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đź’ś Poesie

Rumi-Weisheit als berĂĽhrende Musik
in akustisch-visueller Harmonie

Zuerst einzelne MusikVIdeos mit 🇩🇪 Transkript Und danach Sammlungen der Musikgedichte

Um Gott zu finden, musst du verrĂĽckt werden
(To Find God, You Have To Go Mad)

Lass all deine List hinter dir, oh Liebender, werde verrĂĽckt, werde verrĂĽckt!
Tritt ein in das Herz des Feuers, wie eine Motte, sei froh!
Werde dir selbst zum Fremden, verlass dein Haus in Ruinen und Staub,
dann komm und weile unter den Liebenden in göttlichem, ekstatischem Vertrauen!
Geh und wasche dein Herz siebenmal rein von jeder Bosheit und jedem Hass,
dann werde zum heiligen Kelch für den Wein der Liebe, früh und spät!
Du musst zu reinem Geist werden, um des Angesichts des Geliebten wĂĽrdig zu sein,
wenn du unter den Trunkenbolden wandelst, so schreite mit wilder, berauschter Anmut!
Wenn deine Seele bei unserer sĂĽĂźen, alten Geschichte hoch in die LĂĽfte aufsteigt,
dann löse dich auf, werde zu einer Legende, lass all deine Illusionen vergehen!
Du bist die dunkle Nacht des Grabes – erhebe dich, werde zur Nacht der göttlichen Macht!
Wie das Schicksal selbst, ĂĽberwinde jeden Gedanken, lass pure Weisheit erstrahlen!
Geh und wasche dein Herz siebenmal rein von jeder Bosheit und jedem Hass,
dann werde zum heiligen Kelch für den Wein der Liebe, früh und spät!
Du musst zu reinem Geist werden, um des Angesichts des Geliebten wĂĽrdig zu sein,
wenn du unter den Trunkenbolden wandelst, mit wilder, berauschter Anmut!
Lass all deinen Reichtum zurĂĽck, ergib dein innerstes Selbst der Flamme der Liebe!
Einst warst du Erde, einst ein Tier, dann eine Seele ohne Namen.
Nun werde zum ultimativen Geliebten! Lass alle Worte auf dem Boden zurĂĽck,
verlasse die Zunge der Rede und sprich nicht mehr, sprich nicht mehr!
Werde verrückt, werde verrückt…
Geh ins Feuer…
Sprich nicht mehr…
Rumi: Das Gedicht, das dich daran erinnert, dass Gott jeden deiner Gedanken kennt – „Wie nah du bist“
(Rumi: The Poem That Reminds You God Knows Every Thought You Think | Sufi Poetry & Music)

Wie nah Deine Seele an meiner Seele ist,
noch ehe ich spreche, weiĂźt Du das Ganze.
In jedem Gedanken, den ich leise bewahre,
wandelst Du an meiner Seite, während ich schlafe.
Wahre Liebende brauchen keine Worte, um zu teilen
die stillen Geheimnisse ihrer FĂĽrsorge,
wenn ich nicht wĂĽsste, was sich in dir regt,
könnte ich kein treuer Liebender sein.
Wie Wasser, das rein und still flieĂźt,
Hand und Herz und Willen widerspiegelt,
ein heiliges Band, das nicht brechen kann,
erwacht um des anderen willen.
Wie nah Du bist, wie nah Du bleibst!
Du hörst die Worte, die ich nicht sagen kann!
Ein kristallener Spiegel der Gnade,
wo mĂĽde Geister ihren Platz finden.
Wende dich nicht ab, du bist nicht allein,
dein Herz hat sein rechtmäßiges Zuhause gefunden!
Wie nah Du bist, wie nah bei mir,
in der Liebe, die den Geist befreit!
Die lärmenden Spiegel der Straße
werden trĂĽb durch den Staub und die Hitze,
sie zeigen nur, wo das Glück hinfällt,
und übersehen die ganze Schönheit von allem.
Der Spiegel des erwachenden Herzens
wird niemals verblassen oder auseinanderfallen,
selbst wenn all der Staub der Erde aufsteigen mag,
bewahrt er den klaren und stillen Himmel.
Wie nah Du bist, wie nah Du bleibst!
Du hörst die Worte, die ich nicht sagen kann!
Ein kristallener Spiegel der Gnade,
wo mĂĽde Geister ihren Platz finden.
Wende dich nicht ab, du bist nicht allein,
dein Herz hat sein rechtmäßiges Zuhause gefunden!
Wie nah Du bist, wie nah bei mir,
in der Liebe, die den Geist befreit!
Sei jetzt still, lass das Sprechen aufhören,
und ruhe in diesem heiligen Frieden.
Tausend noch unerzählte Geschichten
entfalten sich in einem einzigen, stillen Blick der Liebe!
Bevor ich spreche, kennst Du mein Herz…
Wir wurden niemals auseinandergerissen…
Wie nah Du bist…
Wie nah…
Endlich in Sicherheit…
Rumi: Das Lied, das all deine Ängste wegnimmt – „Für immer hier“
(Rumi: The Song That Washes All Your Fears Away | Sufi Poetry & Music)

Komm zu mir!
Komm jetzt zu mir, denn die Liebe hat mich wild und frei gemacht,
wenn ich einst eine ĂĽberfĂĽllte Stadt war, bin ich zu einer stillen Ruine geworden!
Ich lieĂź die schweren Ketten dessen hinter mir, wer ich einmal war,
um an der Seite des Schmerzes der Liebe in sĂĽĂźer Gelassenheit zu wandeln!
Ich pflegte die Geschichten der Liebenden Tag und Nacht zu lesen,
suchte nach ihren Schatten im schwindenden Licht!
Nun, in dieser grenzenlosen Liebe, die all meine Ängste weggespült hat,
bin ich zu jener Legende geworden, die ich gestern noch las!
Ich war einst so mĂĽde, hielt mich in stiller Furcht zurĂĽck,
bis ich Dein leuchtendes Angesicht sah und Dich ganz nah spĂĽrte!
Als ich Deine lebendige Seele erblickte, mir so verwandt im Wesen,
lieĂź ich die flĂĽchtige Welt los, um Deine sanfte Hand zu halten!
Kein ZurĂĽckblicken mehr, kein kleines Leben mehr,
die Liebe hat die Barriere und die Mauer niedergerissen!
Tritt ein in die Stille, lass die Heilung beginnen,
denn der Geliebte wohnt fĂĽr immer im Herzen!
Ich pflegte die Geschichten der Liebenden Tag und Nacht zu lesen,
suchte nach ihren Schatten im schwindenden Licht!
Nun, in dieser grenzenlosen Liebe, die all meine Ängste weggespült hat,
bin ich zu jener Legende geworden, die ich gestern noch las!
Ich las von der Liebe Tag und Nacht…
Nun bin ich die Liebe.
Nun bin ich zu Hause.
FĂĽr immer hier.

Rumi: Das Gedicht, das deinen Verstand aus dem Gefängnis des Grübelns befreit – „Endlich frei“
(Rumi: The Poem That Frees Your Mind From the Prison of Overthinking | Sufi Poetry & Music)

Oh plötzliche Dämmerung grenzenloser Gnade,
ein Feuer, das durch den Verstand fegt,
Du brennst das ängstliche Labyrinth nieder
und lässt die verwirrten Gedanken hinter dir.
Du kamst in diesen mĂĽden Tag,
um die Schatten von meinen Augen zu wischen
und die schweren Zweifel fortzuspĂĽlen,
unter dem morgendlichen Himmel.
Warum einen Krieg in deiner Brust fĂĽhren
für flüchtigen Staub und das tägliche Brot?
Heute Nacht findet der Geist seine Rast,
wo lebendige Liebe genährt wird.
Heute kamst Du lächelnd, Du kamst mit dem Schlüssel,
um das Gefängnis zu öffnen und mein Herz zu befreien!
Du bist die helle Sonne hinter jeder Wolke,
die Hoffnung der DemĂĽtigen, das Licht der Menge!
Der Suchende, das Gesuchte, wo alle Reisen beginnen,
der Schlüssel zum Gefängnis, das wir in uns trugen!
In jedes Herz pflanzt Du das Gebet,
dann antwortest Du mit Deiner offenen Hand.
Warum sollten wir anderswo nach Heilung suchen,
wenn die Liebe das ganze Land heilt?
Unsere Augen waren blind durch den Lärm,
gespalten durch unsere kleinlichen Ängste,
Du hast die flĂĽchtigen Spielzeuge weggenommen
und unsere bitteren Tränen getrocknet.
Heute kamst Du lächelnd, Du kamst mit dem Schlüssel,
um das Gefängnis zu öffnen und mein Herz zu befreien!
Du bist die helle Sonne hinter jeder Wolke,
die Hoffnung der DemĂĽtigen, das Licht der Menge!
Der Suchende, das Gesuchte, wo alle Reisen beginnen,
der Schlüssel zum Gefängnis, das wir in uns trugen!
Sei jetzt still, lege den Stift nieder,
zereiĂźe jede Seite und lass sie fallen.
Der Mundschenk ist wiedergekommen,
um Seinen Wein fĂĽr einen und alle auszugieĂźen!
Lauf zum Banner des Königs,
wo schweigende Herzen zu singen beginnen!
Der Wald der Gedanken ist niedergebrannt…
Die GefängnistĂĽr ist offen…
Du kamst lächelnd…
Mit dem SchlĂĽssel…
Endlich frei…
Rumi: Das Gedicht für jeden, der sich in der Dunkelheit vergraben fühlt – „Endlich“
(Rumi: The Poem For Anyone Who Feels Buried in the Dark | „At Last“ (Sufi Poetry & Music))

In Herz und Seele hast Du Dein Zuhause errichtet, endlich,
und hast beide göttlich in den Wahnsinn getrieben, endlich.
Du kamst, um diese schattige Welt in Brand zu setzen,
und hast nicht geruht, bis die Nacht vorĂĽber war.
Deine Liebe hat tausend Welten in TrĂĽmmer gelegt,
doch in dieses ruinierte Herz bist Du voller Gnade getreten, endlich.
Oh Herz, ich versuchte, dich im Lehm verloren zu halten,
doch du hast dich heute an das alte Lied der Liebe erinnert!
Ich war ein hilfloser Same unter der Erde,
in Deiner Gnade wurde eine unschätzbare Perle gefunden, endlich!
Aus einem kleinen Samen hast Du einen weiten Garten auferzogen,
und diesen Staub zu Deinem königlichen Zuhause im Inneren gemacht, endlich!
In Herz und Seele hast Du Dein Zuhause errichtet, endlich…
Du hast meine selbstlose Liebe in Dein Heiligtum gefĂĽhrt,
und den Ränke schmiedenden Verstand vor der Tür zurückgelassen.
Der kluge Verstand war einst die fĂĽhrende Flamme,
Du hast die Kerze wieder in eine Motte verwandelt, endlich.
Meine Geduld weinte wie trockenes und hohles Holz,
bis Deine Barmherzigkeit kam und verstand.
Eine Seite von mir war der Erde zugewandt, eine Seite Dir,
zerrissen wie ein hölzerner Kamm zwischen den beiden.
Dann hast Du den Aufruhr aus meinem Kopf ausgegossen,
und stattdessen diesen leeren Becher mit Wein gefĂĽllt, endlich!
Ich war ein hilfloser Same unter der Erde,
in Deiner Gnade wurde eine unschätzbare Perle gefunden, endlich!
Aus einem kleinen Samen hast Du einen weiten Garten auferzogen,
und diesen Staub zu Deinem königlichen Zuhause im Inneren gemacht, endlich!
In Herz und Seele hast Du Dein Zuhause errichtet, endlich…
Oh Madschdun-Herz, wilder als Madschduns Schrei,
du hast dein Alles unter dem grenzenlosen Himmel hingegeben.
Jede ungezähmte Seele hast Du in Dein Licht gezogen,
und unsere Dunkelheit in einen hellen Morgen verwandelt!
Oh Sonne der Wahrheit, jedes treibende Staubkorn
erstrahlt in Deiner Weisheit und Deinem ewigen Vertrauen…
Ich war ein vergrabener Same unter der Dunkelheit…
Du hast diese Ruine zu Deinem Zuhause gemacht…
Endlich…
Rumi: Das Gedicht, das deine wandernde Seele nach Hause bringt – „Genau hier“
(Rumi: The Poem That Brings Your Wandering Soul Home | „Right Here“ (Sufi Mystical Music))

Oh Suchende, die ihr in der Ferne wandert, wo seid ihr, wo?
Der Geliebte ist genau hier, kommt näher, kommt näher.
Euer Geliebter ist euer Nachbar, Wand an Wand,
verloren in der WĂĽste, was sucht ihr ĂĽberhaupt?
Wenn ihr das gestaltlose Antlitz des Geliebten erblickt,
seid ihr der Meister, das Haus und der heilige Ort.
Zehnmal seid ihr jenen Weg gegangen, um jene TĂĽr zu erreichen,
steigt fĂĽr dieses eine Mal auf dieses Dach und sucht nicht mehr.
Jenes Haus ist lieblich, ihr habt sein Zeichen verkĂĽndet,
nun zeigt eine einzige Spur seines göttlichen Meisters.
Wo ist ein einziger BlumenstrauĂź, wenn ihr jenen Garten gekannt habt?
Wo ist eine einzige Seelenperle, wenn ihr aus Gottes Meer gewachsen seid?
Doch durch all dies hindurch möge euer Schmerz euer Schatz sein,
ach, ihr selbst seid der Schleier über dem Schatz, den ihr nicht sehen könnt.
Der Geliebte ist genau hier… kommt näher, kommt näher.
Möge euer Schmerz euer Schatz sein…
Ihr seid der heilige Ort.
Rumi: Das Gedicht, das erklärt, warum deine Seele so rastlos ist
(Rumi: The Poem That Explains Why Your Soul Is So Restless | Sufi Poetry & Music)

In der Sehnsucht nach Deinem heiligen Licht kenne ich keine Rast, Tag und Nacht,
vor Deiner TĂĽr beuge ich mein Haupt und halte Wache, Tag und Nacht.
Ich treibe die vergehenden Stunden in den Wahnsinn mit dieser ewigen Flamme,
wie könnte ich zulassen, dass die sich drehende Welt Deinen heiligen Namen vergisst?
Herz und Seele wurden von jenen verlangt, die auf Deinem Weg wandeln,
Herz und Seele lege ich vor Deiner Schwelle nieder, Nacht und Tag.
Bis ich die verborgene Wahrheit finde, die in meiner Brust brennt,
werde ich mich nicht fĂĽr einen einzigen flĂĽchtigen Atemzug zur Ruhe legen.
Seit Deine Liebe begann, ihre Melodie zu spielen,
bin ich manchmal eine erzitternde Harfe, manchmal eine Laute fĂĽr Dich!
Du schlägst die Saiten dessen an, wer ich bin, und aus diesem gebrochenen Lehm
steigt mein sehnsüchtiger Schrei zum Himmel auf – Tag und Nacht, Nacht und Tag!
In der Sehnsucht nach Deinem Licht brenne ich… Tag und Nacht, Tag und Nacht.
Vierzig Morgen lang hast Du Deinen Wein in unseren menschlichen Lehm gegossen,
seit jenem ersten Atemzug heiliger Liebe bin ich trunken auf dem Weg.
Du hältst die Zügel eines jeden Herzens, das durch den Sand wandert,
ich gehe in Deiner Karawane, gefĂĽhrt von Deiner Hand, Tag und Nacht.
Bis Du mein Sehnsuchtsfasten mit der SĂĽĂźe Deiner Gnade brichst,
faste ich bis zum Ende der Zeit und warte nur auf Dein Angesicht.
Und wenn ich das Bankett koste, das auf Deinem weiten Tisch gedeckt ist,
wird jeder Augenblick zum Fest mit Dir hier an meiner Seite, Tag und Nacht!
Seit Deine Liebe begann, ihre Melodie zu spielen,
bin ich manchmal eine erzitternde Harfe, manchmal eine Laute fĂĽr Dich!
Du schlägst die Saiten dessen an, wer ich bin, und aus diesem gebrochenen Lehm
steigt mein sehnsüchtiger Schrei zum Himmel auf – Tag und Nacht, Nacht und Tag!
In der Sehnsucht nach Deinem Licht brenne ich… Tag und Nacht, Tag und Nacht.
Bei der Seele einer jeden Dämmerung, bei der Seele einer jeden Nacht,
ich warte, warte ewig auf das Erscheinen Deines Lichts.
Seit jener Nacht, in der Du flĂĽstertest, dass unsere Vereinigung bald sein wĂĽrde,
zähle ich die Stunden, Tag und Nacht, bis Du mich befreist.
So durstig ist das Feld der Liebe tief in meiner Seele…
aus den Wolken meiner beiden Augen rollen die stillen Tränen herab…
Warte auf Dich…
Tag und Nacht…
Tag und Nacht…
Rumi: Eine Stimme rief vom Himmel: „Oh Seele, kehre um!“
(Rumi: A Voice Called from Heaven: „O Soul, Return!“)

