderbaren Stunden vermisse ich am meisten!“
Mit, „dann spürst du ihn sicherlich da“ vertreibe ich ihre letzte Scheu/Scham.
„Ja! – und es ist so intensiv, dass ich mich manchmal frage ob ich verrückt werde durch meine Trauer!“
„Ver-rückt laut unserem dogmatischen Verstand – aber dafür offen für eine andere, vielleicht die wahre, Realität“ antworte ich.
„Weißt du, wenn ich Abends da so sitze, spüre ich ihn manchmal so deutlich, dass ich es einfach nicht fassen und glauben kann!“
„Ja, der Verstand macht viele Wunder kaputt, die eine wunder-voll befreiende Realität für uns sein könnte“ – kann ich mich nicht zurückhalten.
„Aber einmal – einmal da dachte ich, es wäre Zeit für die Klapsmühle!!! Als ich wiedermal auf dem Sofa sitze und ihn sehr stark spüre, fällt mir plötzlich ein wie er immer in seine Kellerwerkstatt ging damit ich nicht merken sollte, dass er seine Zigarre genoss – da ich es nicht mochte – ich wusste es natürlich, aber ließ ihm diese Freude“
„Das weiß er, da wo er jetzt ist und liebt dich sehr dafür“ sage ich mit feuchten Augen.
„Ich hoffe so sehr, dass du damit recht hast“ sagt sie und schaut mich mit unendlicher Güte an. „Als ich also an sein heimliches Rauchen dachte, roch es plötzlich nach Zigarre und als ich dem total verstört nachging, landete ich in seiner Kellerwerkstatt jetzt bin ich total übergeschnappt, dachte ich verzweifelt!“
„Er hat dir ein Zeichen geschickt um dir zu zeigen, dass du überhaupt nicht verrückt bist, da er dir wirklich ganz nahe ist und jetzt weiß, dass du um sein „Geheimnis“ wusstest und es aus Liebe still akzeptiertest!“
„Ja“ sagt sie abwesend „du hast vielleicht recht – denn am nächsten Tag kam meine Tochter, die immer von der Straße unten direkt durch die Werkstatt reinkommt, und brüllte von da unten hoch – hey Mama, bist du jetzt total durchgeknallt – rauchst du jetzt schon Papas Zigarren!?!“
Mit Tränen in den Augen liegen wir uns in den Armen sie sicher dankbar, endlich schamlos offen mit jemandem darüber reden zu können, ohne als verrückt erklärt zu werden – und ich unendlich dankbar über eine weitere Schilderung einer Erfahrung die meine („ver-rückten“) Gedanken und Erfahrungen stärkt!

Dankeschön liebes Leben – für die, nach dem Pferdeflüstern und Motorradunfall, nun dritte WUNDERnvolle Erfahrung in den letzten 4 Wochen.

Meine wundernvollen Erfahrungen mit dem nahen Tod 1988 & 2016

Verstehen wir ihn…

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Erfahrungen

Pferdeflüsterer?

Eine besondere Erfahrung in BewusstSEIN
und WUNDERn über Verbundenheit…

…durfte ich 2010 (während einer unserer jährlichen Deutschland-Aufenthalte) machen, ein paar Wochen nach meinem WUNDERnvollen Motorradunfall bei Wien.Meine Familie und ich besuchen unser befreundetes Paar auf dem Pferdehof, wo die Zwei liebevoll in ihrer Freizeit für verschiedene Besitzer Pferde einreiten und sogar turnierfähig machen.
Unsere Kinder durften zuvor schon an der Leine reiten, aber diesmal haben die Zwei keine Zeit, weil sie ein tolles, ausgeglichenes Pferd das schon längere Zeit bei ihnen ist (`hab leider den Namen vergessen) zum Schaureiten für einen interessierten, reichen Käufer aus Japan herrichten müssen.
Als ich für einige Minuten mit dem Pferd alleine bin, bekomme ich plötslich das tiefe Gefühl, dass es diesen Transfer nach Japan gar nicht möchte. Wir stehen ca. 2 Meter voneinander entfernt, als wir uns plötzlich tief in die Augen blicken!
Alles ist so unrealistisch, als ich zu ihm plötzlich und völlig ungeplant sage: „wenn du nicht an den reichen Japaner verkauft werden möchtest, weißt du ja bestimmt was du tun kannst!“
Als unsere Freunde und meine Familie wieder zurück sind, wird das schmucke Halfter noch angelegt und das Pferd aus der Stallung zum wartenden Pferde-LKW geführt. Es ist schon im LKW festgebunden (die seitliche Rampe steht jedoch noch offen) als das Pferd plötzlich seinen Kopf zu mir wendet und sich unsere Blicke unerwartet noch einmal treffen. „Ja, mein lieber Freund, du weißt was du zu tun hast wenn du nicht willst“, kommt es spontan flüsternd aus mir.
Während der Pferde-LKW sich auf die Fahrt zum Schau-Reitplatz begibt und unser Freund auf dem Weg zu seinem Auto ist (um hinterherzufahren und später als Reiter seinen langjährigen, vierbeinigen Freund dem Japaner vorzuführen), frage ich ihn beiläufig was das Pferd tun könne, wenn es nicht nach Japan verkauft werden wollte?
Unser Freund lächelt nur und sagt: „Er könnte sich blöd anstellen – aber für dieses Pferd lege ich meine Hand ins Feuer – es hat noch niemals auch nur einen Fehltritt getan, egal wie schwer die Bedingungen waren – nicht mal in Schock-Momenten während eines Turniers!“
„Wir werden sehen“ sage ich spontan aus dem Bauch heraus.
Ein paar Stunden später ruft mich unser Freund an und fragt etwas verwirrt: „was hast du mit dem Pferd getan? Er war wie verrückt! Hat alles falsch gemacht was man falsch machen konnte!“
„`hab ihm nur gesagt, dass er weiß was er zu tun hat, falls er nicht zu diesem reichen Japaner möchte“ ist meine verschmitzt-verwunderte Antwort.

