Mit dem Fahrrad zum Hausberg und mit den Schneeschuhen durch den Trollwald zum Gipfelpanorama
Das Ziel vor Augen – wenn man hinschaut Perfekter Tag für Xiaos Wunsch der Gipfeltour – wolkenlos, 12 Minus und Windstille (bis auf den Gipfel
Nach 7 km auf der Straße Richtung Arjeplog parken wir unsere Fahrzeuge im Tiefschnee. Dann Tee einwerfen sowie Schneeschuhe unter die Latschen und es geht hinauf auf der Schneemobilspur
Aufi durch den Trollwald – mit Rückblick über den Uddjaure-See
Troll oder Yeti mit Spieglein, Spieglein…
Wenn der Zauberwald verzaubert – Natur als Künstler
An der Baumgrenze
Da kommt der Naturfotograf durch
Auch der Schneebock scheint die Aussicht über den Uddjaure-See, das Grenzgebirge, unsere „Stadt“ Arjeplog und sogar bis in die letzte Wildnis Europas zu genießen
Hier oben in Gipfelnähe pfeift der Nordwind empfindlich kalt – und schnell werden auf der Haut aus den bisher angenehmen 15 Minus gefühlte 30 bis 40
Die ehemalige Brantwachthütte auf dem Gipfel mit Blick zu unserem Inseldorf zwischen Skellefte-Fluss, Uddjaure- und Storavan-See
Im Windschatten auf der Südseite genießen wir Aussicht, Verpflegung und Natur-lich uns
Gestärkt und geruht geht es an den Abstieg – wenn möglich durch den bisher unberührten Tiefschnee-Zauberwald
Runter kommt man immer – und ganz toll durch den Trollwald
Nochmal ein Blick zurück zum Gipfel
WUNDERnvoll abi geht`s
Tolle Trolle – in Farbe und Weiß
Seit 1992 bin ich hier oben – aber an der unberührten „Tykky“ Schneelandschaft kann ich mich wohl nie sattsehen
Sch(n)ee-Faszination in Form und Licht
Als ob die (weißen) Trolle auf uns gewartet haben
Unglaublich WUNDERnvoll – weiß nicht wie oft ich es rufe – in und aus mir
Die Faszination lässt mich eine Weile vergessen wie sehr der tiefe Schnee selbst bergab an die Substanz geht – zumindest für Den vorne. Unvorstellbar was ich von 1993 bis 2007 als Wildnisführer geleistet habe – nicht selten stundenlang bergauf mit einem 30 kg Pulka hinter mir
uuunglauuublich WUNDERnvoll! – danke liebes Leben
Im Sommer wollte sie auf Wandertour und wir gelangten zu einem Techno-Festival herzlicher Menschen mitten in der Wildnis Und nun führte uns ihr Wunsch zu diesem Tykky-Festival Du bist ein Riese Xiao!
so ein Tag…
…der sollte nie vergeh`n
Keine Angst, dieser Troll ist voller Freude
Leider sind wir irgendwann dann unten – auch wenn es für meine Beine reicht
Heute ist nicht alle Tage … wir kommen wieder keine Frage
Als wir zurück sind auf der Brücke zum Inseldorf geht die Sonne gerade unter und färbt zum Abschied und Dank „unseren“ Välbmabuouda-Berg…
…und in der Nacht verzaubert dann das Nordlicht nicht nur die Trolle auf dem Berg
Gestern haben sie wieder Tiefflug über unseren „Stora Sjöarna“ („Die großen Seen“) geübt – und dabei kam mir ein ver-rücktes Erlebnis in den Sinn.
Vor einigen Jahren im Sommer stehe ich gerade hinterm Haus und blicke über den See, als plötzlich ein bedrohliches Zittern über unserem Inseldorf liegt und dann auch schon blitzartig etwas auf mich zufliegt – und im selben Moment sehe ich für einen kurzen Augenblick klar und deutlich die Maske des Kampfjet-Piloten nur wenige Meter halbschräg vor und über mir.
Ich bin total gebannt, als auch schon ein irrsinniges Getöse folgt und der Düsenjäger bereits hinter den Bäumen des Nachbars verschwunden ist.
Als ich mich eine Weile später aus meiner Schock-/Faszinations-Starre löse, schaltet sich mein Verstand ein: Stop!!! Hier stimmt was nicht! War das Bild nur in meiner Phantasie? Nein, zu klar und deutlich – fast greifbar – als wäre die Zeit für einen Augenblick stehengeblieben!
Aber wie ist es möglich so etwas, bei annähernd Schallgeschwindigkeit, so klar und deutlich zu erkennen, ohne dass die Grenzen von Zeit und Raum aufgehoben sind?