Eine Stimme rief vom Himmel: „Oh müde Seele, kehre um!
Komm zurück zum heiligen Fest, wo die Feuer der Barmherzigkeit brennen!“
Mein Geist rief: „Oh süßer Rufer, mit meinem ganzen Herzen höre ich,
ruf noch einmal in die Nacht hinein und mache den Pfad klar!“
Brich die Ketten von den FĂĽĂźen eines jeden Gefangenen!
Setze eine goldene Leiter zum Himmel!
Verlass dein Exil im wandernden Staub,
denn der König hat dich gerufen zu fliegen!
Ich fragte: „Wohin rufst Du mich, oh wundersamer Gast des Lichts?“
Er sagte: „Jenseits von allem Raum und aller Zeit, jenseits von Tag und Nacht!
Du bist der Atem des Königreiches, du gehörst in Meine Sphäre,
warum hast du dich im Staub niedergelassen und deine Heimat hier vergessen?“
Brich die Ketten von den FĂĽĂźen eines jeden Gefangenen!
Setze eine goldene Leiter zum Himmel!
Verlass dein Exil im wandernden Staub,
denn der König hat dich gerufen zu fliegen!
Karawane um Karawane reist der Morgendämmerung entgegen,
kannst du nicht die heiligen Glocken hören, bevor die Nacht vergeht?
Ein freudiges FlĂĽstern erfĂĽllt das Ohr, erwacht in heiliger Gnade:
„Lass deine Armut hinter dir und suche die Umarmung des Königs!“
Brich die Ketten von den FĂĽĂźen eines jeden Gefangenen!
Setze eine goldene Leiter zum Himmel!
Verlass dein Exil im wandernden Staub,
denn der König hat dich gerufen zu fliegen!
Die Leiter berĂĽhrt den Himmel…
Die Ketten haben sich befreit…
Komm zum König,
du bist zu Hause.
Du bist zu Hause…
FĂĽr immer frei.
Verwunde meinen Körper, doch schone dieses Herz von mir
(Wound My Body, But Spare This Heart of Mine)

Sei grausam, wenn du musst, doch schone dieses Herz von mir,
oh, Herz von mir,
oh, Herz von mir, oh, Herz von mir!
Verwunde meinen Körper, und mein Rivale lacht voller Freude,
bis ein Herz mĂĽde wird: deines oder meines, mein Lieber.
Benommen und trunken vor Sehnsucht, verloren, ohne Kopf, ohne FuĂź,
an jedem Morgen wandert mein Herz durch jede StraĂźe.
Sei grausam, wenn du musst, doch schone dieses Herz von mir,
oh, Herz von mir, oh, Herz von mir, oh, Herz von mir!
Wild und selbstvergessen, sein Haus eine purpurrote Flut,
still und sich ewig drehend, stand es ĂĽber den Plejaden.
Verbrannt und mager abgemagert, auf der Suche nach deiner Perle,
schlug mein Herz sein Zelt dort auf, wo sich die Wellen des Ozeans entfalten.
Sei grausam, wenn du musst, doch schone dieses Herz von mir,
oh, Herz von mir, oh, Herz von mir, oh, Herz von mir!
Nun gleicht mein Herz röstendem Fleisch, dessen Duft die ganze Luft erfüllt,
nun singt es überall wie eine Rubab „Ala-la!“.
Schwach und erschöpft, und doch mitten in das Brüllen der Schlacht gestürzt,
steigt mein Herz auf den Berg Qaf, um den Phönix für immer zu jagen.
Mein Herz, ein säugendes Kind, will nicht von der Amme der Nacht trinken;
fand es ihre Brust etwa schwarz und floh vor diesem verdunkelten Anblick?
Wenn der Fels von Moses einst einen Strom vergoss, der seinen Weg entlang sang,
so ist mein Herz jener Fels, wo Ströme von Gottes Weisheit spielen.
Jesus stieg in den Himmel auf, sein Esel blieb zurĂĽck;
ich blieb auf der Erde, und doch stieg mein Herz auf, zu unbegrenzten Höhen.
Genug! Denn Worte sind Schleier, die Herz und Seele bedecken;
ich wünschte, mein Herz wüsste nichts von der Zunge und wäre dennoch ganz.
Sei grausam, wenn du musst, doch schone dieses Herz von mir,
oh, Herz von mir, oh, Herz von mir, oh, Herz von mir!
Rumi: Kehre nicht zu dem zurĂĽck, was dich gebrochen hat (Lied zur Heilung der Seele)
(Rumi: Do Not Return to What Broke You (Soul Healing Song))

Oh Herz, das du aus deinem Gefängnis aus Lehm geflogen bist,
kehre heute nicht zu den Schatten zurĂĽck!
Das Reich des Geistes ruft dich nach Hause,
verlass die trockenen Ufer, an denen du einsam gewandert bist!
Kehre nicht um, oh wandernde Seele!
Schmilz in der Liebe, die dich ganz gemacht hat!
Tauche ein in den Fluss aus lebendigem Licht,
verlass die kalten Schatten der gestrigen Nacht!
Kehre nicht um, das Ende ist sĂĽĂźer als der Anfang.
Oh, das Ende ist sĂĽĂźer als der Anfang.
In den Ozean, der dem Wasser seinen Atem schenkt,
wirf dich hinein, jenseits von Kummer und Tod!
Die Höhen der wahren Liebe sind weiter als die Morgendämmerung,
ziehe dich nicht dorthin zurĂĽck, wo alte Lasten getragen wurden!
Kehre nicht um, oh wandernde Seele!
Schmilz in der Liebe, die dich ganz gemacht hat!
Tauche ein in den Fluss aus lebendigem Licht,
verlass die kalten Schatten der gestrigen Nacht!
Kehre nicht um, das Ende ist sĂĽĂźer als der Anfang.
Damit du nicht zu kaltem, schwerem Stein gefrierst,
schmilz in der Flamme, die dich als ihr Eigen beansprucht hat!
Höre das süße Schweigen der Engel droben,
ruhe in der stillen, unergrĂĽndlichen Liebe!
Kehre nicht um, oh wandernde Seele!
Schmilz in der Liebe, die dich ganz gemacht hat!
Tauche ein in den Fluss aus lebendigem Licht,
verlass die kalten Schatten der gestrigen Nacht!
Ein Geheimnis im Schweigen bleibt ewig wahr…
Oh lebendiges Mysterium,
die Liebe hat dich gefunden.
Kehre nicht um…
Du bist zu Hause.
Rumi: „Gräme dich nicht, du wirst wieder erblühen“ – Sufi-Meditationslied
(Rumi: „Do Not Grieve, You Will Blossom Again“ | Sufi Meditation Song)

Deine Liebe brachte einen Kelch, ganz randvoll mit Schmerz;
ich sagte: „Oh mein König, ich werde nicht wieder trinken.“
Doch jenes süße Land des Zuckers goss Wein aus Seiner Hand –
ich trank, und ich verlor jeden Pfad, jedes Land.
Von einer Seite kam der Vertraute, den Augen verborgen;
ich lief zu ihm und rief: „Erblicke solch ein Licht!“
Ich sagte: „Geheimnis Gottes, verbirg dein Angesicht vor der Menge“ –
Er wandte sich zu seinem Herrn und sprach laut Lobpreisungen aus.
Doch ein Liebender kann niemals verborgen bleiben,
kein Vorhang hält stand, wo die Reinen herrschen.
So lass den Kelch kommen, lass den Schleier auseinanderfallen:
Deine Liebe ist der einzig wahre Wein fĂĽr mein Herz.
Wenn die Liebe so unersättlich wird, blutrünstig und starr,
wird der Berg Uhud zerbrochen, bloĂźgelegt und dunkel zurĂĽckgelassen;
was ist also mit den Fragilen, den Gebrechlichen wie mir?
Ein einziger Atemzug dieses Feuers, und ich höre auf zu sein.
Doch ein Liebender kann niemals verborgen bleiben,
kein Vorhang hält stand, wo die Reinen herrschen.
So lass den Kelch kommen, lass den Schleier auseinanderfallen:
Deine Liebe ist der einzig wahre Wein fĂĽr mein Herz.
Oh, gesegnet die Stunde, da mein König im Licht eintritt
und lachend Seines Entzückens Gewand öffnet.
Er sagt: „Du bist müde geworden ohne einen Blick von Mir –
komm näher und lass den Wind deinen Baum erwecken.“
Ich sage: „Wo ist jene Güte, oh ungesagte Schönheit?
Offenbare dich deinem Diener, oh Brecher des Halts.“
Er sagt: „Nein – du wirst erblühen, so lass deinen Gram enden,
frischer als die Narzisse, süßer als der Frieden.“
Oh Heiler, der Du den zwei Welten ihre Linderung gabst,
keine Heilung außer Deinen Lippen kann meinen Gram erlösen.
Die Frucht an jedem Zweig steht als Zeuge des Regens;
mein goldfarbenes Angesicht und meine Tränen künden meinen Schmerz.
Doch ein Liebender kann niemals verborgen bleiben,
kein Vorhang hält stand, wo die Reinen herrschen.
Lass den Kelch näher rücken, lass den Schleier auseinanderfallen:
Deine Liebe ist der einzig wahre Wein fĂĽr mein Herz.
Deine Liebe ist der einzig wahre Wein für mein Herz…
Deine Liebe ist der einzig wahre Wein für mein Herz…
Rumi: Das Geheimnis, nach dem du dein ganzes Leben lang gesucht hast – Sufi-Lied
(Rumi: The Secret You’ve Been Searching For Your Entire Life | Sufi Song)

Wenn du ein kostbares Juwel aus der Mine suchst, bist du die Mine,
wenn du für die Vereinigung mit der lebendigen Seele lebst, bist du göttlich.
Höre das letzte Wort von mir, die Wahrheit jenseits aller Zeit:
Was auch immer es ist, das du suchst – das bist du!
Was auch immer du suchst, das bist du!
Suche nicht länger nach Licht in der Ferne!
Du bist das Juwel, du bist die Mine,
du bist der Atem der göttlichen Seele!
Wenn du ein kostbares Juwel aus der Mine suchst, bist du die Mine,
wenn du für die Vereinigung mit der lebendigen Seele lebst, bist du göttlich.
Höre die absolute Wahrheit von mir, geschrieben in den Sternen:
Was auch immer es ist, das du suchst, das bist du!
Was auch immer du suchst, das bist du!
Suche nicht länger nach Licht in der Ferne!
Du bist das Juwel, du bist die Mine,
du bist der Atem der göttlichen Seele!
Höre die Wahrheit von mir…
Was auch immer du suchst,
das bist du.
Rumi: Das Lied, das jegliches Grübeln stoppt – Sufi-Poesie
(Rumi: The Song That Stops All Overthinking | Sufi Poetry)

Wende Dein Angesicht mir zu, oh Geliebter meiner Seele,
blicke auf dieses sehnende Herz und mache es ganz.
Ich bin tief in einen weiten Ozean gefallen,
ohne Gefährten im Meer außer Deiner Seite.
Welch größere Freude als diese könnte das Leben schenken?
Du bist die Seele, das Universum da unten!
Welchen Kummer können die Liebenden jemals fürchten,
wissend, dass diese flĂĽchtige Welt verschwinden wird?
Ich komme heute Nacht zu Dir, ohne dass mir etwas zu verbergen bleibt,
werfe all meine schweren Masken in die sanfte Flut.
Warum sollte ein nackter Geist den Sturm oder die Nacht fĂĽrchten,
wenn die Liebe mein Wesen in ewiges Leben gehĂĽllt hat?
Welch größere Freude als diese könnte das Leben schenken?
Du bist die Seele, das Universum da unten!
Welchen Kummer können die Liebenden jemals fürchten,
wissend, dass diese flĂĽchtige Welt verschwinden wird?
Du bist meine Seele… Du bist das Universum…
Du bist meine Seele… Du bist das Universum…
Kein Gram mehr, keine Furcht mehr,
ruhe fĂĽr immer in Frieden hier.
Wenn alles, was du verloren hast, endlich zu dir zurĂĽckkehrt
(When Everything You Lost Finally Returns to You)

Der Geliebte ist in Frieden zurĂĽckgekehrt,
möge es für immer so sein!
Alle Zweifel und schweren Sorgen vergehen,
möge es für immer so sein!
Möge es so sein, für immer so!
Lass jedes Herz in Freiheit erstrahlen!
Die zerbrochenen StĂĽcke verwandeln sich in Gold,
eine heilige Geschichte, die es zu erschauen gilt!
Der Freund, der einst so fern schien,
hat heute das Tor weit geöffnet!
Durch diese süße Gnade und das zarte Lächeln
wurde die Welt auf jeder Meile sĂĽĂź!
Möge es so sein, für immer so!
Lass jedes Herz in Freiheit erstrahlen!
Die zerbrochenen StĂĽcke verwandeln sich in Gold,
eine heilige Geschichte, die es zu erschauen gilt!
Möge es fĂĽr immer so sein…
In Licht und Frieden,
möge es so sein.
Wenn du dich allein fühlst, lausche dem – Verborgen wie mein Herz
(When You Feel Alone, Listen to This | Rumi: Hidden Like My Heart)