Obwohl (bis heute) absolut kein Pferdenarr, hatte ich 26 Jahre zuvor schon mal ein WUNDERnvolles Erlebnis mit einem Pferd, dem ich mir nun richtig bewusst werde:
Drei (Lehrlings-)Freunde und ich können (während der Abschluss-Lehrgang- und -Freizeitwoche der Berufsausbildung bei Mercedes-Benz) vier große Pferde für einen Ausritt mieten.
Es soll der erste Ritt meines Lebens, ohne Leine und auf einem richtigen Pferd, werden – was ich natürlich nicht den Besitzern erzähle und auch meinen Freunden erst während des gut funktionierenden Ausritts anvertraue.
Mein erster Galopp über eine Wiese, macht mich so „high“, dass ich plötzlich („in voller Fahrt“) dem Pferd gedanklich vermittle wenn es wolle dürfe es gerne über die Schranke springen, die etwas weiter vorne am Waldanfang kommt – was es auch mit Bravour tut!
„Bist du total wahnsinnig?!“ schreien mich meine 3 Freunde an, die natürlich um die Schranke herumgeritten und sich meiner ersten 15 Minuten auf einem Pferd bewusst sind.
„`hab nichts anderes getan, als es machen zu lassen was es möchte – und es scheint genau zu wissen, was es tut und kann – ja anscheinend sogar was es mir zumuten kann, mit meinem Moto-Cross Talent“ lächle ich verschmitzt – mit noch etwas zitternden Knien!

Die herzliche Verbundenheit mit allem bestätigt sich auch 1994 in Lappland durch eine Elchkuh mit Kalb und 2015 in Rumänien und der Osttürkei durch die gehassten/misshandelten wild lebenden Hunde.

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Ein- und Aussichten Erfahrungen

Auf den Kopf gefallen?…

…oder wie ist mein ver-rückt LIEBEvoller Zustand verständlich

Im Frühjahr 2010 (während einer unserer jährlichen Deutschland-Besuche) mache ich mit dem Motorrad meines Moto-Cross-Kollegen und Freundes Rainer eine Tour ins 700 km entfernte Wechsel-Gebirge, südlich von Wien.
Dort möchte ich meinen Bekannten Karl-Heinz besuchen (den ich im vorigen November, als Steward bei meinem Rückflug von Malta nach Lappland, auf herzliche Weise kennenlernen durfte) da er mich nun zu einem Wochenend-Yoga mit seinen Freunden auf eine Berghütte eingeladen hat. Mein Gefühl war nicht unbedingt auf m/eine Yoga- und Meditationspremiere eingestellt, aber ich nahm die herzliche Einladung ein paar Wochen zuvor einfach an.