…daraufhin kam mir der Pfad zum Sommer-Samilager am Mavasjaure-See in den Sinn – im Grenzgebirge und am nordwestlichsten Zipfel unserer Großgemeinde Arjeplog
Auf der Fahrt zum Grenzgebirge: Xiaos Premiere am Polarkreis in unserer Großgemeinde Auf der Silberstraße kurz vor Passhöhe und NorwegenStart zu Xiaos Wanderpremiere mit großem Rucksack – wir wundern uns über die vielen Autos und den Bus auf dem WanderparkplatzAufi muaß iDer Goldregenpfeifer verziert uns optisch und mit seinem klagenden Schreien akustisch den AufstiegVideo aus dem Internet – so hat er mich schon viele Male zum Gipfel unseres Hausbergs begleitetEin letzter Blick zurück zu Silberstraße und ParkplatzDer Erzengelwurz – Angelica archangelica„Ich erfahre auch ständig meine Grenzen am Berg – na ja was willst du auch machen mit der Jutta als Sherpa“ (Sketch von Uli Keuler ⬇)Hier der Sketch von Uli KeulerWenn Frange wüsste zu was die Nächste (viele km weiter und dann als Hängebrücke aus Stahl) uns führt 😎Berggang – kleine Schritte angesagt. Leben sei Dank überall Trinkwasser – wie in den Flüssen und Seen um unser Inseldorf 🙏Während Xiao viele Ausflüchte zum Pilzpflücken macht, bin ich natürlich auf Foto-Safari – als wenn man(n) diese wundervolle Energie in Pixel konservieren könnte.Manchmal überdeutliche Markierung des Wanderpfades – Frau Xiao geht stetig ihren Weg……gen aufreißenden Himmel 😍Freiheit die ich/ist meineSki nicht, aber wandern gutKurzzeitige Entlastung für die Schultern – die sich (noch) sträuben gegen die ungewohnte Last die an ihnen zerrtSo viel schönSogar die Verpflegung freut sich über die längere EntlastungDer Fels scheint leichter zu (er)tragenWenn ich den See seh‘ brauch ich kein Meer mehr Der Anglersmann hat’s eilig – und schockt Xiao beim Überholen„I habs wollen wissen…“Auf 900 Meter Höhe – hier oben in Lappland schon ein paarhundert Meter über der BaumgrenzeEin letzter Blick gen zurück gen Südwest in das Hochtal der SilberstraßeImmer weiter Richtung Norden und Mavas Sami-Sommerplatz(Fast) frei wie ein Vogel Obi muaß i……lang und stetig hinunter zum Jurunjaure-SeeKurze Entlastung – Alterssitz oder Steinzeit FrechdachsRunter geht’s – statt an die Kraft, in die KnieAuf dem Mavas „High“-„way“ hinunter zur BaumgrenzeDie stolze, einsame weil höchstgelegene Gebirgsbirke weist uns……hinein in den GebirgsbirkenwaldSieht aus als wären hier früher die Rentiere der Bergsamen im Rundgatter gemolken wordenNoch recht dynamisch – so wie’s aussiehtAnscheinend startet heute unten am Wasserfall des Jurun-See ein Festival!? – laut! einem entgegenkommender Wanderer, der hochoben und weit entfernt auf der anderen Bergseite letzte Nacht den Soundcheck miterleben „durfte“Am Wasserfall des Jurunjaure-See angekommen, der hier zum Seldutjåhkå-Fluss wird……wollen wir an diesem idyllischen Plätzchen Mittags- und Erfrischungsrast machen…Obwohl ich irgendwie für das Festival auf der anderen Seite der Wasserfälle fühle, haben wir uns entschieden nach der Rast weiterzuwandern, da Xiao nicht unter so vielen Menschen sein möchte.Doch plötzlich stand ein junger Mann bei uns und fragte, ob wir wegen des Festivals gekommen seien und wo wir herkommen. Als wir Mellanström sagten meinte er, hieße Calle und kenne einen Mann aus unserem Inseldorf – Lasse Pedersen – ein guter Freund seines Vaters und zu-fällig mein Reserve-Papa Da noch nicht alle angemeldeten Teilnehmer da sind, ludt er uns zum Mittagessen ein und meinte wir dürften auch gerne bleiben. Und schon gehen wir hinter ihm her in Richtung Mittagessen unterm großen Zeltdach auf der andern Seite der Hängebrücke Welch ein WUNDERvoller Platz Brücke über die Wasserfälle zum FestivalWelch WUNDERnvolle Lage und EnergieÜberblick über den wundernvollen Festival-PlatzWir werden von allen so herzlich empfangen, dass es mir die Tränen in die Augen treibt und Xiao ihre Scheu augenblicklich verliert – ein Weiterwandern ist nun für uns beide undenkbar… Die kleine Küche für die geplant 80 Personen – und alle helfen natürlich mit 💜 mittendrin statt nur dabei 🙏zu-fällig (natürlich) wird Frange (der Ex-Wildnisführer) nach dem leckeren Mittagessen aus dem „Kåsa“ (Trinknapf), am Lagerfeuer eingeteilt – zur Glutproduktion für das spätere Räucherritual bei der Eröffnungszeremonie. Heiße, rauchige Aufgabe aber dafür Stechmückenfrei! Willkommene Abkühlung im 10 Meter entfernten Gletscherwasser… …während Xiao ihrer Künstlerader freien Lauf lässt 😘Leben kann und sei Dank – auch Xiao fühlt sich hier angekommen und geliebt 🙏Und während die Einen relaxen – äh – chillen……tätigen die Anderen die letzten HandgriffeIm großen „Kreis“ der… …EröffnungszeremonieWelch WUNDERvolle EnergieReihum bekommt jeder eine Räucherweihung und ruft ein ihm wichtiges Wort aus als Wunsch für alle Mitmenschen auf Mama Erde. Xiao wünscht „present“ (imJETZTsein) und ich „tillfredsställelse“ (ZuFRIEDENheit)Björn, der Helipilot (der mich 1998 von der letzten Wildnis in Europa herausgeflogen hat), unterbricht mit der Landung hinter der Kinder-Spiel-Zeltkote die Zeremonie kurz – und wird auch tief berührt – obwohl er in den letzten Jahren schon viele Male Material für`s Festival ein- und ausgeflogen hat,durfte er sie erst jetzt zufällig miterleben 🙏💜Ein „Altar“ des Herzens wo man Gegenstände ablegen darf, für die man fühlt 😍Nach der Zeremonie und einem tiefen Gespräch mit einem noch nicht so dem Leben vertrauen könnenden Paar, errichten wir unser 1,5-Personen-Panorama-Leichtgewichtshotel an unverbaubarer Lage und vor allem durch Windrichtung, tiefere Position und Wasserfall-Getöse vor der kommenden Techno-Dröhnung die ganze Nacht durch einigermaßen geschützt 15 Uhr – die Musi beginnt Um tanzen zu können muss ich zuerst meine von der „Anreise“ in Mitleidenschaft genommenen Stoff-Mokasins, meine besten weil einzigen Schuhe, nähen Techjockey – mit Wasserfall im Rücken im Ein-Klang nicht nur mit der Natur – und nicht nur die Seele baumeln lassenNoch ist Xiao etwas schüchtern… …doch das Gletscherschnee-gekühlte „Starköl“ (richtiges Bier) scheint allmählich zu enthemmen Xiaos Schüchternheit scheint doch größer als vermutet Während die Anderen unterm Zeltdach