Du wandelst mit mir, tief in meiner Brust, verborgen wie mein Herz,
ich grĂĽĂźe Dich aus meinem tiefsten Inneren, wir driften niemals auseinander.
Du bist die Zuflucht, die ich suche, wohin ich auch wandern mag,
jeder Schritt, den ich jemals tue, fĂĽhrt zurĂĽck zu Dir, mein Heim.
Wo immer Du bist, Du wachst eng ĂĽber mich, so liebevoll und so nah,
die dunkelste Nacht beginnt zu leuchten, löst jede Furcht auf.
Mein Raum ist erfĂĽllt von goldenem Licht, mein Geist fĂĽhlt sich so frei,
in dem Moment, da ich Deinen Namen rufe, strahlst Du in mir.
Obwohl Du so fern zu sein scheinst, öffnet sich ein Fenster weit
von meinem Herzen in Dein Herz, ohne dass es etwas zu verbergen gäbe.
Durch diesen geheimen, stillen Pfad, wie Mondlicht in der Dunkelheit,
sende ich meine Liebe, um Deine Seele zu berĂĽhren und den heiligen Funken zu entfachen.
Du bist in mir… und ich bin eins mit Dir!
Manchmal wie ein fliegender Falke, ruhe ich auf Deiner Hand,
finde Zuflucht vor dem Sturm in diesem irdischen Land.
Und wie eine Taube mit sanften Schwingen, fliege ich, um Deinen Himmel zu erreichen,
suche nach dem endlosen Frieden, der sich in Deinen Augen widerspiegelt.
Obwohl Du so fern zu sein scheinst, öffnet sich ein Fenster weit
von meinem Herzen in Dein Herz, ohne dass es etwas zu verbergen gäbe.
Durch diesen geheimen, stillen Pfad, wie Mondlicht in der Dunkelheit,
sende ich meine Liebe, um Deine Seele zu berĂĽhren und den heiligen Funken zu entfachen.
Du bist in mir… und ich bin eins mit Dir!
Hat der Geliebte nicht leise zu deinem Herzen geflĂĽstert:
„Weine nicht um das, was verloren ist, oder fürchte dich, auseinanderzufallen.
Was auch immer deine müden Hände verlässt, was auch immer verblasst,
ich werde dich wieder ganz machen und deine Nacht in Tag verwandeln!“
Verborgen wie mein Herz, näher als mein Atem,
lebend in Deinem Licht, jenseits aller Zeit und des Todes,
ich grĂĽĂźe Dich aus meiner Seele.
Rumis tiefste Lektion: „Liebe mich, solange ich lebe“
(Rumi’s Deepest Lesson: „Love Me While I Am Alive“)

Komm, lass uns einander heute wertschätzen,
bevor wir plötzlich auseinanderdriften.
Komm, lass uns einander nahehalten,
bevor wir verlieren, was uns teuer ist.
Wenn Freunde Spiegel sind, klar und wahr,
warum unsere Gesichter vom Blick abwenden?
Die Edlen gaben ihre Seelen fĂĽr einen Freund,
lass bitteren Groll, wir sind am Ende Menschen.
Egoistische WĂĽnsche lassen Freundschaft abkĂĽhlen,
wirf sie hinaus aus deinem Herzen und deiner Seele.
Komm, lass uns einander heute wertschätzen,
bevor wir plötzlich auseinanderdriften.
Komm, lass uns einander nahehalten,
bevor wir verlieren, was uns teuer ist.
Wirst du nur lächeln, wenn ich tot bin?
Warum das Grab lieben und stattdessen das Leben bekämpfen?
Wenn du erst Frieden machst, wenn meine Zeit vorbei ist,
wird unser ganzes Leben im Schmerz fortbestehen.
Stelle dir vor, ich wäre gestorben, lass Frieden beginnen!
KĂĽsse jetzt meine Wange, warte nicht auf das Ende!
Wenn du eines Tages meinen Stein kĂĽssen wĂĽrdest,
kĂĽsse jetzt mein Gesicht, blicke nicht weg!
Komm, lass uns einander heute wertschätzen,
bevor wir plötzlich auseinanderdriften.
Komm, lass uns einander nahehalten,
bevor wir verlieren, was uns teuer ist.
Sei still, mein Herz, lass das Sprechen aufhören…
In ruhiger Stille finden wir unseren Frieden…
Schätze das Heute… bevor wir auseinanderdriften…
„Nur ein Name bleibt von mir“ – Rumis tiefgründigstes Meisterwerk
(„Only a Name Remains of Me“ – Rumi’s Most Heartfelt Masterpiece)

Die Liebe kam wie Blut in meinen Adern und meiner Haut,
machte mich leer von mir selbst und erfĂĽllte meine Seele im Inneren.
Wusch die Schatten fort, lieĂź das Licht beginnen,
die Liebe kam wie Blut in meinen Adern und meiner Haut.
Jeder einzelne Teil von mir wurde vom Freund eingenommen,
jeder meiner Atemzüge gehört Ihm ohne ein Ende!
Nur ein Name bleibt von mir, ein Echo im Wind –
alles von mir ist vergangen, und der Rest ist nur Er!
Nur Er… Nur Er…
Ich bin leer, Er lebt im Inneren…
Jeder einzelne Teil von mir wurde vom Freund eingenommen,
jeder meiner Atemzüge gehört Ihm ohne ein Ende!
Nur ein Name bleibt von mir, ein Echo im Wind –
alles von mir ist vergangen, und der Rest ist nur Er!
Nur ein Name von mir…
Der Rest ist nur Er…
Nur die Liebe…
„Selbst wenn ich meine Augen schließe, sehe ich dich immer noch“ – Rumis intensivstes Liebesgedicht
(„Even If I Close My Eyes, I Still See You“ – Rumi’s Most Intense Love Poem)

Oh Du, der Du meine GelĂĽbde aus Stein gebrochen hast, wohin kann ich vor Dir fliehen?
Oh Du, der Du in meinem Herzen wohnst, wohin kann ich vor Dir fliehen?
Oh Licht meiner beiden weinenden Augen, wie kann ich ohne Deine Sicht je sehen?
Du hast meinen Hals mit Ketten der Liebe gebunden, wohin kann ich heute Nacht vor Dir fliehen?
Alle sechs Richtungen bergen Dein Licht, wie Spiegel, die ĂĽberallhin reflektieren!
Oh gesegnetes und verheiĂźungsvolles Antlitz, wohin kann ich vor jemandem fliehen, der so hold ist?
Mein Herz wurde von Deiner Liebe verwundet, während die Seele noch frei und leicht war,
nun ist selbst die Seele tief verwundet, wohin kann ich in der Nacht entfliehen?
Selbst wenn ich beide physischen Augen schlieĂźe und die Sicht vom weltlichen Blick trenne,
bist Du niemals von meinem Herzen getrennt, wohin kann ich weit weg von Dir fliehen?
Alle sechs Richtungen bergen Dein Licht, wie Spiegel, die ĂĽberallhin reflektieren!
Oh gesegnetes und verheiĂźungsvolles Antlitz, wohin kann ich vor jemandem fliehen, der so hold ist?
Mein Herz wurde von Deiner Liebe verwundet, während die Seele noch frei und leicht war,
nun ist selbst die Seele tief verwundet, wohin kann ich in der Nacht entfliehen?
Keine Zuflucht in der Erde unten, kein Versteck in den Himmeln voll Blau,
wohin ich auch blicke, sehe ich nur Dein leuchtendes, strahlendes Angesicht!
Wohin kann ich fliehen?
Du wohnst im Inneren…
Nirgendwohin kann ich rennen…
Rumis Todeslied: „Es ist Zeit, diese Welt zu verlassen“
(RUMI’s Death Song: „It Is Time to Leave This World“)

Oh Liebende, oh Liebende! Es ist Zeit, dieses irdische Land zu verlassen,
die Trommel des Aufbruchs aus dem Himmel hallt ĂĽber den WĂĽstensand!
Der Kameltreiber hat sich erhoben, die Karawanen reihen sich aneinander,
sie bitten um unseren Abschiedssegen – warum heute in den Schatten schlafen?
Von vorn und von hinten ertönt die Glocke des Aufbruchs klar,
mit jedem Atemzug, den wir tun, zieht die Seele nahe an das Ortlose heran!
Erwache, oh Wächter, erwache! Kein Wächter sollte nachts schlafen,
denn heute Nacht gebiert diese trächtige Welt das ewige Licht!
Du warst Lehm und wurdest zu einem Herzen! Unwissend einst, nun weise und tiefgrĂĽndig!
Der Eine, der dich bis hierher gezogen hat, wird dich auch ĂĽber den Steilhang ziehen!
Ich halte keinen Stein in meiner Hand, ich fĂĽhre keinen Krieg mit irgendeinem Menschen,
mein Herz ist ein blĂĽhender Garten, so voller Freude, wie der Kosmos nur sein kann!
Von vorn und von hinten ertönt die Glocke des Aufbruchs klar,
mit jedem Atemzug, den wir tun, zieht die Seele nahe an das Ortlose heran!
Erwache, oh Wächter, erwache! Kein Wächter sollte nachts schlafen,
denn heute Nacht gebiert diese trächtige Welt das ewige Licht!
Eine Welt auf dieser Seite, eine Welt auf jener Seite – und ich sitze auf dem Stein der Schwelle!
Nur derjenige sitzt auf der Schwelle, der ganz allein im Schweigen spricht!
Du hast dieses heilige Geheimnis enthĂĽllt, nun sage nichts mehr, halte deine Zunge im Zaum!
Lass die Rede dem Schweigen weichen, wo das ewige Lied gesungen wird!
Zeit aufzubrechen…
Das Ortlose wartet…
Schweigend auf der Schwelle…
Zwei Gestalten, eine Seele – Rumis romantischstes mystisches Lied
(RUMI: Two Forms, One Soul | Rumi’s Most Romantic Mystic Song)

Wie gesegnet ist der Moment, wenn wir auf der Veranda sitzen, du und ich,
in zwei Gestalten und zwei Körpern, doch mit einer einzigen Seele unter dem Himmelszelt!
Die Blüte des Gartens und der Atem der Singvögel werden das Wasser des Lebens so herrlich gewähren,
wenn wir zusammen in den heiligen Obstgarten treten, ein vereintes Paar!
Die Sterne des Himmels werden herabsteigen, um auf unsere heilige Gnade zu blicken,
und wir werden ihnen unseren eigenen leuchtenden Mond zeigen, von Angesicht zu Angesicht!
Du und ich, jenseits von „Du und ich“, werden uns in reiner göttlicher Wonne vereinen,
frei und voller Freude, fern von den eitlen Aberglauben der Nacht!
Himmlische Papageien werden sich von Süße und himmlischer Gnade nähren,
in jenem spirituellen Reich, wo wir zusammen lachen, von Angesicht zu Angesicht!
Noch wunderbarer ist, dass du und ich, während wir in dieser stillen Ecke auf dem Boden sitzen,
in genau diesem Moment in fernen Ländern weilen, die sowohl weit als auch tiefgründig sind!
Die Sterne des Himmels werden herabsteigen, um auf unsere heilige Gnade zu blicken,
und wir werden ihnen unseren eigenen leuchtenden Mond zeigen, von Angesicht zu Angesicht!
Du und ich, jenseits von „Du und ich“, werden uns in reiner göttlicher Wonne vereinen,
frei und voller Freude, fern von den eitlen Aberglauben der Nacht!
Mit einer Gestalt hier auf dieser staubigen Erde und einer anderen Gestalt droben,
ewig weilend im Paradies und in den süßen Gärten der göttlichen Liebe!
Du und ich…
Mit einer einzigen Seele…
Jenseits von Zeit und Raum…
Lass mich allein in der Nacht – Rumis letztes Meisterwerk
(RUMI: Leave Me Alone in the Night | Rumi’s Final Masterpiece)

Geh und lege dein Haupt auf das Kissen, lass mich allein in der Nacht,
verlass mich, einen zerstörten, nachtwandelnden Liebenden im Lichte des Kummers!
Hier bleibe ich zurück mit Wellen der Leidenschaft, allein von der Dämmerung bis zum Morgen,
komm und vergib mir, wenn du willst, oder geh und lass den Schmerz fortbestehen!
Fliehe aus meiner Gegenwart, damit du nicht in die Glut meines Leidens stĂĽrzt,
wähle den Pfad der Sicherheit, verlass meine von Mühsal geplagten Wege!
Hier sitzen wir in der Ecke des Kummers, Tränen fließen wie ein breiter Fluss,
genug, um einhundert WassermĂĽhlen auf dieser weinenden Flut anzutreiben!
Ein erbarmungsloser König tötet ohne Gnade, sein Herz ist aus Stein gemacht,
niemand verlangt ein Lösegeld für das vergossene Blut der Liebenden!
Treue wird vom König strahlender, holder Schönheit nicht verlangt,
oh blasser und sehnender Liebender, ertrage es mit Geduld und Bedacht!
Fliehe aus meiner Gegenwart, damit du nicht in die Glut meines Leidens stĂĽrzt,
wähle den Pfad der Sicherheit, verlass meine von Mühsal geplagten Wege!
Hier sitzen wir in der Ecke des Kummers, Tränen fließen wie ein breiter Fluss,
genug, um einhundert WassermĂĽhlen auf dieser fegenden Flut anzutreiben!
Es gibt einen Schmerz, den nichts heilt auĂźer die Umarmung des Todes,
wie kann ich in dieser irdischen Zeit und diesem Raum nach Genesung verlangen?
Gestern Nacht sah ich im Traum einen Ältesten in der Gasse der Liebe,
er winkte mit seiner Hand: „Komm, befreie deinen Geist in dem meinen!“
Wenn ein Drache den Pfad bewacht, erstrahlt die Liebe wie ein heller Smaragd,
mit dem Aufblitz dieses Smaragds treibe den Drachen aus den Augen!
Lass mich allein…
Befreie deinen Geist…
Treibe den Drachen fort…
Um Gott zu finden, musst du verrückt werden – Rumi
(To Find God, You Have To Go Mad | Rumi)

Lass all deine List hinter dir, oh Liebender, werde verrĂĽckt, werde verrĂĽckt!
Tritt ein in das Herz des Feuers, wie eine Motte, sei froh!
Werde dir selbst zum Fremden, verlass dein Haus in Ruinen und Staub,
dann komm und weile unter den Liebenden in göttlichem, ekstatischem Vertrauen!
Geh und wasche dein Herz siebenmal rein von jeder Bosheit und jedem Hass,
dann werde zum heiligen Kelch für den Wein der Liebe, früh und spät!
Du musst zu reinem Geist werden, um des Angesichts des Geliebten wĂĽrdig zu sein,
wenn du unter den Trunkenbolden wandelst, so schreite mit wilder, berauschter Anmut!
Wenn deine Seele bei unserer sĂĽĂźen, alten Geschichte hoch in die LĂĽfte aufsteigt,
dann löse dich auf, werde zu einer Legende, lass all deine Illusionen vergehen!
Du bist die dunkle Nacht des Grabes – erhebe dich, werde zur Nacht der göttlichen Macht!
Wie das Schicksal selbst, ĂĽberwinde jeden Gedanken, lass pure Weisheit erstrahlen!
Geh und wasche dein Herz siebenmal rein von jeder Bosheit und jedem Hass,
dann werde zum heiligen Kelch für den Wein der Liebe, früh und spät!
Du musst zu reinem Geist werden, um des Angesichts des Geliebten wĂĽrdig zu sein,
wenn du unter den Trunkenbolden wandelst, mit wilder, berauschter Anmut!
Lass all deinen Reichtum zurĂĽck, ergib dein innerstes Selbst der Flamme der Liebe!
Einst warst du Erde, einst ein Tier, dann eine Seele ohne Namen.
Nun werde zum ultimativen Geliebten! Lass alle Worte auf dem Boden zurĂĽck,
verlasse die Zunge der Rede und sprich nicht mehr, sprich nicht mehr!
Werde verrĂĽckt, werde verrĂĽckt…
In das Feuer…
Sprich nicht mehr…
Wenn dein Herz sich an Gott erinnert – Rumi
(When Your Heart Remembers God | Rumi)

Sprich Seinen Namen, dessen Schönheit den Toten Leben einhaucht,
wo alle Tränen der Welt in Lachen verwandelt werden.
Erinnere dich an den Einen, dessen Schönheit ihr Licht enthüllte
und allen weltlichen Glanz zwang, sich vor Seinem Angesicht zu beugen.
Das Wasser des ewigen Lebens flieĂźt unter Seinem Thron,
wer aus Seinem Strome trinkt, lebt fĂĽr immer, neugeboren.
Eines Nachts neigte sich die Sonne herab und kĂĽsste Seinen heiligen Sitz,
und seitdem leuchtet sie hell ĂĽber der himmlischen StraĂźe.
Das Leben Seiner Liebenden liegt in Hingabe und Gnade,
selbst die Erde beugt sich tief unter Seiner heiligen Stätte.
Der Duft von Moschus aus Seiner Locke erfĂĽllte die Brust des wilden Hiersches
und ließ das Herz des jagenden Löwen rastlos brüllen.
Als die FlĂĽgel der Illusion des Liebenden im eigenen Feuer des Herzens verbrannten,
stieg es, gleich Sonne und Mond, flügellos noch viel höher empor.
Gesegnet ist die Seele, die die Gnade von Shams-e Tabrizi fand,
neun sternenklare Himmel hinter sich lieĂź und in zeitlosem Frieden verweilt.
Wie du deinen Schmerz tröstest – Das heilsamste Gedicht
(Rumi: How to Comfort Your Pain | The Most Healing Poem)