Um kurz nach 5 starte ich auf die 700 km bis zur Berghütte im Wechselgebirge, 90 km südwestlich von Wien wo mein Freund Karl-Heinz und seine Freunde auf mich warten.
Nach gut 400 kalten Autobahn-Kilometern geht es südlich von Salzburg,am langsam wärmer werdenden Vormittag auf der Bundesstraße durchs Berchtesgadener Land
Bei gespenstisch schöner Stimmung umfahre ich den Hallstätter See und dann geht es durch die idyllische Steiermark.
Mittagsrast mache ich an einem Feldweg im Schnee – Lappland-Gefühle!
Bei Gloggnitz biege ich von der Bundesstraße auf ein kleines Waldsträßchen Richtung Wechsel-Gebirge – und dann passiert das Unerklärliche!
Plötzlich und ohne jeglichen Motocross-Fußrunter-Reflex (der mich sogar bei der Führerscheinprüfung behinderte) rutsche ich nach einer Rechtskurve unter dem Motorrad liegend über das Sträßchen! Durch die geringe Geschwindigkeit kommen Bike und ich noch vorm Graben auf der anderen Straßenseite zum halten.
Was ist da gerade geschehen – es kommt mir vor als wären meine Sinne nicht bei mir gewesen – ein Fahrzeug muss hier Schotter verloren haben aber warum habe ich es nicht gesehen und den Sturz ohne jeglichen Reflex erst unterm Motorrad rutschend bemerkt?!
Ich richte das Motorrad auf und schaue ob an ihm alles noch in Ordnung ist und nach meiner Kleidung, wo mir ein Riss im rechten Kniebereich meiner Outdoor-Hose auffällt.
Als ich den Riss öffne, sehe ich das Weiß meiner Kniescheibe durch eine 5 cm große, zerfetzte Fleischwunde ohne Blut.
Was jetzt tun?
Die Hütte mit Karl-Heinz und seinen Freunden ist nur noch ca. 20 km den Pass hinauf entfernt – aber wie soll ich dort mit einer so großen Wunde zur Ruhe und meiner eventuellen Yoga-Premiere kommen?
Also irgendwie zurück nach Gloggnitz fahren und nach einem Arzt suchen.
Vorsichtig steige ich auf ohne das Knie zu beugen und fahre mit gestrecktem rechten Bein los.
Als ich während der Fahrt versuche das Bein zu beugen, um den Fuß auf der Raste abstellen zu können, geht das erstaunlicherweise ohne Schmerzen!?
Am Straßenrand In Gloggnitz verweist man mich 20 km weiter ins Krankenhaus.
Dort angekommen stelle ich das Motorrad gegenüber vom Pförtnergebäude ab und gehe vorsichtig bis zum Pförtner. Der glaubt mir zuerst nicht aber als er meine Wunde sieht wird er hektisch und will sogar den Krankenwagen für die paarhundert Meter bis zur Ambulanten Aufnahme rufen.
Aber ich gehe schon los – bin ja auch die letzten 30 Kilometer bis zu ihm gefahren und die letzten Meter sogar gegangen 😉
Da Samstag-Notbesetzung herrscht, muss ich mich in der Wartezimmer-Schlange einrehen.
Als mir die Warterei mit auszufüllenden Formularen zu bunt und schmerzhaft wird, humple ich Richtung OP – als die aufgebrachte Schwester meine Wunde sieht wird aus der Zurückweisung ganz schnell und zuvorkommend ein Bett im Behandlungszimmer.
Zuerst wirken die Betäubungsspritzen nicht, so dass es viele tiefe Einstiche in die große Wunde werden
dann schnipfelt und stochert der junge, mitleidsvolle Arzt dem Oberarzt zu wenig an und in der Wunde herum so dass er selbst Hand anlegt und aus dem zerfetzten 5 cm ein einiges größeres Loch mit sauberer Kante wird. Da ich interessiert zuschaue erklärt er mir, dass ein etwas größeres Loch zwar nach dem zunähen mehr Spannung und damit Schmerz machen würde aber Schmerzmittel im Gegensatz zu einer schweren Infektion kein Problem wären – schließlich hätte ich ja mit meinem Knie den ganzen Split der Straße aufgebaggert und gut weit reingebungert, meint er cool.
Irgendwie bekommt er die Haut über das Loch gespannt und zugernäht und bevor er sich entfernt meint er mich auf die Schulter klopfend: Respekt, so tapfer erwarte ich Straßenrowdies – mein junger Kollege wird jetzt noch die Trainage in die Wunde einführen und dann bekommen sie eine Gipsschiene und ein Zimmer – auf mein ich dachte ich könnte zur Beghütte weiterfahren meint er: ein paar Tage werden es mindestens bei der großen Infektionsgefahr!
Als der junge Kollege das gebogene Trainagerohr-„Messer“ endlich in die Wunde ein- und auf der anderen Seite wieder ausgeführt hat (mit viel Skalpellhilfe) kommt der Oberarzt wieder herein und sagt ganz leise aber bitter-zynisch – hat aber extrem lange gedauert und ist zudem noch falsch herum – also das ganze zurück und anderstrum noch einmal. Der junge Arzt ist jetzt total beschämt und ich sage seinen Arm streichelnd: kein Problem, das wird ihnen garantiert nie wieder passieren und es ist gut, dass sie diese Erfahrung mit mir machen durften.
Jetzt freuen sich beide über mein Mitgefühl trotz der unnötigen Schmerzen wegen des Fehlers.
Der Oberarzt besteht darauf sogar selbst zu meinem Motorrad an der Pforte zu gehen um mir Dinge zu holen.
Was ist mit mir passiert, dass ich trotz der widrigen Situation so in innerem Frieden bin – voller Liebe zu allen und allem 🥰
Nachdem der Gipser sich Zeit gelassen hat um mir sein Herz auszuschütten werde ich von 2 Schwestern im Bett mühevoll in das dunkelste Eck eines 7-Bett-Zimmers bugsiert, während ich mit dem ADAC-Mann in München telefoniere.
Auch auf die Schwestern scheint meine Freude sofort überzuspringen, denn trotz ihres Stresses erfüllen sie gerne meinen Wunsch mit dem leeren Bett am gegenüberliegenden Fensterplatz zu tauschen.
Durch das weit geöffnete Fenster unterhalte ich mich sofort mit dem vergnügten Vogel der auf mich zu warten scheinte.
Auch wenn ich garantiert nicht auf den Kopf gefallen (gestürzt) bin, kontrolliere ich jetzt den Helm – denn irgendwie hat sich bei mir im Kopf einiges verändert!? Sogar die Krankenschwester hat gerade an meiner Seite sitzend Freudentränen bekommen, wegen meiner Worte über die Heilkraft des herzlichen Einsatzes von ihnen allen.
Auch Silvia wundert sich am Telefon ob alles stimme, da ich in meiner Lage so fröhlich sei.
Am Abend als der Schmerz-Tropf angestöpselt werden soll lehne ich dankend ab – im Bewusstsein, dass die kommenden Schmerzen, durch die allmählich nachlassende Wirkung der vielen Spritzen, für die Nachtruhe kein Problem wären.
Als wäre es das Natürlichste der Welt, sage ich zu den Schmerzen, dass sie nicht zu gehen brauchen damit ich so automatisch die optimale Schonhaltung einnehme, aber sie mich am wichtigen, heilsamen Schlaf auch nicht zu stören bräuchten – und genau so kommt es.
Der garstig-coole Arzt der Sonntag-Morgen-Visite meint auf die volle Tropfflasche deutent: „die wüfülde is dees?“ und als ich die erste antworte: „derarschen kann i mi sölbst, die is jo no voll!“
Von der aus dem Journal betätigenden Schwester hinter ihm zurückgewandt meint er auf die an meiner Bettseite hängende, leere Trainage-Flasche deutend: „und dees is dann wohl au dü örschde – und gschlofn hams womöglich au no guad?“ Auf mein fröhliches Nicken meint er: „dann kennens heut zhaus gehn.“
Darauf mein Bett-Nachbar: „Dös is abr schod, seid dör bei uns is lässd si sogar dös greislige schnoarchen vom Oldn ausholtn!“
So werden aus den am Vortag angekündigten mindestens 7 Tagen, wegen der Infektionsgefahr, nicht mal 20 Stunden im Krankenhaus.
Nicht lange nachdem der ADAC mein Motorrad gegenüber der Pforte abgeholt hat, kommt auch Karl-Heinz vom beendeten Wochenende mit seinen Freunden auf der Berghütte und nimmt mich mit zu seiner Lebensgefährtin Maria und Tochter ins gut 30 km entfernte Pöttelsdorf wo ich fürstlich versorgt und bedient werde.
Hier in Pöttelsdorf haben Karl-Heinz, Maria, ihre Tochter und ich 4 freudvolle und tiefgründige Tage miteinander und nachdem ich ihnen von meinem vorausgegangenen, ver- und entrückt liebevollen Krankenhausaufenthalt erzählt habe, darf mich weiter wundern.
Maria meint meine Gedanken stünden in den Büchern „Gespräche mit Gott‘. „Na dann brauch ich die ja nicht zu lesen“, kommt es lässig aus mir.
Während ich später im Bett doch im ersten Band lese, da er auf meinem Nachttisch lag, kommt mir plötzlich mein Gespräch mit einem Freund, ein Jahr zuvor in Deutschland, in den Sinn. Er ist streng christlich und schämt sich, weil ich mich durch ihn 30 Jahre zuvor von der Kirche und (deren) Jesus abgewandt habe. Bei diesem herzlichen Gespräch durfte ich plötzlich (zu seiner Empörung und meiner Verwunderung) statt der bisherigen tiefen Abneigung tiefes Verständnis und Mitgefühl für Adolf Hitler empfinden…
Und nun, wieder ins Buch vertieft, „spricht“ zwei Seiten später Gott zu Walsch „zu-fällig“ folgende Worte, quasi als Bestätigung meiner damaligen, plötzlichen Gefühls- und Gedanken-Wandlung, die mein gesamtes (Bewusst)Sein veränderten:
Das Böse ist das, was ihr das Böse nennt. Aber selbst das liebe ich, denn nur durch das, was ihr als das Böse definiert, könnt ihr das Gute erkennen; nur durch das, was ihr das Werk des Teufels nennt, könnt ihr das Werk Gottes erkennen und tun. Ich liebe das Heiße nicht mehr als das Kalte, das Hohe nicht mehr als das Niedrige, das Linke nicht mehr als das Rechte. Es ist alles relativ. Es ist alles Teil dessen, was ist.
Ich liebe das »Gute« nicht mehr als das »Schlechte«. Hitler ging in den Himmel ein. Wenn ihr das begreift, begreift ihr Gott
.“
Gleich am nächsten Morgen bestelle ich im Internet mehrere Bücher, zum späteren Verteilen in Deutschland.
Mein lieber Freund Erik, den ich bei meiner Mittelmeerumrundung-Motorradtour1987 auf Sizilien kennengelernt und auch 1998 auf der Fahrt zu unserem Seitenwagen-Motocross-Training in Ungarn besucht habe, holt mich in seinem VW-Bus in Pöttelsdorf ab und bringt mich zu seiner herzlichen Familie ins 40 km entfernte Reisenberg wo ich weitere schöne Tage erlebe…
…und mit ihnen und ihren Freunden sogar den ersten Mai feiern darf.
Nach der Zug-Rückfahrt von Wien zu meiner Familie in Aidlingen geht die weitere Heilung reibungslos und schnell, so dass ich mir schon bald die Fäden ziehen kann.