Abendessen schöpfen, machen wir auf dem Holzkocher vor unserem Panorama-Hotel Pilzeintopf, mit den Röhrlingen die Xiao am Vormittag unter Wegs und Last gepflückt hat Habe feeeeertigWie es sich für ein richtiges Panorama-„Hotel“ gehört Abendessen auf der Panorama-Terasse Gestärkt geht es die 100 m vom Panorama-Hotel zur Panorama-„Disco“When the „night“ comes Nach viel Tanz und gemütlichem BeisammenSEIN am Lagerfeuer fühlen wir 2 uns noch vor Mitternacht bereit fürs Daunen“bett“ God (dans- och bastu-)natt ni underbara vänner Gute (Tanz- und Sauna-)Nacht ihr wunderbaren Freunde Die Techno-Bässe haben die ganze (gute) Nacht den Wasserfall untermalt und enden gerade als wir um 7 Uhr aufstehenBlick auf Frau Xiao im Panorama-„Hotel“ und weiter hinten das Tanz- und Sauna-ZeltMorgen-Panorama – für sich schon ein Festival Guten Morgen Frau Xiao Morgentoilette im Panorama-Badezimmer Während sich der harte Kern nach der Tanz- und Sauna-„Nacht“ zum Schlafengehen bereit macht……nutzt Xiao die Rest-Wärme der Panorama-Sauna 😘Frühstück-Vorbereitung in unserer Panorama-KücheDer (S)chiefkoch empfiehlt heute – wie jeden Tag: Fruchtmüsli in heißer Blaubeersuppe Noch kehrt er dem Gipfel über ihm den Rücken – aber bald gehts (noch unbewusst) los…Morgenyoga und Sonnen-Anbetung auf der Panorama-Terasse – hoff‘ mer mal, dass es nicht ums Überleben meiner Kochkünste geht Da allgemein schlafen angesagt ist, wollen wir Zwei ohne Gepäck aber Stechmücken- und Sonnengeschützt den nächstgelegenen Jurunvaratj-Berggipfel erklimmen Ohne Schultern-Belastung bleibt nur der Kampf mit den Stechmücken im Bergbirkenwald Blick zurück zum (jetzt schlafenden) Festival 😘Erfrischung – äußer- und innerlich Nein, (Frange)man (und Frau Xiao) muss den Namen nicht kennen um sich daran zu erfreuen? Nächstes Bächlein, nächste Erfrischung – fließend Wasser überall Wer hier nicht der Schöpfung Liebe fühlt, ist gefühllos Oberhalb der Baumgrenze freier Blick auf „unseren“ Gipfel – nun von der anderen Seite Mit dem (Xiao-)Blick eines Künstlers Der untere Gipfel wäre einfacher und kühlender zu erreichen Suchbild: wo ist der Frange? Blick hinunter zum Wasserfall – doch schon ein gutes Stück gekommen – von unten sah es bedeutend näher aus Kurz unterhalb des Gipfels – Norwegen im Rücken Frange dem Himmel entgegen Xiao ist (deutlich sichtbar) nicht nur ein Künstler mit dem Pinsel„…und i bin plötzlich dör höchste Punkt der Wölt…“ 😍Läppisches GipfelkreuzDie Stechmücken scheinen uns sogar bis hier oben gefolgt – wenn der Wind kurz Schnaufpause macht Blick zum Wasserfall……mit Überblick übers Festival (mit unserem Panorama-Hotel etwas unterhalb der Bildmitte)Gipfel-See – schee !!!Jurunjaure-See mit Abfluss als Wasserfall des Seldutjåhkå-Flusses Manchmal ist es leicht sich EINS mit allem zu fühlen Manchmal ist es leicht sich EINS mit allem zu fühlen 😍🙏💜Ausblick über Jurun-See und Seldutjåhkå-Fluss-Delta. In der Ferne der Ikesjaure-See und im nächsten Tal wären wir dann zum Mavas Sami-Sommerlager gekommen… Leben weiß und kann – am einfachsten Wunsch- und Ziellos 🙏Abstieg……jeder auf seine ArtDankbare Erfrischungen… jetzt auch für die MotoCross-geschundenen Knie Not-wendig 🙏Gedankenverloren in der weiten NaturWunderbarer „Eselswein“Gute Miene zum stechmückigen SpielZu erschöpft für einen Blick zurück?Nach viereinhalb Stunden zurück am FestivalBjörn Helamb von Arctic Air ladet Holz ab für Lagerfeuer und Sauna…… und landet dann um Abfälle zu laden……und bald darauf machen wieder nur die Wasserfälle von sich zu hörenTraumhaft 😍🙏💜Pilzgericht zum Zweiten – diesmal mexikanisch……aus der frankischen Traumküche 😘Die Stechmücken und müden Knochen treiben uns schon bald in die DaunenMitten in der Nacht kam der Regen runter und bei Xiao der Eintopf hoch – selbst dieser scheint vom HERZlichen Festival berührt Nachdem wir alles gepackt und aufgelastet haben herzliche Verabschiedung von unseren vielen neuen Freunden – Dankeschön dass wir teilhaben durften Heute ist nicht alle Tage… so Leben will sehen wir uns wieder, keine FrageAufi muaß i – hinauf in Richtung Auto und starke BewölkungEin letztes Mal umdrehen zum wundervollen Wasserfall und Festival Stetig bergauf geht es wieder über die Baumgrenze hinausHoff‘ mer mal dass der Himmel dicht hältWeit unten liegen der Jurun-See, die Wasserfälle und das FestivalWith a taste of the Scottish Highlands – wie bei meiner Tramptour durch Schottland 38 Jahre zuvorEs scheint sich zu lichtenOhne Blick zum Jurun-See zurück, gemächlich weiter Tritt um Tritt……gezeichnet vom Aufstieg nach schwerer NachtLetztmöglicher Rück-BlickEndlich die Hochebene erreichtDie Sonne tut sich schwer gegen die massive WolkenfrontDer Abstieg liegt vor uns„Padjelanta“ – hohes, weites Land – der westlichste der Nationalparks der „letzten Wildnis Europas“Sie ist sogar zu müde für ihre geliebten FarneWeiter immer weiter – mit letzter Kraft aus der Zuversicht auf ein leckeres Eis Ja, bald müsste man das Tal der Silberstraße sehenDu schaffst es, wunderbare Frau Xiao!Am See in der Ferne wartet unser AutoJetzt ist der Parkplatz mit dem Bus unserer Festival-Freunde schon zu sehenUnd auf einmal zieht sie davon…Ein letzter Blick zurückGeschafft!Well done, Frau Xiao Vom Grenz-Pass am westlichsten Zipfel unserer riesigen Großgemeinde Arjeplog bequem hinunter Richtung selbiger Stadt in der gut 2000 Einwohner wohnen – die restlichen 700 verteilen sich auf den gut 14500 Quadrat-km mit fast 9000 Seen und 3 großen FlüssenUnd noch vor der Rückkehr ins Inseldorf siegt die Sonne über die mächtigen Wolken und die Freude über das Erlebte 💜😘🙏
Kann uns, außer unserem eigenen L(i)eben leben/erkunden/erfahren/verstehen, überhaupt ein Guru (spiritueller Lehrer) jemals dauerhaft zu ZuFRIEDENheit verhelfen? und Wieviel Selbstbetrug ist nötig, bis wir unser aufgesetztes, spirituelles Selbstbild erkennen, um nicht immer noch mehr Esoterik konsumieren zu müssen? oder Hindert uns nicht gerade derjenige, den wir (oder der/die sich) zu unserem Guru machen/t daran, genug eigenes „Leid“ zu erfahren, um tief genug zu kommen… dorthin wo unsere härteste (Denk)Schale aufbricht – die von Angst, Misstrauen und Mangel?