Oh Du, meines Herzens Trost in der Stunde des Schmerzes,
und in der Bitterkeit der Armut der Schatz meines Geistes.
Was kein Gedanke jemals fassen konnte, was Verstand und Vernunft verfehlten,
gelangte von Dir zu meiner Seele; zu Dir allein wende ich mich.
Oh Du, meines Herzens Trost in der Stunde des Schmerzes,
und in der Bitterkeit der Armut der Schatz meines Geistes.
Durch Deine Gnade blicke ich in Frieden auf alles, was von Dauer ist;
wie könnte eine vergehende Welt mich nun noch täuschen, mein König?
Selbst fĂĽr die SĂĽnde des SĂĽnders liegen die Barmherzigkeit und das Flehen bei Dir;
Du bist der Herr, der Meister, selbst ĂĽber Herzen, die wie lebloser Stein sind.
Ich beuge mich nieder mit meiner Seele, ich lege mein Angesicht in den Staub,
und spreche: Durch all dies hindurch ist die Liebe des einen Geliebten mein.
FĂĽr mich ist das ewige Leben jener Augenblick, in dem wir eins sind,
denn in diesem Moment findet keine vergehende Zeit mehr Raum.
Oh Du, meines Herzens Trost in der Stunde des Schmerzes,
und in der Bitterkeit der Armut der Schatz meines Geistes.
Das Leben ist ein Kelch, und die Vereinigung der reine Wein, den er in sich trägt –
was bedeutet mir ohne Dich die leere MĂĽhsal des Bechers?
Zwanzigtausend SehnsĂĽchte waren einst mein eigen;
nun, da ich Ihn allein begehre, bleibt nicht ein einziger Wunsch zurĂĽck.
Er ist das Juwel der Wahrheit; Er erfĂĽllt mein Herz und meine Seele,
Er allein; fĂĽr mich gibt es keinen Zweiten und keinen Dritten.
Seine Vereinigung erreichte meinen Geist und ging an meinem Körper vorbei;
und doch, befreit vom Fleische, wurde sie mir vollkommen klar und licht.
Sein Kummer hat mich alt gemacht, doch sprich nur den Namen
von Täbris aus, und all meine Jugend kehrt stürmisch zu mir zurück.
Rumis Gedicht zur Erweckung deiner Seele – Der Mond in einem anderen Himmel
(Rumi’s Poem to Awaken Your Soul | Whirling Dervish Sufi Meditation Music)

Ich sah einen Mond – und eine Sehnsucht nach dem Himmel ergriff mich,
nicht jenen Mond, der hoch oben am Himmel hängt.
Du bist vom Rade, darum spreche ich vom Rade zu dir;
oder sonst – diese Sonne, welchen Platz hat sie am Himmel?
Der Mond selbst ist in einem anderen Himmel –
was auf dem Meere glänzt, ist nur sein Widerschein.
Der Mond ist in einem anderen Himmel…
nur sein Widerschein.
Gestern Nacht sah ich die Venus auf ihrer Harfe spielen –
oh, möge jede Nacht des Himmels leuchten wie jene Nacht.
Meine Seele geht, zusammen mit den Sternen des Himmels,
tanzen und wirbeln, weit ĂĽber den Himmelskreis hinaus.
Der Mond selbst ist in einem anderen Himmel –
was auf dem Meere glänzt, ist nur sein Widerschein.
Der Mond ist in einem anderen Himmel…
nur sein Widerschein.
Siehe – getrennt von der Sonne der Seele,
hat die Dämmerung das ganze Antlitz des Himmels blutig gefärbt.
Neige dein Haupt fĂĽr einen Moment herab vom Dach des Himmels,
damit ich unten mich drehen und wirbeln mag, unter dem Himmelszelt.
Durch die Sonne wird ein Stein zu Rubin und Granat;
durch die Sonne lernt das Auge erst, den Himmel zu schauen.
Der Mond selbst ist in einem anderen Himmel –
was auf dem Meere glänzt, ist nur sein Widerschein.
Der Mond ist in einem anderen Himmel…
nur sein Widerschein.
Ohne Dich bin ich Winter – Das Gedicht, das eine kalte Seele auftaut
(Without You, I Am Winter — Rumi | The Poem That Thaws a Cold Soul (Sufi Music))

Meine Natur ist rauh, mein Herz ist müde geworden – ertrage mich, vergib mir.
Wie kann mein Wesen süß werden, fern von deinem schönen Angesicht, meine Liebe?
Ohne dich bin ich Winter, und die Menschen erleiden Qualen durch meine Kälte;
mit dir bin ich ein Rosengarten – meine Natur ist das Wesen des Frühlings.
Ohne dich verliere ich jeden Verstand, geplagt – alles, was ich sage, gerät verkehrt;
ich stehe beschämt vor meiner Vernunft, und die Vernunft schämt sich vor deinem leuchtenden Angesicht.
Was ist die Heilung für träges Wasser? In den großen, weiten Fluss zurückzukehren.
Was ist die Heilung fĂĽr ein verbittertes Wesen? Das Antlitz des Geliebten noch einmal zu schauen.
Ohne dich bin ich Winter, und die Menschen erleiden Qualen durch meine Kälte;
mit dir bin ich ein Rosengarten – meine Natur ist das Wesen des Frühlings.
Ich sehe das Wasser der Seele gefangen in diesem Strudel des Körpers,
so grabe ich die Erde und den Lehm fort, um einen Weg hin zu den Meeren zu bahnen.
Du bewahrst einen geheimen Trunk, den du schweigend fĂĽr jene ausgieĂźt, die verzweifelt sind,
damit das hoffnungsvolle Herz nicht laut aufschreit in Sehnsucht nach jenem verborgenen Kelch.
Ohne dich bin ich Winter, und die Menschen erleiden Qualen durch meine Kälte;
mit dir bin ich ein Rosengarten – meine Natur ist das Wesen des Frühlings.
Oh Herz, solange du vermagst, wende deinen Blick niemals vom Geliebten ab –
ob Er nun Sein Antlitz von dir abkehrt oder dich fest an Seine Seite schmiegt.
Gott hat dich nach Hause gerufen – Rumis Botschaft an jede verlorene Seele
(God Has Been Calling You Home | „The Return“ Rumi’s Message to Every Lost Soul)

Oh Diener, kehre um – komm zurück zu unserer Tür,
höre aus dem Himmel: Komm zum Gebet und zur Hingabe.
Die Tore des Rosengartens wurden für dich geöffnet,
oh barfüßige Seele, warum läufst du unablässig durch Dornen?
Ich habe deine Seele erschaffen und sie mit Schmerz erfĂĽllt,
derjenige, der Kummer schenkt, wird dich auch wieder heilen.
Oh Diener, kehre um – komm zurück zu unserer Tür,
höre aus dem Himmel: Komm zum Gebet und zur Hingabe.
FĂĽr eine Statur gleich der Zypresse geh den Weg der Liebe,
diese bucklige alte Welt wird dich sonst jeden Tag nur beugen.
Ein Garten, dessen Zweige und Blätter atmen und sprechen,
ein Garten ohne Seele lässt dich hohl und schwach zurück.
Oh Diener, kehre um – komm zurück zu unserer Tür,
höre aus dem Himmel: Komm zum Gebet und zur Hingabe.
Oh Kind des Lebendigen, warum bei den Toten verweilen?
Macht ihr Verfaulen deinen Geist nicht vor Grauen krank?
Der Lebenspendende erfĂĽllt beide Welten bis ins Innerste,
gib dich nicht mit fünf flüchtigen Tagen zufrieden – verlange nach mehr.
Seelen schweben wie feine Staubkörnchen in der Luft,
doch jede brennt dort oben als eine Sonne in Gottes Himmel.
Oh Diener, kehre um – komm zurück zu unserer Tür,
höre aus dem Himmel: Komm zum Gebet und zur Hingabe.
Wie wir waren sie einst nur blinde Fledermäuse in der Nacht,
durch Gnade und durch Schenken – wurden sie zu Licht.
Du bist, genau so wie du bist – Der Eine, den du nicht loslassen kannst
(The One You Can’t Let Go Of — Rumi Wrote This For You | „You Are, Just as You Are“ (Sufi Music))

Oh Du, der Du uns den Schlaf genommen hast,
dann beiseite geschlĂĽpft bist und alleine saĂźt.
Du hast uns alle in Deiner Schlinge gefangen;
wir waren gebunden – und Du bist entsprungen.
Sowohl Glaube als auch Unglaube sind nur Deine Schlinge;
oh Herr, wie weit reicht doch Deine Macht!
Wenn Schlaf und Stille weichen – kein Gram:
Das GlĂĽck ist unser, denn Du existierst.
Da Du der Mundschenk der Liebenden bist,
ist der Rest unseres Lebens Trunkenheit.
Oh Gestalt der Seele und Seele der Gestalt,
Du hast den Basar der Götzen zertrümmert.
Da der Götze, den wir hielten, Dein eigenes Abbild war,
wurde das Anbeten von Götzen zu unserer Pflicht.
Wenn Schlaf und Stille weichen – kein Gram:
Das GlĂĽck ist unser, denn Du existierst.
Du bist der zweite Verstand, die erste Seele –
oh Du, der Du um unseretwillen so tief herabgestiegen bist.
Dies ist meine Vorstellung, kein Porträt von Dir:
Du bist, genau so wie du bist.
Rumis Ruf zu Gott: „Ich bin zurückgekehrt, brennend wie eine Kerze“
(Rumi’s Cry to God: „I Have Come Back, Burning Like a Candle“ 🕯️)

Jener wandernde Diener ist zurĂĽckgekehrt, ist zurĂĽckgekehrt,
wie eine Kerze, die vor Dir im Schmerz der Liebe brennt.
Wie Zucker, wie Jasmin, liebe Seele, lache, während du gehst –
schlieĂźe die TĂĽr nicht, liebe Seele, denn in der Not bin ich gekommen.
And wenn Du die TĂĽr schlieĂźt, werde ich auf Deinen Befehl hin mein Haupt beugen,
der Diener kam in Not, doch für den König ist alles süße Gnade.
Jede Kerze, die geschmolzen ist, wird zum Licht des Auges,
denn wer dahinschmilzt, wird zum HĂĽter des Geheimnisses.
Wenn ich Gift aus Deiner Hand von Wein zu unterscheiden wĂĽsste,
dann wäre bei Gott, auf dem wahren Pfad der Seele, meine Seele nur als Illusion gekommen.
Wie können die Lebenden das Wasser des Lebens von ihm trinken?
Wann kann ein Auge, das sich niedergebeugt hat, jemals Sein Antlitz sehen?
Ich habe das Wandern aufgegeben, ich habe mich an der Seite des Freundes niedergelassen,
und vor dem Tod bin ich nun sicher, denn dies ist das wahr gewordene, lange Leben.
Oh Herz, wenn du danach suchst – warum dann nach dem Wasser suchen?
Wie lange willst du noch rufen? Die Zeit fĂĽr das Gebet ist gekommen.
Der verborgene Wein – Das Gedicht, auf das deine Seele gewartet hat
(Rumi: The Poem Your Soul Has Been Waiting to Hear | „The Hidden Wine“ (Sufi Music Video))

Ich bin trunken von verborgenem Wein,
von der verborgenen Trommel, der Harfe und der Flöte, so göttlich.
FĂĽr einen so seltenen, verborgenen Geliebten
ist verborgene Treue nur recht und billig.
Seit Jahren in diesem trunkenen Rausch schreit es auf –
meiner Seele verborgenes Weinen, verborgene Seufzer.
Ich fragte: Oh Herz, wo verweilst du?
Es sprach: In verborgenen TĂĽrmen, ein verborgener Zauber.
Die Sonne zu meiner Linken, der Mond zu meiner Rechten –
jener verborgene Mond aus strahlendem Licht.
Der Jupiter verkaufte jenen Mond einfach fort –
ich bezahlte an jenem Tage den verborgenen Preis.
Seit Jahren in diesem trunkenen Rausch schreit es auf –
meiner Seele verborgenes Weinen, verborgene Seufzer.
Ich fragte: „Oh Herz, wo verweilst du?“
Es sprach: „In verborgenen Türmen, ein verborgener Zauber.“
Wie kann meine Dunkelheit noch lange fortbestehen,
wenn verborgene Herrlichkeit jene Ebene erhellt?
Mein Feuer erlosch – was ist dann dieser Rauch?
Ein Zeichen von verborgenem Leiden, ein verborgener Schlag.
Mögen unsere Seelen nicht vor diesem verborgenen Schmerz fliehen –
denn er bringt verborgene Gaben, die es zu gewinnen gilt.
Shams-e Tabrizi hat die Brühe zubereitet –
die Sufis vernahmen den verborgenen Ruf: Kommt herbei.
Das ist Er – Das Rumi-Gedicht, das die Welt anhält
(Rumi: The Poem That Stops the World | „This Is He“ (Joyful Sufi Poetry & Music))

Das ist Er, das ist Er.
Seine Vision zog vorüber, die Seele spricht: „Das ist Er!“,
der König der ortlosen Reiche: „Das ist Er!“
Einhunderttausend Finger sah man deuten,
vom Licht der Seelen hin zu Ihm: „Das ist Er!“
Seine Vision zog vorĂĽber,
die Seele sprach: „Das ist Er, der König der ortlosen Reiche, das ist Er!“
Als die Erde grĂĽn wurde vom Widerschein Seines Gartens,
drangen Rufe aus dem Himmel an mein Ohr: „Das ist Er!“
Komm, greife schnell nach den ZĂĽgeln Seines Rosses,
bevor Er diese Zügel entzieht: „Das ist Er!“
Seine Vision zog vorĂĽber,
die Seele sprach: „Das ist Er, der König der ortlosen Reiche, das ist Er!“
Diese Seele ist erfĂĽllt vom Licht der Wahrheit, wie ein Berg durch Ihn,
strahlend wie ein Juwel aus dem Herzen der Mine: „Das ist Er!“
Der Mars wandte sein Angesicht dem Monde zu und sprach: „Gib wohl Acht,
rühme dich nicht der Schönheit; siehe, siehe: Das ist Er!“
Seine Vision zog vorĂĽber,
die Seele sprach: „Das ist Er, der König der ortlosen Reiche.“ Das ist Er!
Du hast von Shams-e Tabrizi gehört, nun sieh dieses Licht,
von dem die Wertlosigkeit aller Götzen ausging: „Das ist Er!“
Das ist Er, das ist Er.
Du bist meine Seele – Das Gedicht, das enthüllt, wer deine Seele wahrhaftig besitzt
(Rumi: The Poem That Reveals Who Truly Owns Your Soul | „You Are My Soul“ (Sufi Poetry & Music))