Bei der ein paar Wochen später folgenden Heimreise mit der Familie nach Lappland, darf ich dann WUNDERnvolles über den Tod erfahren.

Noch am Rande erwähnt:
Einige Monate später lese ich, dass der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island zu dieser Zeit mit der Asche auch bewusstseinsverändernde Kristalle ausstieß – durch die neun Stunden Motorradfahrt mit offenem Helm vielleicht eine Erklärung meines ver-rückt WUNDERn- und LIEBEvollen Zustands bei und nach dem unerklärlichen Sturz mit dem Motorrad?! 🙃

Und erst einige Jahre später, als ich das bedingungslose Vertrauen in und das Bewusstsein über die Gande aller Zu-und Wegfälle meines wundernvoll ver-rückten L(i)ebens habe, sehe ich die Parallelen des plötzlichen (Thriller-würdigen) Endes meiner lang geplanten und ersehnten Motorradtour ums Mittelmeer 1987.

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Ein- und Aussichten Erfahrungen Natur-lich über mich/uns

Plötzlich bin ich auf Malta und Gozo

„Du brauchst mal Abstand komm doch mal ein paar Wochen zu mir…“ und ein paar Tage später bin ich schon in der Wahlheimat meines Schul- und Motorradfreundes Claus

(der durch seine unbekümmerte Art zweiundzwanzig Jahre zuvor mit dem Motorrad schlussendlich irgendwie durch ganz Afrika gekommen war, während meine gut geplante Mittelmeerumrundung allzu frühzeitig & thrillerähnlich endete)

Donnerstag, 12.November, 15 Uhr:
Verabschiedung von der Familie – unsere Reserveeltern Maj-Britt und Lasse nehmen mich mit zum Bus in unsere 27 km entfernte „Stadt“ Arjeplog
15.30 Uhr Busstation-Arjeplog – Minus 12 °C
Mein Nacht-Lager im Luleå-Flughafen – mit eigenem Nachtwächter
Ankunft Freitag, 13.11.  21.15 Uhr Airport-Malta – Plus 19 °C
Frühstück auf Claus‘ Terasse über den Dächern der Weltkulturerbe-Stadt Valletta mit Blick auf die imposante Kuppel der Karmelitenkirche – eines der Hauptattraktionen der Stadt
Tante-Emma-Laden in der Altstadt um die Ecke
Leider sind die Datteln noch nicht reif
traditionelle Malta-Fischerboote
Der Nordhafen von Valletta
Bei 20 bis 25° C hat man(n) immer durscht
Im Valletta-Südhafen mit Blick auf Birgu
Uralte, stinkende, englische Busse – sehr günstige Reisemöglichkeit
Bus-Ausflug an die Westküste Maltas mit Felsen-Panoramawanderung
Idyllische Bucht für unser Schnorchelerlebnis bei 20° Wassertemperatur
Das Hinterland gibt sich orientalisch
Hafenidylle nach Sonnenuntergang
”Unser Valletta” by night
Vom Trubel auf Malta zur Ruhe der Nachbarinsel Gozo
Als wäre die Zeit stehengeblieben
Marktplatz in Xaghra
Balkonblick von Claus‘ Wohnung im Norden Xaghras auf den Nordküsten-Hafenort Marsalforn
lange sitzen wir noch und genießen den Sonnenuntergang überm Meer – einzig die Stechmücken stören, sogar mehr als in Lappland
”Unser Xaghra“ by night
Auf dem Weg zum Hausstrand
Glasklares Wasser und abgelegene Bucht laden zum Schnorcheln und relaxen ein
Bei nur 20 Grad Wassertemperatur braucht es die Solarheizung nach dem Schnorcheln
Auch Gozo gibt sich orientalisch
Gozo-Hauptstadt Victoria von der Xaghras Anhöhe aus
Der Weg von Xaghra nach Victoria ist kurz aber sehr steil
Reges südländisches Treiben in der „Hauptstadt“
aber so richtige Weihnachtsstimmung will bei LappeSchlappe natürlich nicht aufkommen
Gute Nacht Victoria
Natur pur
überall fleucht und kreucht es
Kultur-pur – ob auf dem Lande, in der Stadt,
In der Kneipe oder auf dem Meer
Herz pur
Auf die Frage ob ich eine Orange pflücken dürfe bekomme ich eine Gozo-Führung und eine ganze Tüte Früchte von Rose und ihrer Schwester
Radtour an die Salzfelder der Nordküste
und durch`s Landesinnere – Xewkija mit seiner riesigen Kuppelkirche
und zum Sonnenuntergang an die Westküste
Bei der Rückfahrt Abend im Nachbarort Marsalforn
mit idyllischer Einkehr im Hafencafe (links oben auf dem Berg wäre fast noch Claus‘ Wohnung zu sehen.
Autoausflug – mit Clsus‘ SL nach Ras id-Dwejra
zum imposanten Felsentor
und weiter zum romantischen Abendessen im Südwestküsten-Hafenort Xlendi
Beim Verdauungsspaziergang Blick zurück zum Hafenrestaurant
Bye-bye du so ganz andere Welt – am anderen Ende Europas warten meine Liebsten und der Winter…
…und beim Rückflug von Frankfurt-Hahn nach Lappland fällt mir der herzliche, niederösterreichische Stewart Karl-Heinz zu, den ich ein halbes Jahr später besuche und dabei wundernvolles nach meinem Sturz vom Motorrad erfahren und verstehen darf 🙏
Kurz nach dem Start auf dem Flug von Luga nach Frankfurt ein Blick hinunter auf die Hauptstadt Valetta. In der Bildmitte ist gut die Kuppel der Karmelitenkirche zu sehen wo sich unweit davon auch Claus‘ Wohnung befindet.
Und kurz danach überfliegen wir die Nachbarinsel Gozo – mit der Stadt
Am Flughafen in Frankfurt angekommen geht’s mit dem Bus der Mainzer Fußballprofis auf die knapp 120 km bis zum Flughafen Frankfurt Hahn wo mich mein Freund Rainer (Chef der Fly-Car Testfahrer-Charterflüge nach Arvidsjaur abholt…
…und mich zu seinem viereinhalb Kilometer entfernten Haus und Reisebüro in Sohren bringt, wo ich zu Gast bei seiner Familie bin und mit ihnen den Weihnachtsmarkt erleben..
Bevor es am Montagmorgen vom Flughafen Hahn…
…mit seinem Charterflug via Lauda-Air gen Arvisdsjaur geht.
Nachdem alle Passagiere betreut sind kommt der nette österreichische Flugbegleiter zu mir und fragt ob er sich ein Weilchen zu mir setzen dürfe – und es dauert nicht lange bis wir unsere tiefe Verbundenheit feststellen. Unser herzlich offenes, tiefgründiges Gespräch müssen wir natürlich kurz vor der Landung in Arvisdsjaur beenden, aber wir sind uns sicher, dass wir uns wiedersehen werden.
Es wird nur 18 Wochen dauern, da der Yogalehrer Karl-Heinz mich schon bald zu einem Meditations-Wochenende auf eine Berghütte südlich von Wien überreden wird. Doch auf meiner Motorradfahrt dorthin werde ich 20 km vor der Hütte stürzen und dadurch ganz ent- und ver-rückt liebevolles Sein im Krankenhaus erfahren, sowie bei unserem Wiedersehen am nächsten Tag deutliche Zeichen von oben bekommen 🙃
In Arvisdsjaur kurz nach Mittag bei sehr dicker Wolkendecke angekommen scheint es heute, drei Wochen vor Mittwinter, garnicht richtig hell zu werden. .
…und nach 14 Uhr auf der Busfahrt gen 100 km entferntes Arjeplog scheinen die Straßenverhältnisse und einbrechende Dunkelheit so manchem Probleme zu machen.
Nach 18 Tagen wieder daheim im Inseldorf…
…wo die TolleTrolle anscheinend Papas Schneeräumdienst übernommen haben 😘
Sechs Tage später macht Silvies Wintertest-Kollege Torsten ihnen den Nikolaus
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Ein- und Aussichten Ent-TÄUSCHUNG Erfahrungen Gedanken