„Annehmen was kommt und loslassen was gehen möchte“ oder „Vertrauen ins Leben“ … klingt alles so toll – aber können wir das wirklich l(i)eben, wenn es um unsere großen Ängste wie Lebensunterhalt (Geld) oder Verlust (Tod) geht?
Warum rufen so viele „Gurus“ zum Gebet auf, wenn einer unserer Lieben im Sterben liegt? oder warum können sie nicht Aufhören (sogar an unserer Not) Geld zu verdienen und uns damit ihr vermeintliches Vertrauen ins Leben… (und damit auch ins Sterben) vorleben?
„Wenn du Buddha triffst töte ihn“
„Die schönsten Menschen, die ich kennen gelernt habe, sind die, die Niederlagen einstecken mussten, die Leid, Schicksalsschläge und Verlust erfahren haben, und die es dennoch schafften, immer wieder ihren Weg aus der Tiefe heraus zu finden. Ihre Erfahrungen gaben ihnen eine Wertschätzung, eine Empfindsamkeit und ein Verständnis vom Leben, die sie in Mitgefühl, Sanftheit und in tiefer Liebe auf andere Menschen zugehen lassen. Ein schöner Mensch wird nicht geboren. Ein Mensch wird schön durch die Kraft, sich über seine Tiefschläge zu erheben und daran zu reifen.“ (Elisabeth Kübler-Ross – Sterbeforscherin und -begleiterin)
Nur mal so – damit aus Spiritualität nicht (auch) destruktive Unterhaltung (untenHaltung) wird 😉
Nachdem mir das Leben Mitte Oktober 2024 in der Hütte zuerst diesen Beitrag und dann eine Woche später dort die „faszienierende“ Melanie Unara Salomon 💜 zufallen lies (die unter anderem verlauten lässt, dass sie Geld liebt, die Stimme Gottes auf Erden ist und unbezahlbare Liebe verkauft), ..musste ich den Beitrag nun natürlich mit ihrer REICH-lich(t?) GOLD/GOTTigen Geschäftsidee an 2 Textstellen erweitern – meine Hoffnung, dass mein Gefühl unbegründet ist, hat sich nicht bestätigt, denn ich musste leider mit Melanies Hohem Priester & Star-Mentor sowie in ihrer FB-Gruppe erfahren, dass das Leben mit dem Zufall Melanies und ihrer Mach(t)enschaften der Zeitqualität entspricht, wo mehr und mehr ans Licht kommen darf um erkannt und losgelassen werden zu können 🙏
SPIRITUELLE BERIESELUNG ODER UNTER(/N)HALTUNG oder wenn unser Wunsch/K(r)ampf nach Reichtum/Erfolg/Anerkennung… plötzlich auf Erleuchtung umschwenkt
noch eine („die“) Stimme Gottes auf Erden noch ein TOLLEs Buch noch eine Meditationstechnik noch ein Ashram noch ein Kurs in Wundern noch eine Klangschalen-Therapie noch ein (Online-)Seminar noch eine spirituelle Gruppenmitgliedschaft noch ein Channeling noch ein Wunderkind als/oder Guru noch eine Esoterik-Messe … und dazwischen zum Kartenlegen zum Medium zum Coach und daheim dann ganz viel Wunder-Mittelchen und -Hilfszeug ganz viel transformierende Musik bis in die und (wegen unruhigem Schlaf) sogar mitten in der Nacht 😢 …
Der jährliche Esoterik-Umsatz allein in Deutschland wird auf 25 Milliarden Euro geschätzt – Tendenz rasend steigend!
Wann können wir endlich reich-lich(t) glitzern wie Melanie Unara reden wie Betz lieb sein wie Tolle schreiben wie Walsch helfen wie Dahlke hellsehen wie von Bingen heilen wie Gröning medial sein wie Voggenhuber fühlen wie von Dreien denken wie Krishnamurti mutig sein wie Ghandi loslassen wie Buddha lieben wie Jesus oder gar aufsteigen wie die Meister…?
Oder wenn wir dann mal (endlich) ehrlich hinschauen wollen oder gar – wenn UNzuFRIEDENheit/verZWEIFELung/MissTRAUEN/Krankheit (wieder) kommen – müssen! Wie und wann stellen sich bei uns (endlich und wirklich) ZuFRIEDENheit, VerTRAUEN und HEIL-(Ganz-)Sein ein? Wie und wann können oder dürfen wir endlich ANGST, MANGEL und VERURTEILUNG loslassen – und so l(i)eben, wie wir es uns SEHNlichst/HERZlichst wünschen?