Du bist meine Seele, meine Seele, meine Seele,
Du bist mein Eigen, mein Eigen, mein Eigen.
Du bist mein König, würdig meiner Leidenschaft,
Du bist mein Zucker, wĂĽrdig meines Geschmacks.
Du bist my Licht, bleibe in meinen Augen, bleibe,
mein eigener Blick, meine Quelle des Lebens.
Die Rose sah Dich und sprach zur Lilie:
„Meine Zypresse ist in meinen Garten gekommen.“
„Meine Zypresse ist in meinen Garten gekommen.“
Von diesen zwei zerstreuten Dingen, wie geht es Dir? Erzähle
Deinem flieĂźenden Haar und meinem aufgewĂĽhlten Zustand.
Das Seil Deines Haares ist die Fessel an meinen FĂĽĂźen,
die Vertiefung Deines Kinns ist mein Gefängnis.
Du bist mein Licht, bleibe in meinen Augen, bleibe,
mein eigener Blick, meine Quelle des Lebens.
Tanzend und trunken, wohin gehst Du?
Komm jetzt zu mir, meine lächelnde Rose! Meine lächelnde Rose!
Die Medizin – Das Gedicht, das Gott flüsterte, um all deinen Kummer zu heilen
(Rumi: The Poem God Whispered to Heal All Your Grief | „The Cure“ (Sufi Music))

Wie lange willst du fragen: „Wo ist die Heilung, was ist mein Weg?“
Der Eine, der dich zum Suchenden machte – was ist das für eine Kraft, frage ich?
Warum sich so viele Sorgen machen, um deine Seele vor jedem Kummer zu bewahren?
Warum sich nicht danach sehnen, die Seele selbst zu kennen, jenseits allen Glaubens?
Folge dem Duft des Brotes, der die Luft erfĂĽllt hat,
lass das Aroma offenbaren, was das Brot ist, das sich dort verbirgt.
Wenn du ein Liebender bist, ist deine Liebe der Beweis, den du suchst.
Wenn du es nicht bist, warum nach Zeichen fragen, wenn das Herz schwach ist?
Hast du keine Augen zu sehen oder einen Verstand zu begreifen?
Wenn es keinen König gibt, wessen Hof ist dies dann im ganzen Land?
Warum sich so viele Sorgen machen, um deine Seele vor jedem Kummer zu bewahren?
Warum sich nicht danach sehnen, die Seele selbst zu kennen, jenseits allen Glaubens?
Wenn sich keine Schönheit hinter dem blauen Schleier des Himmels verbirgt,
warum hält der Geist dann eine Fackel, die niemals erlischt?
Wenn dein Herz von weitem erzittert, erfĂĽllt von Furcht,
wie kannst du die Seele des Kriegers kennen, wenn die Schlacht nah ist?
Das Feuer in den Augen eines Helden verbrannte den Schleier des Unbekannten,
während du hinter dem Vorhang sitzt und fragst, wie sich Glaube zeigt.
Warum sich so viele Sorgen machen, um deine Seele vor jedem Kummer zu bewahren?
Warum sich nicht danach sehnen, die Seele selbst zu kennen, jenseits allen Glaubens?
Wenn Shams-e Tabrizi nicht in deiner Sichtweise verweilt,
warum schmeckt dein Mund dann nach Honig, ein Quell des Lichts?
Voller Licht – Das Rumi-Gedicht, das deiner Seele Frieden bringt
(The Rumi Poem That Will Bring Peace to Your Soul 🌙 | „Full of Light“)

GrĂĽner als Du
habe ich keinen Baum gesehen;
voller Licht als Du
habe ich keinen Mond gesehen.
Nächtlicher aufsteigend als Du
habe ich keine Dämmerung gesehen;
voller Wonne als Du
habe ich keinen Zucker gesehen.
Voller Wonne als Du
habe ich keinen Zucker gesehen.

Wird kopiert…

Rumis reinstes Gebetsgedicht – Führer der Seelen
(Rumi: Purest Prayer Poem by Rumi | „Guide of Souls“ (Sufi Music))

Oh Geliebter, bei deiner Seele, lass uns nicht zurĂĽck,
oh anmutige Zypresse, lass deine erhabene Gestalt sich offenbaren.
Bring Freude und Licht auf diesen irdischen Teppich aus Staub,
zeige der azurblauen Kuppel eine neue Sonne, auf die wir vertrauen.
Du bist der FĂĽhrer der Seelen, der Minen in pures Gold verwandelt,
lass die Ozeane toben, lass das Herz der Erde sich entfalten.
Die Sonne sucht Zuflucht im Schatten deines Lichts,
selbst der Phönix beugt sich vor deiner kosmischen Macht.
Ein Geist, der auf dem Bösen verweilt, ist eine Seele im Verfall,
eine verwelkte Leidenschaft fĂĽhrt das Herz nur in die Irre.
Doch Du bist die Barmherzigkeit, der Balsam und die Heilung,
heile unsere Bitterkeit mit einer Liebe, die rein ist.
Nachtigall des Gartens, Ăśberbringer des Weins,
du flüsterst jedes Geheimnis den Herzen zu, die sich öffnen.
Oh Herr des FrĂĽhlings, welchen Zauber bringst du mit deinem Atem,
um die schweren Steine und die schweigenden Berge zum Singen zu bringen.
Entfacht von Licht, aufgewĂĽhlt von einem heiligen Feuer,
keine einhundert Stürme können dieses göttliche Verlangen löschen.
Dieser heilige Aufruhr, dieses BrĂĽllen in der Seele,
in Deiner Gegenwart sind wir endlich daheim.
Selbstlos – Das Gedicht, das deine Seele heilt
(Rumi: the Poem That Heals Your Soul | „Selfless“ (Sufi Music))

Ich lache wie eine Rose mit meinem ganzen Wesen, nicht mit den Lippen allein,
denn ich bin „selbst-los“, hier mit dem König, in einer ganz eigenen Welt.
Oh Fackelträger, der Du mein Herz stahlst, als die Dämmerung hereinbrach,
fĂĽhre die Seele in die Umarmung des Herzens; lass das Herz nicht vor Schmerz vergehen.
Mache die Seele durch Zorn und Neid nicht zu einem Fremden fĂĽr das Herz;
lass das eine nicht zurĂĽck, und rufe das andere nicht alleine herbei.
Sende ein königliches Dekret aus, einen Ruf, dass alle nahe sein mögen,
wie lange noch, oh König, soll der eine bei Dir sein, während ein anderer sich in Furcht verliert?
Wenn Du heute Nacht fernbleibst und Dein Schweigen tief bewahrst,
werden wir einhundert Stürme entfachen, meine Seele – nicht bloß einsame Mahnwachen halten.
Tanz der Seele – Ein Gedicht von Rumi, das dein Herz erweckt
(Rumi: The Poem That Wakes Up Your Heart | „Dance of the Soul“ (Sufi Poetry & Music))

Die Sonne scheint heute in einer anderen Form,
in ihrem Glanz, wie ein Stäubchen, tanzt meine Seele,
tanzt meine Seele.
Jupiter steht im Aszendenten, der Mond und Venus sind hier,
der mondgesichtige Geliebte mit poloschlägergleichen Locken ist der Meister dieses Feldes.
Mit jedem Kelch, den Er anbietet, sagt Er: „Nimm dies und gib wohl Acht!“
Aber wer hat schon den Verstand? Denn der Intellekt selbst hat sich verborgen,
hat sich verborgen.
Dies ist das Bankett des Sultans; lasst alle, die königlich sind, trinken,
der Tisch der Barmherzigkeit ist gedeckt, und der Mundschenk dient den BrĂĽdern.
Oh Mundschenk, du hast das Ende erreicht; beginne die Liebe von Neuem!
Beginne die Liebe von Neuem!
Was ist der FuĂź? Was ist das Haupt?
FuĂź und Haupt sind ein und dasselbe geworden,
ein und dasselbe geworden.
Der Eine – Rumis Gedicht, das deine Zuflucht wird
(Rumi: The Poem That Becomes Your Sanctuary | „The One“ (Sufi Poetry & Music))

Du bist mein Freund, meine Zuflucht, meine herzverzehrende Liebe,
Du bist der Eine, der erhabene Zufluchtsort, mein Meister von oben.
Oh, halte mich sicher, oh, halte mich fest in Deinem heiligen Licht,
Du bist der Gefährte meiner Seele durch jede einsame Nacht.
Du bist der Noah, Du bist die Seele, der Eroberer und der Gewonnene,
das Ă–ffnen eines jeden Herzens, noch ehe der Tag begonnen hat.
Du bist das Licht, das Fest der Freude, der Sieg und die Gnade,
der heilige Vogel auf mystischen Gipfeln, der mich an diesem Orte findet.
Du bist mein Freund, meine Zuflucht, meine herzverzehrende Liebe,
Du bist der Eine, der erhabene Zufluchtsort, mein Meister von oben.
Du bist der Tropfen, Du bist das Meer, die Barmherzigkeit und das Feuer,
Du bist der Zucker, Du bist der Schmerz, meines einzigen Geistes Begehren.
Das Haus der Sonne, das Haus der Sterne, der Garten unserer Hoffnung,
Du bist der Pfad, der Weg, die Wahrheit, die meiner Seele hilft, zu bestehen.
Tue mir nicht mehr weh, verlass mich jetzt nicht, öffne einfach die Tür.
Du bist der Tag, Du bist das Fasten, die Frucht eines jeden Flehens,
Du bist das Wasser, Du bist der Krug, der Eine, der meinen Durst stillt.
Du bist der Same, Du bist die Schlinge, der Wein und der so helle Kelch,
Du bist das Rohe, Du bist das Gekochte, verlass mich nicht in dieser Not.
Lass mich nicht roh zurĂĽck, oh brennende Liebe, und bringe mich zum Licht.
Wenn dieser Körper sein Weben einstellte, wenn sein rastloser Geist verweilte,
dann wĂĽrde das Herz seinen Durchgang finden, und die Wolken wĂĽrden verwehen.
Wenn das „Ich“ in meinem Inneren verschwände, wenn die Worte endlich still wären,
wäre ich der Pfad des Schweigens, der sich nach Deinem heiligen Willen bewegt.
Du bist mein Freund… Meine Zuflucht… Meine Liebe… Bleib bei mir.
Du bist mein Freund… Meine Zuflucht… Meine Liebe… Bleib bei mir.
Bleib bei mir.
Bleib bei mir.
Bleib bei mir.
Das Gedicht, das dein verlorenes Herz finden wird – Suche im Inneren
(Rumi: The Poem That Will Find Your Lost Heart | Seek Within (Sufi Wisdom & Music))

Im Zucker wirst du den Geschmack göttlicher Süße nicht finden –
suche diesen Geschmack auf deinen eigenen Lippen, in deinem eigenen Atem.
Richte deine Augen nicht auf jene, die nicht sehen können –
fliehe zum Wahren Sehenden und suche bei Ihm, was dein ist.
Jenes Herz, das du verloren hast, suche es in deiner eigenen Seele –
suche den Frieden deiner Seele bei deinem eigenen Geliebten.
Jenes Herz, das du verloren hast, suche es in deiner eigenen Seele –
suche den Frieden deiner Seele bei deinem eigenen Geliebten.
Der Gesandte sprach: „Die Menschen sind Minen wie Gold“ –
so geh und suche deinen eigenen Schatz in der Mine deines Selbst.
Steige herab vom Thron des Körpers, nimm Platz auf dem Thron der Seele –
schreite ĂĽber die Himmel hinaus, suche deinen eigenen Saturn.
Jenes Herz, das du verloren hast, suche es in deiner eigenen Seele –
suche den Frieden deiner Seele bei deinem eigenen Geliebten.
Jenes Herz, das du verloren hast, suche es in deiner eigenen Seele –
suche den Frieden deiner Seele bei deinem eigenen Geliebten.
Der Blitz, der dein Herz traf und dir die Ruhe raubte –
suche diesen Schein inmitten deiner regengleichen Tränen.
Der wundersame Beutel des Überflusses ist dein eigenes Dasein –
was immer du begehrst, suche es in deinem eigenen Sack.
Oh Du, reines zeichenloses Wesen, von wem soll ich Dein Zeichen erbitten?
Du Selbst suche mich heim… suche mich mit Deiner Gnade.
Suche im Inneren.
Das Gedicht, das deine verlorene Seele findet – „Ich bin verloren“
(Rumi: the Poem that Finds Your Lost Soul. | „I Am Lost“ (Sufi Mystical Music))

Ich gehe durch die Stadt, und niemand ist wach,
jeder ist verrĂĽckt, um des Himmels willen.
Komm zu den Ruinen, meine Liebe, um das so sĂĽĂźe Leben zu kosten,
ist das Leben ohne den Geliebten jemals vollkommen?
Ich bin verloren, du bist verloren, wer wird uns nach Hause bringen?
Wer wird uns nach Hause bringen?
Ich habe es dir so oft gesagt: „Trink weniger, nur zwei oder drei Becher!“
Ich bin verloren, du bist verloren.
Ich verlieĂź mein Haus und ein Trunkener kam mir entgegen,
in jedem seiner Blicke lagen einhundert Gärten, so hell wie der Tag.
Wie ein Schiff ohne Anker schwankte er von Seite zu Seite,
einhundert Weise starben vor Neid, als sie ihn so dahinfehlen sahen.
Ich bin verloren, du bist verloren, wer wird uns nach Hause bringen?
Wer wird uns nach Hause bringen?
Ich habe es dir so oft gesagt: „Trink weniger, nur zwei oder drei Becher!“
Ich fragte: „Woher kommst du?“ Er lachte und sprach: „Oh Seele!
Halb aus dem Osten, halb aus dem Westen, ich bin das Ganze.
Die Hälfte von mir ist Wasser und Lehm, die Hälfte ist Herz und Atem,
die Hälfte ist das sandige Ufer, die Hälfte die Perle, die dem Tode trotzt.“
Ich sagte: „Sei mein Freund, denn ich bin von deiner Art.“
Er sprach: „Ich kenne weder Fremde noch Verwandte.“
Meine Brust ist voller Worte… soll ich sprechen oder mich dem ergeben?
In diesem Haus der Wunder habe ich mich selbst zurĂĽckgelassen.
Shams-e Tabrizi! Warum verbirgst du dein Angesicht?
Du hast einhundert Zauber der Liebe ĂĽber diesen Ort geworfen…
Wer wird uns nach Hause bringen?
Wer wird uns nach Hause bringen?
Oh, wer wird uns nach Hause bringen?
Das Gedicht, das Gott Rumi zuflüsterte – Eine göttliche Botschaft
(Rumi: The Poem That God Whispered to Rumi (Sufi Poetry & Music))

Habe ich es dir nicht gesagt? Geh nicht dorthin, denn ich bin dein Freund,
in dieser Fata Morgana schwindender Schatten bin ich das Leben ohne Ende.
Selbst wenn du im Zorn für einhunderttausend Jahre davonläufst,
wirst du am Ende doch zu Mir zurückkehren, ich bin dort, wo der Pfad sich klärt.
Habe ich es dir nicht gesagt? Ich bin der Ozean, und du bist der Fisch,
geh nicht auf das trockene Land, ich bin das einzige Wasser, das du dir wĂĽnschen kannst.
Habe ich es dir nicht gesagt? Lass dich nicht vom Design der Welt täuschen,
ich bin der Maler deiner Freude, der Künstler des Göttlichen.
Habe ich es dir nicht gesagt? Fliege nicht wie ein Vogel in die Schlinge,
komm zurĂĽck zu Mir, ich bin deine Schwingen, ich bin die Kraft der LĂĽfte.
Habe ich es dir nicht gesagt? Sie werden dich ausrauben und in der Kälte zurücklassen,
doch ich bin das Feuer, die Wärme deiner Seele, so wie ich es vorausgesagt habe.
Sie setzen dir hässliche Masken auf dein Angesicht,
damit du vergisst, dass ich die Quelle der Schönheit und die reinste Liebe bin, der du je begegnet bist.
Frage nicht, wie die Sterne sich fĂĽgen oder wie die Welt sich dreht,
ich bin der Schöpfer ohne Grenzen, ich bin der Einzige.
Wenn du die Lampe des Herzens bist, weiĂźt du, wohin du wandern musst,
und wenn du das Göttliche suchst, so wisse, dass Ich dein Zuhause bin.
Rumi: Das Gedicht, das deine Seele heilen wird | „Ich bin gefallen“
(Rumi: The Poem That Will Heal Your Soul | „I Have Fallen“ (Epic Sufi Music))