wenn wir dann bereit sind…

…das vermeintlich Schlechte/Böse… zu LIEBEN (mitzufühlen und zu verstehen) 😍

Da dieses Video nach 3 Jahren nun der YouTube-Zensur zum Opfer fiel…
poste ich es eben hier sowie auf Odysee

Hier die englische Version:
Please call me by my true names

Als ich plötzlich den (für mich bis dahin natürlich) bösen Hitler tief fühlen und verstehen (lieben) durfte – und somit mich selbst und meine Mitmenschen.
Dieser Moment veränderte mein gesamtes (Bewusst)Sein und seither ist mein L(i)eben ein einziges angst- und zornfreies WUNDERn 🥰

Im Frühjahr 2009, mit meiner Familie wieder einmal bei meinen Eltern auf Deutschland-Besuch, treffe ich „zu-fällig“ Fritz (meinen Freund und Leiter unserer ehemaligen „Bibeltraining“-Gruppe) vor seinem Haus.
Wie auch diesmal so spüre ich immer wenn wir uns begegnen seine Scham/Schuld, weil er mir 1980 (als ich 16 war) klar gemacht hatte, dass mir allmählich Motorräder wichtiger würden als Jesus (von den Mädchen wusste oder sprach er nicht) und es der Auslöser war, dass ich mich für den vermeintlichen Weg ohne (deren) Gott entschieden hatte, da eh viele Dinge in der Bibel und viele (Schein)Heilige in meinem Herzen kein Echo fanden. (2025 fällt mir Uelis passendes Gedicht zu). Mit meinem heutigen Bewusstsein ist ein allmächtiger und -liebender Gott der gegen einen Teufel kämpfen sowie uns richte(r)n muss und gleichzeitig angebetet und verehrt werden will weder verstandlich noch herzlich möglich – und auch damals waren vermutlich schon gewisse Zweifel da.
Jetzt als Fritz mir mit liebem, mitleidigem Blick gegenüberstehend das erste Mal gesteht, dass er sich immer noch dafür schäme mich damals zu einer Entscheidung gedrängt zu haben, kann ich ihm endlich erklären, dass der seit damals vermeintlich atheistische Frank durch sein danach ver-rückt erfahrungsreiches, weil nun kirchregelloses Leben mehr und mehr durch eigene Erfahrung verstehen durfte, dass es Himmel und Hölle, gut und böse sowie Angst und Verurteilung nur in unserem Denken gibt, weil Liebe (Mitgefühl und Verständnis) die einzige existierende (Schöpfer-)Kraft sein kann.
Und dann sage ich zu ihm plötzlich: „Wer sagt denn, dass es schlecht oder böse wirklich gibt – was wenn wir nur unsere menschliche Not und göttliche Gnade dahinter nicht verstehen wollen oder können?
Lieben wir nicht immer da hin, von wo wir (zumeist bedingungsvoll statt -los) geliebt werden – und verweigern wir Liebe nicht genau da, wo sie mangelt oder gar fehlt – so wie man sie uns genau da verweigert wo sie uns am meisten fehlt – wo wir aus Angst und Not vermeintlich schlecht oder böse agieren?
Warum lieben wir Mutter Theresa und hassen Adolf Hitler – bräuchte nicht gerade er unsere Liebe, unser Mitgefühl und Verständnis?“
Jetzt beginnt es mich fast zu drehen – was sage ich da?!? 🙃
Fritz ist schockiert und ich verwundert über meine Worte!
Aber innerlich werde ich von einer Wärme den Körper hoch und runter gestreichelt, wie ich es noch nie erlebt habe – wie nicht von dieser Welt!
Wie ferngesteuert gestehe ich dem nun mit weit offenen Mund fassungslos-verängstigt wirkenden Fritz, dass ich diesen Mitmenschen, den ich bisher als Monster natürlich zutiefst verachtet/gehasst habe, jetzt unbedingt treffen und liebevollst umarmen wolle. 😘
Welche Gnade diese tiefe Einsicht des wirklichen Liebens mir in diesem Moment widerfuhr, durfte ich erst ein Jahr später, nach meinem WUNDERnvollen Motorradunfall, in einem Buch wirklich verstehen – „zu-fällig“ zwei Seiten nachdem ich plötzlich an dieses, mein BewusstSEIN veränderndes, Gespräch mit dem lieben, zutiefst gläubigen Fritz zurückdenken musste.
(12 Jahre später lässt mir das Leben diesen Podcast über Hitlers psychische Störung aus wissenschaftlicher Sicht zufallen, nachdem es mich bis dahin wundernvollst praktisch zum Verstehen unserer Psyche führt)