Wenn sich bei so innigem Wunsch nach Veränderung trotz des (oft imensen) Geld-, Zeit, und Emotions-Einsatzes keine wirkliche Veränderung in unserem Denken und Fühlen einstellt – (oft nicht einmal) erkennbar durch unsere ungewünschten, leidvollen Momente die wir Gnadenvollerweise erleben dürfen (wie z.B. Krankheit, Verlust, Bedrohung, Hass. Gewalt…) wo alles theoretisch „gelernte“ und anscheinend verinnerlichte plötzlich total weg ist – und genau hier dürfte etwas in und an uns erleuchtet (angeschaut/erkannt/verstanden) werden und damit heilen 😍
Warum halten wir (wieder) mit Eselssturheit (sorry meine lieben Langohr-Freunde) auch an diesem unserem neuen Weg (gedank- und willentlich) so k(r)ampfhaft fest?
Ist unsere „Spiritualität“ vielleicht nur ein neuer Anstrich, eine neue Unter(/n)haltung oder eine neue L(i)ebens- und Sterbens-Versicherung – für unseren Mangel, unsere Angst und (eingetrichterte und eingebildete) Kleinheit – ein lieblicher Anstrich über unser marodes Selbstwert- und L(i)ebens-Gebäude?
Immer wieder erfahre ich von (zu sich selbst) ehrlichen Menschen in der „Esoterikschleife“, dass sie komischerweise bevor sie zur Esoterik gestoßen sind, eigentlich freier und unbekümmerter gelebt haben! Das ist überhaupt nicht komisch, sondern ganz logisch (wenn man unsere Psyche verstehen darf) und deshalb genau wie bei so vielen Lottogewinnern. 😢
…doch selbst wenn wir könnten, würden wir nicht wieder dort weitermachen wollen, wo wir so unbegreiflich plötzlich und FURCHTbar aufhören (loslassen) mussten 😵 Weil wir verstehen durften, welche GNADE dieses unfreiwillige aber dringendst NOTwendige und bisher undenkbare INNEHALTENmüssen eigentlich ist 😘 Jäh wurden wir auf der ganzen Welt (und vielleicht im allerletzten Moment) herausgerissen aus dem exponentiell wachsenden WAHNsinn mit immer schneller, höher, weiter, mehr… was uns zunehmend unsere Gesundheit, MitMENSCHlichkeit und unser MitGEFÜHL (für uns selbst und alle/s) kostete und fast dazu führte, dass unsere uns liebende MAMA-Erde kollabierte 😭 Es war sicher alles andere als eine leichte GEBURT 🤒 doch die VorFREUDE (während unserer HEILung in das neue BewusstSEIN) auf die CHANCE endlich in innerer und äußerer ZuFRIEDENheit und vor allem LIEBEvoll (Eins)SEIN zu können, war natürlich größer 😍
Wie durch meine, seit der China-Radtour 2016 versteckte (weil unbewusst nicht ausgeheilte), lebensbedrohliche Krankheit nach zweieinhalb Jahren ganz plötzlich der Tod (laut Ärzten) wieder sehr nahe war.
Genau an unserem 2. Hochzeitstag hat mich der Thrombose- und Lungenembolie-Albtraum meiner China-Radtour 2016 bewusst wieder eingeholt. Nach 4 Tagen Schmerzen an thrombosemäsig verwirrenden Stellen, kam mit der kurzen, schweren Atemnot am Sonntag Nachmittag mein deutliches Zeichen für einen Arztbesuch. Unser Freund Terje bringt mich und Xiao ins Gesundheitszentrum in Arjeplog, wo die Krankenschwester leichtes Fieber und, laut ihren labidaren Worten, einen „leicht hohen“ CRP-Wert (Infektionswert im Blut) feststellt. Auf meine Frage wie hoch mein leicht hoher Wert ist, meint sie 108 – und auf meine Frage wieviel normal sei, meint sie unter 5!? Obwohl ich ihr schon bei meiner Ankunft, sowie auch später dem dazukommenden Arzt, deutlich klargemacht habe, dass, wie schon in China, mein äußerlicher Zustand sicher nicht den gefährlichen inneren Zustand widerspiegelt, ist man sich denke ich, meiner lebensbedrohlichen Lage wahrscheinlich nicht wirklich bewusst. Zum Glück brauche ich keine Angst zu haben, da Leben und Tod beide meine Freunde sind. Mit dem Krankentaxi geht es beim sonntäglichen Wintereinbruch zum 220 km entfernten Krankenhaus nach Piteå, am Bottnischen Meer.Um 21 Uhr in der Akut-Annahme im Krankenhaus in Piteå angekommen, kann/will man auch hier nicht so richtig glauben, dass man lebensgefährlich krank und gleichzeitig in so guter Verfassung sein kann. Da die hohen Blutinfektionswerte sich auch hier bestätigen, ja sogar in den letzten Stunden noch auf 111 angestiegen sind und wegen meiner Beschreibung der Thrombose mit anschließender Lungenembolie 2016 in China, bekomme ich kurz vor Mitternacht vom herzlichen, jungen Nacht-Arzt eine Spritze zur Blutverdünnung – er meint, dass es für eine Lungen-CT jetzt schon zu spät sei aber ich könne ja morgen früh wiederkommen. Nachdem ich meinen langen Anfahrtsweg klargemacht habe, bekomme ich ein Bett in der Akut-Station, mit der 99%igen Aussicht des Arztes auf Heimkommen nach der CT am nächsten Tag?! 13.5.2019 Nach einer guten Nacht, da ich die Schmerzen im Bein gedanklich unstörend machen durfte, ergibt die CT am Morgen endlich ein klares Bild, das meinem tiefen Gefühl entspricht – Lebensgefahr durch eine schwere Lungenembolie! An ein Heimdürfen ist jetzt natürlich nicht mehr zu denken – was ich mir bisher, durch mein Körpergefühl, auch nicht richtig vorstellen konnte. Es folgte ein ausführlicher Farbdoppler-Ultraschall des rechten Beines, wo einige Verstopfungen der Blutbahnen durch evtl. auch ältere Blutgerinsel festgestellt werden. Man