Gefallen bin ich, gefallen bin ich, in die Wasser bin ich gefallen,
wenn ich das reine Wasser trank, bin ich voller Freude, bin ich voller Freude.
Nicht auf der Trommel, nicht auf dem Schilfrohr, ich ruhe nicht, ich ruhe nicht,
nicht auf dem Fass, nicht auf dem Wein, ich bin beständig, ich bin beständig.
In der Liebe des Geliebten wie ein blĂĽhender Garten,
ich sah die Seele, ich sah die Seele, ich gab mein Herz, ich gab mein Herz.
Ich trank den Wein, ich trank den Wein, in Deiner Stadt drehe ich mich im Kreis,
ich bin geschärft, oh ich bin geschärft, ich steige empor, ich steige empor.
Ob ich der Helm bin, ob ich das Kettenhemd bin, ich bin siegreich, ich bin siegreich,
ob ich die Zypresse bin, ob ich die Lilie bin, ich bin frei, oh ich bin frei.
Von den Sphären, von den Höhen, zum Ozean, zu den Wellen,
einen herrlichen Thron, einen herrlichen Thron habe ich errichtet, habe ich errichtet.
Mein Meister, oh mein Meister, unter dem Befehl des Ozeans,
in seiner Krone, in seiner Welle ergebe ich mich, ergebe ich mich.
Oh Stern, oh leuchtender Stern, öffne deine Lippen, öffne deine Lippen,
offenbare die Wahrheit, offenbare die Wahrheit, wie Du es versprochen hast, wie Du es versprochen hast.
Jedes Atom, jedes winzige Teilchen sucht, es spricht:
„Durch Seine Führung, durch Seine Führung bin ich ein Meister, bin ich ein Meister.“
Rumis zeitlose Weisheit: Niemand ist jemals allein
(Rumi’s Timeless Wisdom: No One Is Ever Alone)

Niemand bleibt ohne jemanden, wisse dies ganz gewiss,
wenn du mit einem nicht auskommst, wird sicherlich ein anderer kommen.
Wenn ich dieses Haus hinter mir lasse, wenn ich die Wohnung leere,
wird ein anderer wie ich kommen oder jemand Besseres erscheinen.
Diese Welt ist ein Erbe aus tausend vergangenen Zeiten,
wenn der Vater unter den Staub ging, wurde der Sohn schlieĂźlich zum Vater.
Nicht nur die Menschheit, auch die Tiere folgen demselben Gesetz,
andernfalls würdest du nicht so viele Geschöpfe auf dem Meere erblicken.
Wenn des Nachts die Sonne vom Dach des Himmels weicht,
nimmt ein Stern oder der wiederkehrende Mond ihren Platz vor deinen Augen ein.
Wenn ein Mensch ein Handwerk aufgibt, wenn er eine Fertigkeit hinter sich lässt,
wendet er sich stattdessen einer neuen Arbeit zu und lässt ein anderes Herz im Geiste wachsen.
Denn ĂĽber jedem menschlichen Herzen steht ein wachsamer Schutzgeist,
er lässt sie niemals untätig, noch freundlos, noch ohne einen Pfad, den sie beschreiten können.
Eine im Schweigen sprechende Seele – Ein mystisches Meisterwerk von Rumi
(A Soul Speaking in Silence | A Mystical Rumi Masterpiece • Sufi Poem in Music)

Ich kam ohne Herz und Seele, oh Knabe.
Blicke auf meine Farbe, lies meine Gestalt, oh Knabe.
Nein, nicht so – ich bin nicht gekommen, du bist gekommen.
Du bist tief in meinem innersten Dasein verborgen, oh Knabe.
Lächle wie pures Gold für einen Moment im Feuer,
damit du dein lachendes GlĂĽck sehen kannst, oh Knabe.
In der Schenke meines Herzens wirbeln die Gedanken,
alle miteinander verflochten wie betrunkene Zecher, oh Knabe.
Stehe fest und lausche der VerzĂĽckung der Trunkenen,
beim Brechen und Aufspringen des Torwächters, oh Knabe.
Ich kam und brachte dir einen Spiegel.
Blicke in dein Angesicht – wende dich nicht ab, oh Knabe.
Mein Unglaube ist der Spiegel deines Glaubens.
Sieh den Glauben inmitten dieses Unglaubens, oh Knabe.
Ich schreie auf inmitten des Schweigens.
Ich kam, um wortlos zu sprechen, oh Knabe.
Die Sonne der Liebe – Rumis mystisches Gedicht des Erwachens
(The Sun of Love – Rumi’s Mystical Poem of Awakening)

Wenn du deine Augen für die Sonne der Liebe öffnen könntest,
wĂĽrdest du zum Himmel der Wahrheit aufsteigen und jeden Traum vergessen.
Betrachte die Sterne jenseits des Schleiers von Dunkelheit und Licht,
sie wirbeln wie Staub im leuchtenden Glanz des Göttlichen.
Ein Staubkorn mag jene mächtige Sonne wohl niemals erreichen,
und doch wird selbst Staub durch ihr Licht hell und rein.
Jedes Herz, das sich in Liebe verneigt, demĂĽtig und wahrhaftig,
sieht ein Tausend neuer Augen in seinem Inneren erwachen.
Sprich nicht vom Zustand meines Herzens – bleibe still, mein Freund,
nur Gott weiĂź, was geschieht, wenn die Seele dem Geliebten begegnet.
Zeige nicht auf mein Herz – jenes Herz gehört mir nicht mehr,
versuche nicht, mit geliehenen Schwingen an der Seite königlicher Vögel zu fliegen.
Andere weinen wegen des brennenden Salzes auf ihren Wunden,
ich aber weine wegen des Salzes der Sehnsucht und der Trennung.
Als das Licht von Shams-e Tabrizi meine Seele erfĂĽllte,
verschwanden alle Worte und Listen – nur die Wahrheit blieb.
Trink den Wein der Liebe und geh – Rumis Einladung zum Erwachen
(Rumi: Drink the Wine of Love and Go)

Nimm den Kelch der Liebe – und geh,
erkenne ebendiesen Geliebten – und geh.
Sei ein Wein ohne den Staub der äußeren Form,
so rein und klar wie die Seele selbst – und geh.
Ein einziger Blick auf Ihn ist einhundert Leben wert;
gib dein Leben hin, kaufe es billig ein – und geh.
Wenn die ganze Welt um dich weinen sollte – was liegt daran?
Blicke auf den lächelnden Mond – und geh.
Wenn sie sagen: „Du beanspruchst den Namen des Versorgers und bist doch leer“,
so sprich: „Ich bin das Doppelte von einhundertundeinhalb davon!“ – und geh.
Reibe vor den Menschen etwas Lehm auf deine Lippen,
doch behalte den süßen Zucker zwischen deinen Zähnen – und geh.
Sprich: „Jener Mond gehört mir – der Rest ist euer.
Wir suchen kein Oberhaupt, keine weltliche Ordnung.“ – und geh.
Wer ist jener Mond? Der Herr – Shams-e Tabrizi!
Tritt ein in den Schatten dieses Sultans – und geh.
Die Flamme in uns – Ein Gedicht, das jedes Herz erweckt
(Rumi – The Flame Within | A Poem That Awakens Every Heart)

Woher entspringen diese Funken in unserer Mitte?
Woher kommt dieser Rauch aus Leidenschaft und Kunst?
Ich habe den Faden meines eigenen Selbst verloren –
woher kommen diese aneinanderstoßenden Köpfe, diese getrennten Herzen?
Wenn eure Herzen nicht so gespalten wären,
woher sollten diese Wunden des Zwists in mir entstehen?
Wenn wir wie die Glieder einer Kette miteinander verbunden sind,
woher kommt dieses VerschlieĂźen von TĂĽr und Herz?
Wenn hier nicht einhundert Vögel im Streit lägen,
woher käme dieses Rupfen der Federn, dieses Zerreißen?
Mundschenk, bring den Wein vor mich –
er allein wird mir kĂĽnden, woher all das andere seinen Anfang nimmt.
Und wenn du nicht einen einzigen Tropfen auf die Erde gieĂźt,
woher kommt dann die Geschichte der Erde von dir, ihr eigener Teil?
Trank des Göttlichen: Rumis mystische Poesie
(Drink of the Divine: Rumi’s Mystical Poetry)

Was fange ich noch an mit all den Ratschlägen, Herr? Lass den Wein noch einmal kreisen, oh Mundschenk,
gieĂźe jenen lebensspendenden Kelch der Seele ĂĽber mein Inneres aus, oh Mundschenk.
Lege diesen ganz eigenen Becher der Seele in meine Hand,
oh Helfer der Liebenden, haltet den Mundschenk fern von den Lippen der Fremden,
bringt ihn im Geheimen zu mir, oh Mundschenk.
Gib das Brot jenen, die ganz vom Brot aufgezehrt werden, diesen elenden, gierigen Seelen, oh Mundschenk,
doch jenen leidenschaftslosen Brotliebhaber lege schlafend beiseite, oh Mundschenk.
Oh Seele der Seele der Seele der Seele, wir kamen nicht wegen des Brotes hierher, oh Mundschenk,
erhebe dich, sei kein Bettler an diesem Orte, oh Mundschenk.
Nimm zuerst den bis zum Rand mit Wein gefüllten Kelch und reiche ihn dem Ältesten, oh Mundschenk,
und wenn jener ehrwürdige Älteste erst trunken ist, dann wende dich den anderen Trunkenbolden zu, oh Mundschenk.
Stehe fest, du treuer, hoffnungsvoller Geist, denn wo bliebe noch Raum fĂĽr Scham, wenn man berauscht ist, oh Mundschenk?
Und falls du noch immer an der Scham festhältst, so gieße einfach noch einen Becher darüber aus, oh Mundschenk.
Erhebe dich, erhebe dich, oh komm augenblicklich, voll von Scham und voller Leben, oh Mundschenk,
dann wird unser Schicksal beginnen, uns hold zuzulächeln,
tritt vor mit tiefer Freude, oh Mundschenk.
Rumis Feuer der Liebe – Ein mystisches Gedicht in Musik
(Rumi’s Fire of Love – A Mystical Poem in Music)

Lege deine Hand auf mein Herz, frage nicht nach dem Kummer meines Geliebten,
blicke in meine weinerfĂĽllten Augen, frage nicht nach dem Trost der Kelche.
Oh, frage nicht, flehe nicht, meine Geschichte ist pures Feuer, ein brennendes Ufer,
die Liebe hat meine gesamte Seele ergriffen, frage nicht nach dem Schmerz, frage nur nach dem Feuer.
Sieh das Blut, das im Inneren kocht, von jenen, die im Tiefsten treu verwundet wurden,
frage nicht nach der Qual der grausamen Jägerin, ich muss diesen Schmerz für mich behalten.
Oh, frage nicht, flehe nicht, meine Geschichte ist pures Feuer, ein brennendes Ufer,
die Liebe hat meine gesamte Seele ergriffen, frage nicht nach dem Schmerz, frage nur nach dem Feuer.
Die Liebe rĂĽckte vor wie ein siegreiches Heer, sie nahm die Welt ein und forderte das Meiste,
frage mich nach meinem Zustand in der Liebe, frage nicht nach den StĂĽrmen des Kummers dort oben.
Das Herz der Liebenden gleicht einem lodernden Ofen, der heiĂź brennt, ohne Ende und ohne Decke,
tritt ein und du wirst sehen, frage nicht nach den Flammen, sondern fĂĽhle die Hitze in mir.
Wenn der Vogel deines Herzens sich nach diesem Feuer sehnt, sind versengte Schwingen süßer, um höher aufzusteigen,
obwohl sie verbrannt sind, tragen sie das Lied, frage nicht nach den Federn, die Liebe macht sie stark.
Oh, frage nicht, flehe nicht, meine Geschichte ist pures Feuer, ein brennendes Ufer,
die Liebe hat meine gesamte Seele ergriffen, frage nicht nach dem Schmerz, frage nur nach dem Feuer.
Oh, frage nicht, meine Seele steht in Flammen, die Liebe hat ihren heiligen Namen eingeschrieben,
in jede Wunde und in jeden Atemzug, frage nicht nach dem Leben, frage nur nach dem Tod.
Frage nicht nach dem Schmerz, frage nur nach dem Feuer.
Ich bin der Diener des Mondes – Ein mystisches Gedicht von Rumi
(the Moon – Rumi Mystical Poem)

Ich bin der Diener des Mondes, sprich vor mir von nichts anderem als dem Mond,
sprich kein Wort auĂźer von der GĂĽte, der Kerze und dem sĂĽĂźen Zucker.
Sprich nicht vom Schmerz, sprich nur vom kostbaren Schatz,
und wenn du nichts davon weiĂźt, so trage keinen Kummer und sage nichts.
Gestern Nacht verlor ich den Verstand, die Liebe sah mich und sprach:
„Ich bin gekommen, weine nicht, zerreiße nicht dein Gewand und sage nichts.“
Ich sagte: „Oh Liebe, ich fürchte etwas anderes.“
Sie sprach: „Dieses andere Etwas ist ein Nichts, sage nichts.“
In dein Ohr werde ich verborgene Worte flĂĽstern, nicke nur mit deinem Haupt: Ja,
und sprich mit deinen Lippen nichts.
Eine taubengleiche Seele erschien auf dem Pfad des Herzens,
wie zart ist diese Reise des Herzens, sage nichts.
Ich sagte: „Oh Herz, was für ein Mond ist dies?“
Das Herz gab mir ein Zeichen: „Dies übersteigt dein Maß, geh weiter und sage nichts.“
Ich sagte: „Ist dies das Antlitz eines Engels oder eines Menschen?“
Es sprach: „Es ist jenseits von Engeln und Menschen, sage nichts.“
Ich sagte: „Was ist dies? Erzähle es mir, denn ich werde ganz und gar bezwungen sein.“
Es sprach: „Sei ruhig so bezwungen und voller Bewunderung, und sage nichts.“
Oh du, der du in diesem Haus der Formen und Bilder sitzt, erhebe dich,
verlass dieses Haus, nimm deine Habseligkeiten und sage nichts.
Ich sagte: „Oh Herz, handle wie ein gütiger Vater, ist dies nicht die Beschreibung Gottes?“
Es sprach: „So ist es, doch bei deinem Leben, Vater, sage nichts.“
Was Rumi über den Tod sagte, wird dein Leben verändern
(What Rumi Said About Death Will Change How You Live.)