Hier nun (wie auch in den obigen YouTube-Videos) noch eine unglaublich liebevolle Denk- und Fühlweise, die ich absolut verstehen und nachvollziehen kann, da ich (seit gedanklich ver-rückt) mehr und mehr auch so denken und l(i)eben darf – und dies, LebenSeiDank, für UNS ALLE gilt, wenn wir bereit sind das vermeintlich Schlechte/Böse zu LIEBEN (mitzufühlen und zu verstehen). 😍

„…In der ganzen Zeit wurden die Gefangenen gefoltert.
Es gibt sowjetische, japanische und chinesische Foltermethoden – und in dem Lager wurden alle drei zu einer extrem grausamen Art von Folter kombiniert.
Als er das Lager verließ, hatten nur zwanzig Menschen überlebt. 😱
Wie er berichtete, hatte er in den achtzehn Jahren seiner Haft einige wirkliche Gefahren überstanden.
Ich dachte natürlich, dass er in Lebensgefahr war.
Er sagte jedoch, er sei in Gefahr gewesen … sein Mitgefühl für die chinesischen Wärter zu verlieren. 😘
Jemand rang hörbar nach Luft, als wir diese erstaunliche Auskunft bekamen, dass die größte Gefahr für den Mann war, sein Mitgefühl, sein Herz, seine Menschlichkeit zu verlieren…“ 😍
aus „DAS BUCH DER FREUDE“ von Dalai Lama und Desmond Tutu 💜
´hab es als PDF-Buch falls Du daran interessiert bist 🥰

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Erfahrungen

Welche (Heil)Kraft tiefes Mitgefühl hat…

…wenn man total in/zuFRIEDEN und Vertrauen ist 😍

Bin gerade am Schneeschippen vor dem Haus als das ältere Ehepaar langsam auf der Straße vorbeigeht. Obwohl sie nur zwei Häuser weiter in unsrem kleinen Inseldorf wohnen, habe ich ihn schon länger nicht mehr draußen gesehen und obwohl er mir ein paar Mal geholfen hat, als ich bis vor ein paar Jahren noch an Gästen in meiner kleinen Individual-Reisefirma Geld verdiente, hinkt er jetzt, nach meinem freudigen Gruß, einfach aber schwermütig weiter, während seine Frau Solveig sich mir zuwendet.
„Wie geht es ihm“, frage ich kurz – „man sieht ihn garnicht mehr draußen, er hat doch eigentlich immer etwas zu werkeln?“
Jetzt kommt sie mir ganz nahe und lässt mich traurig wissen, dass sein offenes Bein nicht heilen wolle und man es vielleicht sogar abnehmen müsse 😰
Das berührt mich so tief, dass ich verspreche ihm ganz viel Energie zu senden.
Sie bedankt sich und geht weiter – vielleicht darf sie mein tiefes Mitgefühl spüren – das mit der Energie sagt ihr anscheinend nicht so viel.

Ein paar Monate später, im Sommer bringe ich ihr ein paar Kilo Dinkelmehl, da sie so gerne und gut bäckt und wir (damals war meine Familie noch bei mir) es immer von Deutschland haben, wo es viel günstiger ist.
Sie lädt mich zum Kaffee ein und ich frage, ihr am Tisch gegenüber sitzend, wie es Bosse denn geht?
Sie guckt verstutzt und fragt, was ich meine?
„Na sein schlimmes Bein“ erwidere ich verwundert!?
Sie überlegt kurz und meint dann eigenartig freudig, dass es auf einmal besser war und als sie wieder beim Arzt gewesen wären, hätte dieser nur total verwundert gemeint es wäre ganz gesund aber erklären könne er es nicht wie das überhaupt und dann so plötzlich sein könne da es ja kurz vor der Amputation stand – es grenze an ein Wunder.
„Weißt Du noch wann das ungefähr war“ frage ich sie jetzt.
Nach etwas überlegen meint sie, „irgendwann im März“.
„Na dann war es ja, nachdem ich begonnen hatte ihm jeden Tag Energie für sein Bein zu senden“ kommt es dankbar aus mir.
Diesen wunderbar freudvollen Glanz ihrer jetzt feuchten Augen werde ich nie vergessen! 😍
Sie kann nichts sagen und nimmt nur meine Hände in die ihren – jetzt haben wir beide Pipi in den Augen 😘
Jetzt darf ich ihr noch erklären, dass es nur die Kraft der Liebe wäre, die in uns allen darauf wartet endlich gelebt zu werden 🥰

Damals war ich selbst verwundert über die (Heil)Kraft der Liebe 😯 da es noch am Anfang meiner langen, WUNDERnvollen Ausbildung des Lebens war:
Ob 2013 bis 2015 im Bauwagen in Deutschland oder 2015 auf Tramptour während 5 Monate durch 9 Länder bis nach Kurdistan oder 2016 auf Radtour während 9 Monaten und durch 6 Länder sowie die Wüste Gobi nach China und mit Xiao weiter in den vermeintlichen Albtraum nach Sri Lanka.
Alles total ungeplant um WUNDERnvollst, totales Vertrauen ins Leben und vollends über unsere Psyche zu lernen, sowie Menschen in Not zu helfen die überall auf mich zu warten schienen.