geht davon aus, dass die Thrombose und Lungenembolie von 2016, während meiner China-Radtour, nicht richtig ausbehandelt wurden. Damit hätte ich nie gerechnet – dass die Krankheit noch in meinem Körper lauert. Zum einen gab es ja für mich nach meiner damaligen Blitzgesundung keinerlei Anzeichen mehr (bis am Mittwoch – die ich aber bis Sonntag leider nicht als Thrombose deuten konnte) und zum anderen war ich ja auch genug mit/in unserem Albtraum beschäftig um mich nach der Rückkehr nach Schweden nochmals mit der augenscheinlich geheilten Krankheit zu beschäftigenIch komme ins 3-Bett-Zimmer der Herz-Lungen-Station. Zum 83-jährigen, schwerhörigen Eigenbrödler Kurt und zum jämmrigen, 72-Jährigen Anders der außer seines ständigen Nörkelns und Fluchens, wegen seines breiten Piteå-Dialektes fast nicht zu verstehen ist Die blutverdünnende Spritze von Mitternacht soll eigentlich 24 Stunden halten, aber um die Mittagszeit scheint die Wirkung bereits weg, denn ich bekomme jetzt stärkere Schmerzen im rechten Bein und fühle mich wieder kränker – aber die folgenden Tabletten zur Blutverdünnung soll ich geplant erst um 20 Uhr bekommen. Das würde ich natürlich gerne mit einem Arzt besprechen. In den nächsten 5 Stunden bitte ich deshalb 2 Mal Krankenschwestern, mit einer ausführlichen Erklärung, um ein dringendes Gespräch mit einem Arzt – leider ohne Erfolg, außer der wiederholten Frage, ob ich Schmerzmittel haben wolle, was ich grundsätlich mit der Erklärung ablehne, dass ich das Vorgehen in meinem Körper immer ungefälscht und deutlich spüren kann. Mein lebensbedrohlicher Zustand und mein Gefühl für meinen Körper, scheint wegen meiner guten Werte und wegen meiner Freude auch hier unterschätzt zu werden. Als ich um 20 Uhr die Tabletten zur Blutverdünnung bekomme, verschlechtert sich mein gefühlter Zustand nochmals und dann kommt auch noch Fieber-Gefühl mit schwitzen und frieren dazu. Da unverständlicherweise seit Mittag auf mein Bitten kein ein Arzt kam und sogar die routinemäßigen Kontrollen meiner Werte ausgeblieben sind, gehe ich um 21.30 Uhr zum Aufenthaltsraum der Nachtschwestern und fordere aufgebracht und an ihre Verantwortung appelierend sofort einen Arzt. Man blickt mich nur wie einen Idioten an. Nachdem bis 23 Uhr weder eine Krankenschwester noch ein Arzt an meinem Bett aufgetaucht ist, gebe ich meine Einstellung und Gedanken auf und mache dafür gedanklich die Schmerzen und das Unwohlsein für den wichtigen Schlaf unstörend, was anscheinend zum baldigen Schlaf geführt hat denn um 01.30 Uhr werde ich wach, weil Anders, mein Bettnachbar wieder mal die Nachtschwester alarmiert hat – als er sich beruhigt sieht die Schwester, dass ich wach bin, verlässt aber trotzdem unser Zimmer um eine halbe Stunde später wieder zu kommen und mich zu fragen ob ich nicht schlafen kann. Jetzt platzt mir der Kragen und ich fordere laut sofort einen Arzt. Sie wird zornig und ruft beim Weggehen, dass sie auf meine Verantwortung nun einen Arzt aus dem Schlaf reiße. Ein paar Minuten später ist sie mit dem Messwerte-Wagen wieder da und beginnt meine Werte zu checken. Ja, sage ich, zuerst müsst ihr mal euren Job richtig machen und dann könnt ihr immernoch einem Patienten in lebensbedrohlicher Krankheit Angst machen. Sie meint ich hätte keine Ahnung wie viel sie zu tun hätten – jetzt verstehe ich, dass sie hier keinerlei Verständnis und Mitgefühl für mich haben, da meine Werte so gut sind, und ich keine Schmerzmittel brauche – dabei klingele ich bewusst nie nach einer Schwester, weil ich weiß und schätze wie viel sie zu tun haben. Da sie jetzt für die heutigen Versäumnisse ihrer Abteilung mich verantwortlich macht, schone ich sie nicht mehr und knalle ihr alle Fakten und Versäumnisse um die Ohren, die hier an mir trotz meiner Hinweise und netten Zusammenarbeit bereits begangen wurden. Jetzt bietet sie mir an mit dem Nachtarzt zu reden. Kurz darauf treffe ich im Patienten-Aufenthaltsraum den herzlichen Nachtarzt der mir letzte Nacht zu 99% das Heimgehen versprochen hatte und dieser erklärt mir mitfühlend, dass die Krankenschwester weinend zu ihm kam und alle hier heute überfordert waren und ich mache ihm klar, dass durch dieses arrogante und ignorante Macho-Gehabe, anstelle von Gefühl für und Wissen über ihre Patienten, der Zeit- und Selbstbewusstsein-Mangel und damit die Probleme seiner Schwestern sicher nicht kleiner werden. Er stimmt mir zu und und ich sage ihm, dass ich mich bei der Nachtschwester entschuldige, damit sie nicht, wie ein kleines Kind, weiter gleichzeitig zornig, gekränkt und beschämt sein müsse und er aus dem Schneider sei. Er erklärt mir, dass ich mir trotz meines größeren Unwohlseins keine Sorgen zu machen brauche und morgen mit dem Stationsarzt alles besprechen könne – zwingernd sage ich ihm, wie schon in der Vornacht, noch einmal, dass ich mit meinem Tod sicher besser umgehen könne als sie. Wir verabschieden uns wie in der vorigen Nacht umarmend und als ich später noch die Schwester herzlich errreichen darf, kann ich noch 2 