Am Tage meines Todes, wenn mein Sarg hinausgetragen wird,
denke nicht, dass ich diese Welt vermisse.
Vergieße keine Tränen, klage nicht und empfinde kein Bedauern,
ich stĂĽrze nicht in den Abgrund eines Ungeheuers.
Wenn du siehst, wie mein Leichnam getragen wird, weine nicht ĂĽber meinen Abschied,
ich gehe nicht fort, ich komme bei der ewigen Liebe an.
Wenn du mich im Grab zurücklässt, sag kein Lebewohl,
erinnere dich, dass ein Grab nur ein Schleier fĂĽr das dahinterliegende Paradies ist.
Du wirst mich nur in ein Grab hinabsteigen sehen, doch nun sieh mir beim Aufsteigen zu.
Wie kann es ein Ende geben, wenn die Sonne untergeht oder der Mond versinkt?
Es sieht nach einem Ende aus, es wirkt wie ein Untergang, doch in Wahrheit ist es ein Aufgang.
Wenn das Grab dich einschlieĂźt, wird genau in jenem Moment deine Seele befreit.
Hast du jemals einen Samen in die Erde fallen sehen, der nicht gewachsen wäre?
Warum zweifelst du an dem Samen der menschlichen Seele?
Hast du jemals einen Eimer in einen Brunnen hinabgelassen, der leer wieder herauskam?
Warum klagst du um den Joseph des Geistes, der aus diesem Brunnen aufsteigt?
Ich starb als Mineral und wurde zur Pflanze,
ich starb als Pflanze und erhob mich zum Tier.
Ich starb als Tier und ich war ein Mensch,
warum sollte ich mich fĂĽrchten? Wann wurde ich durch das Sterben jemals weniger?
Noch einmal werde ich als Mensch sterben, um mit den gesegneten Engeln zu fliegen,
und selbst aus dem Engelsdasein muss ich weiterziehen, denn alle Dinge vergehen, auĂźer Seinem Angesicht.
Noch einmal werde ich aus dem Engelsdasein geopfert werden, ich werde zu dem werden, was kein Verstand je erdacht hat.
Oh, lass mich nicht existieren! Denn das Nichtsein verkündet in orgelgleichen Tönen: Zu Ihm werden wir zurückkehren.
Wenn dir der bittere Trank des Todes gereicht wird, kĂĽsse ich den Kelch voller Freude,
und trunken werde ich sterben, denn unser Tod ist unsere Hochzeit mit der Ewigkeit.
Wenn das Geheimnis enthĂĽllt wird, sind wir eins mit Gott.
Das Licht im Inneren des Körpers flackert und stirbt,
doch das Licht des Herzens ist das Licht Gottes, und es vergeht nicht.
Wie sollte die Seele nicht die Flucht ergreifen, wenn sie aus der Herrlichkeit Gottes einen sĂĽĂźen, gĂĽtigen Ruf vernimmt?
Warum bist du hier? Seele, erhebe dich!
Verlass den Körper und werde zu einer Seele, die in jene andere Welt hineintanzt.
Fliehe nicht davor, auch wenn es fĂĽr einen Moment Chaos und Aufruhr bedeutet.
Wenn diese Schale zerbricht, wirst du zur Perle.
Wenn du aus diesem Käfig befreit wirst, liegt deine Heimat im Rosengarten.
Wenn Gott dich ruft und dich zu sich zieht, ist das Gehen das Paradies, ist das Sterben der Fluss des Lebens.
Mein Mund schließt sich in dieser Welt und öffnet sich in der anderen –
ein Freudenschrei, der durch den ortlosen Himmel hallt.
Wer sind wir? – Rumis mystisches Gedicht in Musik
(Who Are We | Rumi’s Mystical Poem in Music)

Oh Freund von uns, geliebtes Herz, oh Welt der Geheimnisse, du bist unser!
Oh Joseph unserer sehnsuchtsvollen Augen, oh Glanz unseres Marktplatzes!
Siehe, in diesem Jahr ist unser Atem sĂĽĂź, und auch im letzten Jahr hat die Liebe unsere Schritte gesegnet.
Wir sind Bettler, und doch bist Du einhundert Schätze, Münzen und pures Gold.
Wir sind Träge – und doch wirst Du zu unseren einhundert Pilgerreisen, zu unseren Kriegen.
Wir sind Schläfer, versunken in achtsamer Nacht – und doch bist Du unser hell erwachtes Königreich.
Wir sind mĂĽde Seelen, aber Du allein bist einhundert Balsame fĂĽr jede Wunde.
Wir sind Ruinierte, aber Du bist durch Deine Gnade der Architekt dessen, was wir sind.
Gestern Nacht sprach ich zur Liebe und sagte:
„Oh listiger König, oh Herr von uns – verbirg Dein Antlitz nicht, verwehre Dich uns nicht,
Du bist es ja, der unsere königliche Krone an sich gerissen hat!“
Und die Liebe antwortete: „Dieses Werk stammt nicht von euch – dieses Werk gehört Uns.
Denn alles, was ihr sprecht, kehrt wieder zurück, wie Echos von Unserem gewaltigen Berg.“
Ich sagte zur Liebe: „Wer sind wir dann, und ist diese Stimme unsere eigene Rede?“
Und die Liebe antwortete: „Der Berg hat keinerlei eigenen Willen – und doch sind Wir frei.“

Wird kopiert…

Trunken vor Liebe – Ein mystisches Sufi-Gedicht von Rumi
(Drunk with Love – Rumi Poem | Mystical Sufi Music)

Komm nun, du wandelndes Wunder, krumm und gerade, sag mir, was hast du wieder getrunken?
Trunken und gebrochen gehst du in die Irre, von Haus zu Haus und von StraĂźe zu StraĂźe.
Mit wem hast du dein Spiel getrieben? Von wem hast du einen Kuss gestohlen?
Wessen Haar hast du gelöst, Locke für Locke und Strähne für Strähne?
Du bist fĂĽr niemanden ein Gegner, oh du ganz von Helligkeit erfĂĽlltes Auge des Lichts.
Du verbirgst dich, so wie Fische es tun, von Teich zu Teich und von Strom zu Strom.
Sprich die Wahrheit bei deiner Seele, mein Herz und meine Seele gehören dir.
Mein Herz ist wie zerbrechliches, klares Glas – trinke es hinab, Schluck für Schluck.
Sprich die Wahrheit, verbirg sie nicht, wende dich nicht ab von jenen, die lieben.
Wo ist die Quelle, aus der ich schöpfen mag, Krug für Krug und Kelch für Kelch auf der Suche nach dir?
Dein Trugbild kam gestern Nacht in die Runde, es kannte mich noch nicht,
und doch heftete es seinen Blick auf mich, Angesicht zu Angesicht und Auge in Auge.
Als es diesen Diener gut erkannte, diesen Diener, der auf krummen Wegen wandert,
sprach es: „Komm nach Hause, warum schweifst du von Ort zu Ort und von Pfad zu Pfad?
Dein Leben ist auf langen Reisen vergangen, mit Gutem und Bösem, Falschem und Richtigem,
wie eigensinnige Frauen, die blind umherwandern, von Raum zu Raum und von Stand zu Stand.“
Ich sagte: „Oh Bote der Seele, Ursprung des Abstiegs der Seele,
da du getrunken hast, so gewähre mir ein paar Worte des Vorwurfs, einiges Reden, einiges Gespräch.“
Er sagte: „Ein einziger Funke davon, wenn er auch nur an deinen Mund getragen wird,
verbrennt dir sofort Kehle und Mund, und du wirst zu jedem Gott aufschreien.“
Er verleiht die Kraft, die so recht zu seinem Zustand passt.
Das, was dich an der Kehle packt, danach suche nicht.
Ich sagte: „Wo ist der Wein der Seele? Mein Herz und meine Seele seien dafür verloren.
Ich gehöre nicht zu den Kamelherzigen, die sich durch Geschrei und Lärm fortführen lassen.“
Wer mit aufgeschnittener Kehle kann sich erheben? Wer könnte diesen Becher aus Feuer ablehnen?
Wer auch immer sich davon abwendet, ist mir ein Feind, ein Feind.
Die Hand, die dessen leer ist, selbst wenn sie mit königlicher Majestät gekrönt wäre,
ist nur eine abgehauene Hand, die auf den Stufen des Klosters zurĂĽckgelassen wurde.
Sei still, du treuer Vertrauter der Geheimnisse, ob dunkel oder hell,
einem UngeprĂĽften, Ungetesteten offenbare noch nicht die verborgenen Wahrheiten.
Wo ist der Eine? – Ein mystisches Sufi-Gedicht von Rumi
(Rumi – “Where is the One” | Mystical Sufi Poetry in Music)

Wo ist der Eine, der meine Seele ohne Wein trunken macht?
Und wo ist der Eine, der jede Hand von meinem Herzen und meiner Seele nimmt?
Wo ist der Eine – bei dessen eigenem Haupt ich schwöre;
und wo ist der Eine, der meinen Eid brach und meine Reue zerschmetterte?
Wo ist der Eine, nach dem die Seelen in der Morgendämmerung aufschreien,
der Eine, dessen Kummer mich fort von meinem angestammten Platze getragen hat?
Er ist die Seele der Seele – wenn Er keinen Ort hat, welches Wunder ist das?
Wo ist der Eine, der eine Wohnung in unserem eigenen Körper sucht?
Der Blick des Auges ist nur ein Vorwand, dahinter liegt das wahre Verlangen –
wo ist der Eine hinter jenem Blick, der wahre Herzensbrecher?
Er verschleierte das klare Herz und beschwor Trugbilder herauf,
wo ist der Eine, der durch den Schleier hindurch mein Herz fesselte?
Die Vernunft lieĂź niemals ab von ihrem Warum und Wie, bis sie trunken wurde;
wo ist der Eine, der, trunken, von allem Fragen befreit ward?
Werde Licht – Ein seelenvolles Gedicht von Rumi |Verwandle deine Seele in Licht
(Become Light – A Soulful Poem by Rumi | Transform Your Soul into Light)

Lass alle Listen hinter dir, oh Liebender, verliere deinen Verstand,
tritt ein in das lodernde Feuer der Liebe und werde selbst zur Flamme.
Vergiss dich selbst, verlass dein Zuhause, reiĂźe die Mauern des Egos nieder,
dann komm in das Haus der Liebenden und sei dort ganz daheim.
Wasche dein Herz siebenmal von jedem Hass rein, bis es strahlt,
dann sei der Kelch, der den Wein der Liebe in sich trägt.
Werde gänzlich zu reiner Seele, um des Geliebten der Seelen würdig zu sein,
und wenn du unter den Liebestrunkenen wandelst, so sei trunken wie sie.
Sei das Juwel der Schönheit hier, der Gefährte des leuchtenden Antlitzes,
sei jene seltene und kostbare Perle, sei die Kraft im Vergehen.
Wenn dein Geist von der SĂĽĂźe dieses Tages fortgerissen wird, verliere dich selbst,
und werde wie die Liebenden zur Geschichte, die man sich erzählt.
Schreite durch die Nacht des Grabes, damit du die Nacht der Vereinigung erreichst,
sei wie das Schicksal selbst, eine Wohnstatt fĂĽr die Seele.
Deine Gedanken werden dich in die Irre führen und dich treiben, wohin es ihnen gefällt,
darum geh ĂĽber alle Gedanken hinaus und sei wie das Schicksal der Wegweiser selbst.
Das Verlangen ist ein Schloss vor dem Herzen, eine Kette um unsere Seele,
sei der Schlüssel, der es öffnet, sei der König selbst.
Das Licht von Mustafa berührte einst eine weinende Säule aus Holz,
du bist doch mehr als bloßes Holz, so lausche der Sprache der Vögel.
Sei nicht die Furcht, die sie spĂĽren, sei einfach da,
wenn die Geliebte ihr Angesicht zeigt, werde ganz erfĂĽllt wie ein Spiegel.
Wenn sie ihr Haar löst, sei der Kamm, der es sanft berührt,
wie lange noch willst du dich wie ein Bauer bewegen, wie lange krumm wie ein Springer?
Erhebe dich jetzt, gerade und weise, sei die Weisheit selbst.
Du dankst der Liebe mit Gaben und Gold, doch lass das Gold abfallen,
opfere stattdessen dein innerstes Selbst und sei die Dankbarkeit selbst.
Einst warst du nur Lehm, einst nur ein Tier, das atmete,
jetzt bist du die Seele selbst, so sei der Geliebte der Seele.
Oh Zunge, die du an jeder Tür zersplitterst, wie lange noch willst du solchen Lärm machen?
Lass das Gerede der Worte hinter dir, sei still, sei still.
Nenne mich bei keinem Namen – Rumis Gedicht der grenzenlosen Liebe
(Call Me By No Name | Rumi’s Poem of Boundless Love)

Oh ihr Menschen, sagt mir, was ist die Heilung, denn ich erinnere mich nicht an meinen Namen.
Weder Christ noch Jude bin ich, weder Zoroastrier noch dergleichen.
Nicht aus dem Osten, nicht aus dem Westen, nicht vom Land, nicht vom Meer.
Es gibt keine Umlaufbahn, in der ich mich drehe.
Nicht Erde, nicht Luft, nicht Wasser, nicht Feuer, kein Element der Zeit.
Meine Heimat liegt im Ortlosen, mein Zeichen ist die Zeichenlosigkeit.
Keines Menschen Seele kann mich halten, ich bin vom Atem des Geliebten.
Es ist wahr, ich bin nicht dies, ich bin nicht das, ich bin das Eine.
Mein Herz eilt zurĂĽck, ich habe die zwei Welten in eine einzige gegossen.
Das Eine ist es, das ich suche, von dem ich spreche, das ich besinge.
Das Eine, das Erste, das Letzte, das Sichtbare, das Unsichtbare.
Nichts bleibt ĂĽbrig als die Liebe dazwischen.
Nicht die DĂĽfte Indiens, noch Chinas Felder, noch die fernen Ebenen von Bulghar.
Nicht Khorasan, noch die zwei Meere, keine Grenze bleibt mehr bestehen.
Nicht von dieser Welt, noch von der nächsten, nicht des Himmels Seligkeit, noch die Hölle.
Nicht Adams Staub, noch Evas eigener Atem, kein Etikett passt recht zu mir.
Von der eigenen Seele der Liebe bin ich übervoll, beide Welten glitten mir aus den Händen.
Wenn ich jemals auch nur einen einzigen Atemzug ohne dich tue, nehme ich ihn wieder zurĂĽck.
Schenkt mir einen Moment des Schweigens mit dem Freund allein, und ich werde die Welten unter uns ertanzen.
Wie ein Vogel, der noch im Ei fliegt, im Glanz von Lehm und Wasser.
So trunken von dir in allem, was ich sehe, gibt es keine Heilung als diese sĂĽĂźe Flamme.
Diese grenzenlose Liebe, die durch mich brennt und mich bei deinem eigenen Namen ruft.
Das Lied der Rohrflöte – Rumis Gedicht, das die Welt erschütterte
(Song of the Reed | Rumi’s Poem That Shook the World)

Horch auf die Rohrflöte und höre, was sie erzählt,
wie sie von Trennung klagt und jammert.
Seit ich aus dem Röhricht herausgeschnitten wurde,
haben Frauen und Männer bei meinem Wehruf bittere Tränen vergossen.
Ich suche eine Brust, die vom Schmerz des Verlustes StĂĽck fĂĽr StĂĽck zerrissen ist,
damit ich vom quälenden Preis der Sehnsucht sprechen kann.
Wer auch immer fern von seinem wahren Ursprung lebt,
sehnt sich nach dem Tag der Heimkehr und der Vereinigung.
In jeder Menge habe ich meine Klage vergossen,
mit frohen wie mit trauernden Menschen bin ich gelebt und gewachsen.
Ein jeder machte mich nach seinen eigenen Vermutungen zum Freund,
doch keiner erforschte mein Herz, um die Wahrheit zu finden, die ich in mir trage.
Mein Geheimnis liegt gar nicht so fern von diesen meinen Rufen,
doch es fehlt das innere Licht fĂĽr Ohren und Augen.
Der Körper ist nicht vor der Seele verborgen oder verschlossen,
und doch ist es nur wenigen vergönnt, dass die Seele sich ihnen offenbart.
Diese Flöte ist pures Feuer, kein bloßer Windhauch,
und wer dieses Feuer nicht in sich trägt, der soll nicht sein.
Es ist die eigene Glut der Liebe, die in der Rohrflöte brennt,
es ist der berauschende Drang der Liebe, der den Wein durchdringt.
Die Rohrflöte wird zum Gefährten eines jeden Herzens, das vom Freunde getrennt ist,
ihre Töne haben unsere Schleier zerrissen, damit wir sehen können.
Sie spricht von Wegen, auf denen Blut und Dornen herrschen,
sie erzählt Geschichten vom Wahnsinn der Liebenden.
Niemand bewahrt diese Weisheit, auĂźer demjenigen, der sein Ego ablegt,
so wie die Zunge nur im Ohr den Abnehmer fĂĽr ihr Handwerk findet.
In all unserem Kummer gerieten die Tage aus den Fugen der Zeit,
unsere Tage vergingen als ständige Begleiter unseres inneren Feuers.
Wenn die Tage gegangen sind, dann lass sie verstreichen und fliehen,
bleibe du nur rein, so rein wie du nur sein kannst.
Alle auĂźer den Fischen werden des Meeres mĂĽde,
und fĂĽr den UnglĂĽckseligen wird der Tag lang und schwer.
Der Unreife kann den Zustand des Gereiften niemals nachempfinden,
darum lass die Worte kurz sein, gehab dich wohl, Salam.
Mein Herz – Rumis intensivstes Gedicht über das Herz
(My Heart | Rumi’s Most Intense Poem About the Heart – English Music Translation & Meaning)