Sie hatte es wohl voller Freude rumerzählt und man hatte ihr diesen Glauben sicher schnell wieder ausgetrieben 😢
Zufällig erfuhr ich in unserer 27 km entfernten Kreis“stadt“ Arjeplog (2000 Einwohner) von einem Freund, er hätte erfahren, dass man mich für abgefahren/verrückt hält – dort durfte ich Mauri, dem Chef des Supermarktes helfen, für dessen Leiden durch seine zunehmenden Knieprobleme während seiner langen Arbeitszeiten ich tief mitfühlte und die bis heute komplett verschwunden sind nachdem ich auch ihm Energie geschickt hatte.
Auch im Inseldorf hätte ich gerne noch einem einstmals starken/stolzen Bekannten geholfen, mit dem ich (bis heute) tief mitfühle, da er nicht mal mehr richtig gehen und sprechen kann und (für ihn vielleicht das Wichtigste) auch seine Manneskraft gänzlich verloren hat – aber als ich ihm energetische Hilfe anbot, meinte er nur: „Jetzt ist zuerst mal die geplante Operation dran – danach sehen wir weiter.“ Positiv geändert hat sich an seinem Zustand seither nichts und auch mein Angebot scheint vergessen.
Anscheinend muss (für unseren Verstand) Heilung bitter sein und oder weh tun sowie Zeit und Geld kosten um möglich zu sein 😢

Natürlich kann ich verstehen und akzeptieren, dass man mich für verrückt hält und die Geheilten nicht auch dafür gehalten werden möchten – würde mich ohne meine WUNDERnvollen Erfahrungen natürlich auch für verrückt halten – und bin es ja (Leben sei Dank) irgendwie auch, wenn man vom „normalen“ Denken ausgeht und das Wort mit Bindestrich deutet – ver-rückt – also (auch geistig) weiterbewegt 🙃
💜

„Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit, gut angepasst an eine zutiefst kranke Gesellschaft zu sein. “ Jiddu Krishnamurti

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Erfahrungen

Wenn es für mich dran ist…

…den Traumjob loszulassen, den du mir zufallen ließt, dann darfst du dich auch um meinen Lebensunterhalt kümmern…

„sagte“ ich zum Leben…, nachdem rund um meinen bisherigen Traumberuf mehr oder weniger alles zusammenzubrechen scheinte – komischerweise genau als ich nach so vielen Jahren das erste Mal Lohn für mich in meiner Individual-Reisefirma erwirtschaften hätte können, da die großen Investitionen endlich alle getätigt waren.

Begonnen hatte es damit, dass sich die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern zunehmend schwieriger gestaltete:

  • Nachdem mein langjähriger Hundeschlitten-Partner und Freund aufgehört hatte Hundeschlittentouren für Touristen anzubieten wollte mir keine vertrauenswürdige Zusammenarbeit mehr zufallen
  • Der Service und die Freude meiner „Sami“-Freunde bei ihren Touri-Aktivitäten ließ in dem Maße nach wie sich der Preis erhöhte
  • In der Interessenvereinigung (wo ich auch Mitglied war und von der ich die Gästehütten mietete) wehte ein frischer Wind, da der neue Vorsitzende glaubte die ekonomischen Probleme lägen an der Zusammenarbeit mit meiner Firma
  • Private Einheimische die ich in die Aktivitäten mit einbezogen hatte konnten gesundheits- oder altersgemäß unsere freudige Zusammenarbeit nicht mehr fortsetzen.
  • Zum Teil Mafiamethoden zwischen den durch die Testfahrer-Charterflüge immer mehr werdenden Touristenfirmen

Dazu kam, dass ich, nach damals 13 Jahren Traumjob rund um die Uhr, allmählich eine leichte Müdigkeit verspürte:

  • Sommer- und Winterreisen von Weihnachten bis Ende September inkl. Einkauf, Organisation und Durchführung
  • Vorbereitung und Durchführung von Diashows, Messen und Märkten von Oktober bis Dezember
  • Instandhaltung der Ausrüstung
  • Reklame und Buchführung

Der Stein kam ins Rollen als ich Anfang 2006 auf einer ungespurten Schneemobiltour vor meinen Gästen herfahrend mit viel Schwung eine Tiefschnee-Steigung bewältigen wollte und schlagartig von einem Felsen gestoppt wurde, der durch Schneeverwehung nicht zu erkennen war. Dabei krachte ich mit dem rechten Knie gegen den Schalthebel.

Trotz der Knieschmerzen nach dem „Crash“ kannte ich das Guiden der Tour fortsetzen, bin mir aber nicht bewusst, dass dies das Ende meines Traumjobs einläutet, den mir das Leben 1993 mit meiner Auswanderung zufallen lies.

Von da an habe ich bei den Touren mit Schmerzen im Knie zu kämpfen – das mir, Leben sei Dank, trotz meines alten Kreuzbandschadens, von 1990 beim Seitenwagen-Motocross, bisher keine Schwierigkeiten machte.

So bitte ich im Mai 2006 um eine medizinische Untersuchung, bekomme aber erst im Oktober im Krankenhaus in Piteå einen Orthopädentermin.
Leben sei Dank bekomme ich noch die Idee nachzufragen, ob es nicht sinnvoll wäre während der langen Wartezeit doch schon mal Kernspinn-/Röntgenaufnahmen zu machen…

Am linken Knie (Sin) ist deutlich zu erkennen, dass auf der Innenseite kaum noch Knorpel vorhanden ist. Auch der Draht vom Kreuzbandriss 16 Jahre zuvor ist noch zu sehen. Aus heutiger Sicht waren diese Behandlungen damals fatal, weil sie, wie in meinem Fall, zu schwerer Arthrose führen – was ich aber erst in Deutschland erfahren werde.

Der junge Orthopäde (Wanderarzt) meint nach Betrachten der Aufnahmen, dass das vordere Kreuzband ab wäre – wird sich aber dann wegen der Kniestabilität unsicher. Er schlägt vor Anfang Dezember 2006 eine Arthroskopie zu machen und dabei notwendige Maßnahmen direkt während der Arthroskopie zu ergreifen und dann je nach Zustand des Kreuzbandes entweder eine einseitige- oder beidseitige Knieschlittenprothese einzusetzen!?!

Irgendwie habe ich dabei ein komisches Gefühl – und beschließe auf jeden Fall Ende Oktober zuerst mal mit der Familie zu unseren Eltern in Deutschland zu fahren.