Stunden schlafen bis der gute Anders nebenan wieder quängeltNachdem ich am Morgen (Dienstag, 14.5.) frage, ob es ok ist mit den Blutverdünnungstabletten zu warten bis nach dem Gespräch mit einem Arzt, stellt sich zur Mittagszeit eine Ärztin bei mir vor, mit der ich lange rede und bei der ich Mitgefühl Verständnis und Kompetenz spüre. Sie scheint mich und meine Krankheit wirklich zu verstehen und meint es wäre ein Wunder, dass ich diese schwere Lungenembolie überlebt hätte – ob sie wirklich versteht was meine unglaublich guten Werte mit meiner inneren Eistellung und meinen Gedanken so wie meinem Vertrauen in Leben und Tod zu tun haben, weiß ich nicht, aber wir haben einen herzlichen Respekt füreinander – und das ist eine gute Basis. Sie veranlasst sofort ein Herz-Ultaschall um zu sehen, wie stark das Herz durch die schwere Embolie geschädigt wurde – aber auch hier ist, zur allgemeinen Verwunderung, alles bestens. Sie meint wir würden jetzt nochmals 2 Wochen auf Spritzen umstellen und sie würde noch eine Krebsuntersuchung des Magens vorschlagen, um dies als mögliche Ursache der Thrombose auszuschließen. Leider wäre aber erst in 2 Tagen, am Donnerstagabend, ein Termin zur Herz-CT frei – aber ich bleibe gerne noch hier, um mich unter Kontrolle austesten zu können, da sie meint, dass ich ruhig bis zur Schmerzgrenze auf den Beinen sein dürfe. So gehe ich immer wieder eine zeitlang unter Beinschmerzen auf den Gängen umher und erhole mich dann wieder im Bett oder sogar in der kräftigen Frühlingssonne auf dem Stations-Balkon, der extra für mich geöffnet wird.Da auch bei der Magen-CT am Donnerstag um 19 Uhr alles ok ist, darf ich mich am Freitag (17.5.), nach einem letzten deftigen Frühstück und Mittagessen sowie einem offenen Abschlußgespräch mit der Ärztin und einer herzlichen Verabschiedung von meinem Bettnachbarn und Freund Anders, auf den Heimweg machen. Die Stationsschwestern haben meine Heimreise organisiert, bei der es mit dem Bus die 130 km bis Arvidsjaur gehen soll wo dann bereits ein Taxi bis Mellanström auf mich warten würde. Als ich die verschriebenen Blutverdünnungsspritzen in der Krankenhausapotheke geholt habe (leider haben sie nur 12 der 24 da und diese kosten mich 65 Euro – und reichen nur für 6 Tage!?) sehe ich, dass der wartende Bus sogar bis Arjeplog fährt und verstehe deshalb nicht warum das Taxi nicht in Arjeplog wartet. Aber da ich keine Kontaktdaten, weder von meiner Krankenstation noch vom Taxi habe, lasse ich gedanklich einfach los, muss aber nochmals ins Krankenhaus spurten, da ich nicht auf der Busliste stehe – wieder ein Versäumnis. Um 14.10 Uhr startet die Heimreise planmäsig und aus dem Bus sehe ich sogar noch einmal zu meinem Zimmer und Stationsbalkon.Vorbei gehts am Bottnischen Meer – genau da wo ich 2017 auf der Rollertour gebadet habe. Am Busbahnhof steigt dann sogar noch die ehemalige Mellanströmerin Eva mit ihrem Lebensgefährten zu, bevor es ein Stück am Piteälven-Fluss entlang Richtung Arvidsjaur geht. Um 16 Uhr in Arvidsjaur am Busbahnhof ausgestiegen ist mein Taxi nicht da!? Nach einer halben Stunde warten mache ich mich mit meinem Gepäck trampend zu Fuß in Richtung Stadtende und nach eineinhalb Kilometern werde ich gut 50 km bis Slagnäs mitgenommen. Nachdem ich da auch wieder mit zusammengebíssenen Zähnen 1 km bis zum Ortsende gehe, werde ich 10 Minuten später bis 1 km vor Mellanström mitgenommen. Erschöpft (nach fast 4 km mit Gepäck heute – zum Glück habe ich im Krankenhaus schon bis zur Schmerzgrenze umhergehen dürfen) komme ich um 18 Uhr zuhause an, wo die tapfere Xiao bereits seit einer Stunde wartet. Nachdem ich den Brief der entgültigen Ablehnung von Xiaos Asylgesuch gelesen habe der heute gekommen ist, können wir sogar im Wintergarten zu abend essen. Das Problem mit Xiaos anscheinend unmittelbar bevorstehender Abschiebung, zurück in den Albtraum, muss bis Montag warten – auch wenn die schwedische Gerichtbarkeit natürlich nicht vertrauenswürdiger arbeitet als z.B. das Gesundheitssystem, die Asylbehörde oder …, weil natürlich auch da, trots der eklatanten Fehler, aus Angst eine ungeheuerliche Arroganz/Dummdreistigkeit herrscht, um die schwedische Unfähigkeit Fehler zu begehen (und damit daraus zu lernen) zu kaschieren – denn bei einem sind die lieben Schweden absolut zuverlässig und schamlos – beim Kaffeepause und Feierabend machen 😉 Leben sei Dank darf ich Vertrauen, sonst wäre mein Magen sicher schon lange nicht mehr in Ordnung.Traumwetter als Willkommensgruß. Während Xiao am Samstag (18.5.) mit Linda auf einem Yoga-Malkurs in Arvidsjaur ist, genieße ich die 22 Grad auf der Terrasse und lasse mir alles noch mal durch den Kopf gehen: so einfach wie in China ist der Sinn der Krankheit (noch) nicht zu erkennen – damals wurde ich schlagartig „gesund“ nachdem die Visumverlängerung genehmigt war um Xiao wieder treffen zu können – der Rest ist bekannt. Vorteil der jetzt wieder ausgebrochenen Krankheit: zum Einen kann sie sich nicht länger verstecken und hat damit nicht nur ihre große