Dort angekommen bekomme ich plötzlich die Idee, wegen der Sache meinen coolen (Arzt-)Freund Manfred in seiner Praxis aufzusuchen. Er ist ein sehr kompetenter Unfallarzt und war mehrfach Reisegast bei mir in Lappland – und wird mich 10 Jahre später, auf meiner China-Radtour, in einem Truckstop im tibetischen Gebirge vor mich hinvegetierend durch seinen Whatsapp-Kontakt nochmals im letzten Moment vor Schlimmerem bewahren.

Screenshot aus dem Bildband `Radtour Band 2´

Nach dem Betrachten der von ihm gemachten Röntgenbilder meint Manfred, es sehe nicht rosig um meine Zukunft als Wildnisführer aus – aber er würde mir empfehlen den extrem kompetenten Kniespezialisten im Krankenhaus aufzusuchen und seinen Rat einzuholen.

Als dieser mich ein paar Tage später untersucht, möchte er mir nicht glauben was der junge Arztkollege im Krankenhaus in Piteå
mir vorschlug, da dies „Wahnsinn für einen mit 42 Jahren jungen Kniepatienten wäre!“ ( – leider kein Inkompetenz-Einzelfall dort!)
Er schlägt mir anstelle eine Knieumstellung vor, die er (als Chefarzt) „für Einen (Kassenpatienten) aus Lappland“ sogar selbst und kostenlos durchführen würde. Aber er mache sich Sorgen wegen meiner beruflichen Zukunft, da ich auf jeden Fall nicht als Wildnisführer weiterarbeiten könne. Auf meine Aussage, dass ich ja zum Glück eine (durch meinen Freund Ludwig seit kurzem sogar gültige) Berufsunfähigkeitsversicherung habe, meint er (wie auch schon Manfred und ein Professor), das könne ich mir abschminken, da der eigentliche Schaden am Knie durch die damals übliche, arthrosefördernde Behandlung des Kreuzbandrisses entstand und es daher drei Lotto-Sechser wären, wenn die Versicherung trotzdem eine monatliche Rente von 750 Euro bezahlen würde!

So liege ich bereits am 6. Dezember mit örtlicher Betäubung auf der OP-Liege und sehe auf dem Monitor zu, wie er zuerst die Arthroskopie durchführt und erfreut feststellt, dass die Außenseite des Knies, wie erhofft, noch in gutem („sogar jungfräulichem“) Zustand ist. Deshalb beginnt er, nach meiner Zustimmung, aufzuschneiden und mit der Säge ein Dreieck aus dem Unterschenkelknochen zu sägen, um diesen zu brechen. Als ich ihn frage ob er immer so schwitzen würde meint er höchstkonzentriert mit Schweißtropfen auf der Stirn: „Nein, aber jetzt verstehe ich, warum ich es selbst machen musste. Ihr Tibiakopf ist dermaßen klein, dass ich fast keinen Spielraum habe, das Dreieck groß genug herauszusägen, so dass die Umstellung später wirklich die total verschlissene Knieinnenseite entlasten kann und damit überhaupt funktioniert! Ich muss dabei so nahe am Knie absägen, dass es für Jemanden der sich nicht so gut auskennt aussieht, als wäre hier ein Pfuscher am Werke gewesen… bitte lassen sie sich in Zukunft von niemandem dahingehend etwas einreden“.
Dankeschön liebes Leben für diesen Engel 🙏

Einen Tag später auf der Station bekomme ich einen Anruf des Mitarbeiters von BHW der ein paar Tage zuvor via Email eine Incentive-Reise für 26 Personen für Anfang Februar 2007 angefragt hatte, die ich wegen meiner prekären Situation natürlich leidee absagen musste. Nun fleht er mich nicht locker lassend, fast weinend an, es doch irgendwie zu versuchen… Mit „Okay – wenn es denn unbedingt sein soll und es ihnen nichts ausmacht einen Reiseführer und Busfahrer mit Krücken zu haben…“, gebe ich schlussendlich nach. Leben weiß und lässt mir sogar eine Idee zufallen, wie die Durchführung der dreitägigen Incentive-Reise mit Hundeschlitten- und Schneemobiltour sowie Besuch der Sami mit Übernachtung in der Zeltkote durchführbar ist. 🙏

Vom Krankenhaus wieder zuhause mache ich mich kurz vor Weihnachten an den Antrag auf Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung, die ich mit Hilfe eines Mitarbeiters der Versicherungsgesellschaft im Dezember 2003 abgeschlossen hatte. Meine Hoffnung auf Leistungserbringung hält sich natürlich in Grenzen. Zum einen weil es die drei Ärzte für schlichtweg unmöglich halten, und zum anderen weil mein Freund Ludwig (Vermögensberater) Ende 2005 plötzlich/zufällig und fast gegen meinen Willen die Versicherung unbedingt auf Gültigkeit überprüfen wollte – und entsetzt feststellen musste, dass ich mit der niedrigsten Risikoklasse versichert war obwohl mein Beruf die absolut höchste Klasse benötigte!?! Nachdem wir dies der Versicherungsgesellschaft gemeldet hatten, stockte diese meine Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Beitragserhöhung vom bis dahin niedrigsten Risikofaktor auf den höchsten auf – nur ein paar Wochen vor dem Schneemobilunfall!

Nachdem die Versicherungsgesellschaft in den nächsten Wochen des neuen Jahres 2007 Informationen bei meinen Ärzten in Schweden und beim operierenden Arzt in Deutschland eingeholt hatte, werden die Berufsunfähigkeitleistungen Ende Februar 2007 anerkannt.
Leben weiß – und kann WUNDERn 🙏

PS: Vom 2.- 4.2.2007 hatte ich (mit Krücken) die BHW-Incentivegruppe als Busfahrer und Guide so gut wie möglich betreut.

ABER!!! Das Leben hat mir deutlich gezeigt, dass die Zeit meines Traumberufes jetzt entgültig vorbei ist – nachdem der Hundeschlittenmann uns versetzt und ein (unverdienter) Incensive-ler die Reisegruppe und ihren Chef durch seine Unverschämtheiten fast verrückt gemacht hatte, sowie danach ein schwedischer Reiseveranstalter mir am Telefon Mafiamäßig gedroht hatte mit: „Du Krüppel, wenn Du nicht aufpasst, solltest Du Dir um Deine Familie Sorgen machen!“

NAtur-PUr-TOur

Der mir zugefallene Traum-Beruf durfte also mit deutlichen/m WUNDERn der Herz-Berufung weichen – Leben Du bist der Hammer 🙏💜🙏