Gefahr verloren sondern gibt mir endlich die Chance sie bei der Heilung zu unterstützen und zum Anderen wurde mein ganzer Körper mal ordentlich durchgecheckt wobei sich rausstellte dass: – das Herz sehr stark ist und erstaunlicherweise nicht einmal durch die schwere Lungenembolie angegriffen wurde! – die Lunge sehr stark ist und trotz der schweren Embolie noch eine Sauerstoffsättigung zwischen 93% und bei der Entlassung sogar schon wieder 99% hatte. Auch durfte ich wieder viel über (meinen) Körper und Geist dazulernen und sogar zum ersten Mal ganz bewusst Schmerz gedanklich umwandeln, damit er mich für den wichtigen Schlaf nicht zu stören brauchte (was 9 Jahre zuvor nach meinem wundernvollen Motorradunfall unbewusst/intuitiv geschah) Nachteil: – muss jetzt, nach dem zweiten Mal, eigentlich lebenslang blutverdünnende Medizin zu mir nehmen – auf die unerlässlichen 6 Monate gehe ich auf jeden Fall ein – aber dann darf es für mich, der sonst nie Medizin braucht, auch genug sein – falls ich nicht vom Leben klare Zeichen zum Weitermachen bekomme. – muss laut der Ärztin evtl. noch ein paar Wochen die Schmerzen der Blutpfropfen im rechten Bein und der linken Seite unterhalb des Brustkorbes aushalten – da ich bekanntlichermaßen grundsätzlich keine schmerzstillende Medizin nehme, um die Vorgänge im Körper immer zu spüren – aber auch hier scheint alles sehr schnell zu gehen denn schon heute, nach einer Woche, treten fast keine Schmerzen mehr auf. Epilog 😉 Die Ärztin meinte es wäre ein Wunder, dass ich diese schwere Embolie überlebt habe – das freut mich für sie, da sie damit (zumindest unbewusst) an Wunder glauben können – ich darf Wunder(n) leben und im Gegensatz zu Ihnen liebe/schätze ich das Leben nicht mehr als den Tod 😊Sogar am Sonntag gibt es nochmals 22 Grad – perfekt zum Eisbrecher-Finale sowie zur Kanu- und Badepremiere Wir haben sehr viel Spaß beim crashen des letzten Eises und die Super-Energie des noch recht kühlen Wassers hat meinen Körper nach der schweren Thrombose und Lungenembolie wieder komplett aufgeladen – ganz zu Xiaos Freude über den kümmerlichen kleinen Frange 😜
Im Herbst 2019 lässt mir das Leben statt der lebenslang täglichen, teuren und chemischen Blutverdünner-Spritzen Nattokinase-Kapseln zufallen – mit denen ich sehr zufrieden bin, weil ich seither selbst nach langem Sitzen keine dicken Waden mehr bekomme und sogar deren langjährige Krampfadern zurück gingen. Und nun, nach fünf Jahren viel mir dieser Beitrag zu:
Mit dem Kanu zu einer kleinen Insel zum Mitternachtssonnen-Geburtstag
Kanu aus der Winterverwahrung und Klamotten, Verpflegung, Schlafsäcke und Rentierfelle eingeladen – da es schon seit einer Woche gänzlich eis- und schneefrei ist und eine recht windstille Nacht werden soll – aber nicht so warm, dass die Stechmücken schon ihrer Bestimmung nachgehen können
Auf die Plätze fertig los!
Insel in Sicht – Wind geht gegen Null – Perfekt!
Wir gleiten auf unser Nachtlager zu – die kleine Högholmen („Hochinsel), auf der ich zuletzt vor vielen Jahren mit meinem MotoCross-Freund Rainer und unserem gemeinsamen Freund Günter war, die mich mit den Motorrädern besuchten.
Läppischer Wurzelsepp
Hier kocht man(n) besonders gern, da die Küche keinen Abzug benötigt und vor allem selbstreinigend ist
Nach Nudelauflauf mit Fischstäbchen, und Grillwurst mit Kartoffelsalat…
…macht sich die Naschkatze (schon mal) über den Geburtstagskuchen her
LappeSchlappe-Badepremiäre – eine Woche nachdem das Eis verschwunden ist. Kaltes, natürliches Wasser hat eine enorme Energie – dass man(n) sich wie neu geboren fühlt haben mir viele bestätigt, die ihren inneren (Kaltwasser-Bade-)Schweinehund überwunden haben
Wie kühl das Wasser (noch) ist kann man/Frau Xiao belustigt sehen – äh – nicht sehen!
Wenn einfach alles passt – liebes „Leben…“, a ganz herzlichs dange vom Frange…
…und von („meiner“) Frau Xiao ((seid 12 Tagen)
Wenn sich nicht nur 2 Sonnen und 2 Tage ganz nah sind
Flammende Herzen kurz vor Mitternacht und LappeSchlappe-Geburtstag
Burning Xiao
Zeit fürs 5-(Milliarden)Sterne-Bett – die man natürlich während der nächsten 10 Wochen (hier oben am Polarkreis) nicht sehen kann
Xiao`s Premiere – Über“nacht“ung auf Rentierfellen am Lagerfeuer
360° Rundpanorama-Geburtstags“nacht“ In Richtung Osten auf unser Inseldorf und den Hausberg, wo die Sonne bald wieder vorkommt…
…und im Westen wacht der Halbmond über unsere Rückreise-Garantie
Gute „Nacht“ Frau Xiao
Wenn der Geburtstagswunsch so WUNDERnvoll erfüllt wird – „Leben..“ und Xiao ihr seid der Hammer!
Nord-Panorama aus dem (natürlich) Doppelschlafsack Aber wer möchte da schon schlafen – auch wenn, oder gerade weil es schon nach Mitternacht und damit Geburtstag ist
Verspäteter Sonnenaufgang wegen Bewölkung – und doch noch mitten in der „Nacht“
Bestandsaufnahme während die Sonne die Nachtfeuchte trocknet
Ein letzter Blick zu unserem Hoch(nacht)lager bevor…
…uns der aufkommende Westwind tatkräftig beim Rückpaddeln zum Inseldorf unterstützt
Nachmittags dann Geburtstagskuchen auf der Veranda