Sinne nicht auf Grausamkeiten, denn wenn du es tust, trifft es mein Herz,
oh mein Herz, oh mein Herz, oh mein Herz, oh mein Herz.
Wenn du dich gegen meinen Körper wendest, freut sich mein Feind,
doch an dieser MĂĽhsal ermĂĽdet am Ende nur dein eigenes Herz, oh mein Herz.
Mucker und liebestoll ist mein Herz, kopflos und fuĂźlos mein Herz,
in der Morgendämmerung eilt mein Herz an jeden erdenklichen Ort.
Selbstlos und verrĂĽckt ist mein Herz, das Haus meines Herzens ist voller Blut,
verweilend und kreisend zieht mein Herz ĂĽber die Plejaden hinaus.
Verbrannt und mager bist du auf der Suche nach deinem Juwel,
komm und schlage dein Zelt am Rande des groĂźen Meeres auf, oh mein Herz.
Manchmal gleicht dieses Herz von mir röstendem Fleisch, dessen Duft die Welt erfüllt,
manchmal ist dieses Herz von mir wie eine Laute, die süße Melodien erklingen lässt.
Klagend und begnadigt ist es nun, mitten im Kampf ertrunken,
nun steht es auf dem Berge Qaf und jagt dem Phönix hinterher, mein Herz.
Wenn der Fels von Moses durch Ihn zu einer flieĂźenden Quelle wurde,
dann lass auch mein Herz aus Stein und Dornen zu einem Bach der wahren Weisheit werden.
Jesus, der Sohn der Maria, fuhr auf zum Himmel und lieĂź seinen Esel zurĂĽck,
ich blieb auf Erden und stieg dennoch empor in die höchsten Höhen, mein Herz.
Genug nun, denn die Sprache dieser Zunge ist nur ein Schleier fĂĽr Herz und Seele,
oh Herr, der Du jenseits aller Worte bist, blicke auf mich und erkenne mein Herz.
Als ich in der Seele reiste – Ein lebensveränderndes Gedicht von Rumi
(When I Traveled In The Soul | A Life Changing Poem by Rumi)

In der Dämmerung am Himmel offenbarte sich ein Mond,
er stieg vom Himmelszelt herab und blickte tief in uns hinein.
Wie ein Falke, der im Augenblick der Jagd einen Vogel ergreift,
so packte mich jener Mond und eilte mit mir über die Himmelsphären.
Als ich in mein Inneres blickte, sah ich mich selbst nicht mehr,
denn in jenem Mond wurde mein Körper durch Gnade ganz zur Seele.
Als ich in der Seele reiste, sah ich nichts als den Mond,
bis das Geheimnis der allerersten Offenbarung vollends ausgesprochen war.
Alle neun Himmelssphären schmelzen in diesem Mond dahin,
das Schiff meines Daseins verbarg sich gänzlich im Meer.
Jenes Meer lieĂź eine Welle ansteigen, und die Vernunft erwachte wieder,
um die Kunde zu verbreiten: „So geschah es und so war es.“
Jenes Meer schlug Schaum, und aus jedem StĂĽck dieses Schaums
entstand eine Form von diesem und jenem, und ein Körper wurde aus diesem und jenem.
Jedes Stück des Körperschaums, das ein Zeichen aus diesem Meer empfing,
schmolz augenblicklich dahin und floss zurĂĽck in jenes Meer.
Ohne das Glück und den Segen des Meisters Shams al-Haqq von Täbris
kann man weder den Mond erblicken, noch jemals selbst zum Meere werden.
Ich bin du – Ein mystisches Gedicht von Rumi über die Einheit
(I Am You – A Mystical Poem by Rumi | Sufi Song for the Soul)

Ich bin du, du bist ich, oh Freund, weiche nicht von deiner Seite,
betrachte dich selbst nicht als Fremden und weise dich nicht von deiner eigenen TĂĽr.
Verliere nicht Kopf und FuĂź durch deine endlosen Versuchungen,
damit ich nicht wie ein Verwirrter den FuĂź der Grausamkeit gegen mein eigenes Haupt richte.
Derjenige, der wie ein Schatten unzertrennlich von deiner Gestalt ist, das bin ich,
ziehe nicht, oh Freund, deinen eigenen Dolch gegen deinen eigenen Schatten.
Oh Baum, der du Tausende von Schatten in jede Richtung wirfst,
र्मेंse diese Schatten und trenne dich nicht von deiner eigenen Essenz.
Verbirg all die Schatten und lass sie im Lichte vergehen,
enthĂĽlle das Antlitz deines sonnengleichen, leuchtenden Selbst.
Das Reich des Herzens ist in Unordnung geraten durch deine WankelmĂĽtigkeit,
erhebe dich auf den Thron und ziehe deinen FuĂź nicht von deiner eigenen Kanzel.
Die Vernunft ist eine Krone, so sprach Ali einst als Gleichnis,
schenke dieser Krone ein neues Juwel, ein Juwel aus deinem eigenen inneren Schatz.
Tot war ich, lebendig wurde ich – Rumis mystische Reise
(Dead I Was Alive I Became | Rumi’s Mystical Journey)

Tot war ich, lebendig wurde ich,
weinend war ich, zu Lachen wurde ich,
der Regen der Liebe traf ein,
und ich wurde zu einem ewigen Schauer.
Mein zufriedenes Auge gehört mir,
meine tapfere Seele gehört mir,
meine löwenherzige Kraft gehört mir,
ich wurde zu einer leuchtenden Venus.
Er sagte: „Du bist nicht verrückt,
du bist dieses Hauses nicht würdig.“
Da ging ich und wurde verrĂĽckt,
wurde zu einer Kette, die Gefangene bindet.
Er sagte: „Du bist nicht berauscht,
dein Angesicht zeigt diesen Zustand nicht.“
Da ging ich und wurde berauscht,
wurde gänzlich von Verzückung erfüllt.
Er sagte: „Du bist nicht erschlagen,
nicht tief in Ekstase getränkt.“
Vor seinem lebenspendenden Angesicht
wurde ich erschlagen und warf mich nieder.
Er sagte: „Du bist klug,
berauscht von Fantasie und Zweifel.“
Ich war getäuscht und wurde zum Freund,
entwurzelt von allem, was mich hielt.
Er sagte: „Du wurdest zu einer Kerze,
wurdst zum Mittelpunkt des Streits.“
Wenn die Dunkelheit endet – Ein Rumi-Gedicht voller Hoffnung und Licht
(When Darkness Ends by Rumi – Rumi’s Poem of Hope & Light)

Noch einmal mit Wein und Becher, ja!
Wir kehren zurück in die göttliche Gegenwart, ja!
Die neue Quelle der Schönheit bricht sich Bahn im Garten, ja!
Und jene zarten Zweige werden herrlich erblĂĽhen, ja!
Wenn die Wiese ihre grünen Bögen formt, ja!
Werden Rose und Lotus miteinander vereint sein, ja!
Die SchĂĽrze der Erde, einst voller Staub und TrĂĽmmer, ja!
Wird mit kostbarem Moschus und Amber erfĂĽllt sein, ja!
Ohne uns – Ein spirituelles Gedicht von Rumi über die Reise jenseits des Selbst
(Without Us – Rumi Poem Spiritual Sufi Music Journey Beyond Self)

Eine Reise fiel uns zu ganz ohne uns,
da sind Herzen, die sich weit öffnen ohne uns.
Jener Mond, der sich stets vor uns verbarg,
legte sein Antlitz an das unsere ganz ohne uns.
Als wir in des Freundes Kummer unsere Seele gaben,
schenkte sein Schmerz uns neues Leben ganz ohne uns.
Wir sind für immer trunken gänzlich ohne Wein,
wir sind fĂĽr immer froh und selig ohne uns.
Erinnere dich niemals an uns,
wir selbst sind das Ich, das zu uns wurde, ohne uns zu sein.
Wir sagen voller Freude: Oh wir,
mögest du immerdar verweilen ohne uns.
Alle TĂĽren waren fest vor uns verschlossen,
sie öffneten sich weit, als er den Weg wies ohne uns.
Das Herz bleibt ein Diener,
ein treuer Diener, der uns beisteht ohne uns.
Wir sind entkommen, sowohl dem Guten wie dem Bösen,
weit weg von aller Anbetung und Verderbnis ganz ohne uns.
Stirb vor dem Sterben – Rumis tiefgründige Weisheit
(Die Before You Die – Rumi’s Profound Wisdom in Song)

Stirb vor dem Sterben, oh geliebte Seele,
löse dich von der Fessel des Egos und der Angst,
denn im Sterben des Selbst liegt das wahre Erwachen,
eine Geburt in das unendliche Licht der Ewigkeit.
Lass die Illusion dieser vergänglichen Welt verblassen,
damit das Ewige in deinem Inneren Gestalt annimmt,
brich den Käfig auf, der deine Schwingen gefangen hält,
und fliege empor als ein freier Vogel des Himmels.
Wenn das Ego vergeht, bleibt nur noch die reine Liebe,
ein grenzenloser Ozean, der dich sanft umfängt,
so stirb in dieser Liebe, um fĂĽr immer zu leben,
denn der Tod des Suchenden ist der Beginn der Unsterblichkeit.
Was weiß ich schon? – Ein mystisches Gedicht von Rumi
(What Would I Know? – A Mystical Poem from Rumi)

Du fragst mich, auf welchem Weg ich wandle,
was weiĂź ich schon?
Du sagst: „In welchem Zustand befindest du dich?“,
was weiĂź ich schon?
Warum bist du so unsterblich verliebt?
Was weiĂź ich schon?
Du fragst mich nach dem Elend, das ich ertrage,
wie wird er meine Liebe jemals erdulden?
Was weiĂź ich schon?
Ich bin verloren in den Wellen und Ozeanen deiner Liebe,
du fragst, wo ich jetzt verweile,
was weiĂź ich schon?
Du forderst mich auf, meine Seele zu opfern,
fragst, ob ich mich vor dem Kommen fĂĽrchte,
was weiĂź ich schon?
Du fragst, ob man fĂĽr Gottes Sakrament erschlagen wird,
doch wenn die Göttlichkeit fortbesteht,
was weiĂź ich schon?
Du fragst mich: „Was suchst du noch,
jenseits von all dem leuchtenden Licht?“,
was weiĂź ich schon?
Du fragst, was dich an diesen Käfig fesselt,
wenn du doch ein Vogel der LĂĽfte bist,
was weiĂź ich schon?
Einst hatte ich den rechten Pfad gefunden,
nun bin ich verloren durch jenen chotanesischen TĂĽrken,
was weiĂź ich schon?
Ich kann das Leid nicht vom Lichte unterscheiden,
solch sĂĽĂźe Qual bringt es mit sich,
was weiĂź ich schon?
In einer Nacht stahl Shams-e Tabrizi plötzlich mein Einssein
und machte zwei daraus,
was weiĂź ich schon?
Du bist du – Ein tiefgründiges Gedicht von Rumi über die Selbsterkenntnis
(You Are You – A Soulful Poem by Rumi on Self-Discovery)

Du bist nicht, was ich bin,
ich bin nicht, was du bist,
du stehst nicht dort, wo ich stehe,
noch bin ich im Recht, wo du es bist.
Ich lebe ganz nach deinem Gesetz,
du verweilst vollkommen in meinem Blut,
und selbst wenn ich zu Sonne und Mond wĂĽrde,
wäre ich noch immer weniger als du.
Oh du geflĂĽgelter Neid der Welt,
wenn du an mir vorĂĽberziehst, verweile so und eile nicht,
damit ich erkennen mag, dass du es bist.
Gestern Nacht zogst du an meiner TĂĽr vorbei,
doch ich vernahm keinen Duft von dir,
nur mein Ohr flĂĽsterte mir leise zu:
Mein Leben, meine Seele, du bist es.
So wie jedes Leben und jedes Herz wie Gras in deinem Staube wächst,
welchen Platz gäbe es da noch für Herz oder Seele?
Oh Herz und Seele, die du selber bist.
Oh Blick, der ĂĽber uns wacht,
oh Vernunft, die allzeit in uns gegenwärtig ist,
doch woher nehme ich den Mut zu verkĂĽnden, dass du du bist?
Als du mich am Ohr gezogen hast,
nahmst du mich fort von dort, wo ich war,
und hast mich auf jene wunderbaren Wunder blicken lassen,
damit ich sehen kann, dass du es bist.
Ich bin trunken,
und du bist trunken von mir,
Fehler und Fehltritte kamen ĂĽber mich,
ich kann dich aus eigener Kraft nicht erreichen,
und doch wirst du mich dorthin fĂĽhren, denn du bist du.
Ich halte meine Zunge im Zaum bei all dem,
trinke in Geduld und tiefer Entschlossenheit,
und bitte dich, die Worte dieses SĂĽnders zu vergeben, der nun gesteht.
Verborgenes Wesen – Ein zeitloses Gedicht über Liebe und Sehnsucht
(Rumi’s Hidden Presence – A Timeless Poem of Love & Longing)

Du lieĂźest mich verloren zurĂĽck,
und doch bin ich voller Heiterkeit,
noch immer trunken, noch immer lachend in deiner Liebe,
oh strahlender Joseph, der ewig nahe ist.
Durch dich bin ich mir selbst entschwunden,
in dir sehe ich mein verborgenes Ich,
oh du, dessen Wesen tief in meinem innersten Geheimnis verborgen bleibt.
Deine Berührung lässt Rosen aufbrechen und erblühen,
dein Atem lässt Lilien sich beugen und erheben,
oh endloser Garten, der immerzu erfĂĽllt ist,
wo die Blüten der Schönheit niemals sterben.
In einem Moment verbrannt vom wilden Feuer der Liebe,
im nächsten umarmt von leuchtenden Gärten,
fĂĽhrst du mich zu der heiligen Lampe,
um meine Seele in strahlendes Licht zu tauchen.
Oh Seele, geboren noch vor allen anderen Seelen,
oh tiefer Quellgrund, noch vor allen Brunnen da,
mit zeitloser Essenz, du Ursprung von allem,
in meinem Herzen wohnt dein Geheimnis.
Wenn der Staub meine Ruhestätte sein muss,
dann lass mich ohne Sorge fallen,
denn der Gedanke an dich hebt mich noch immer empor,
weit ĂĽber die Sterne, weit ĂĽber die Winde hinaus.
FĂĽr jene, deren Grab in den Wellen liegt,
ist des Meeres Umarmung sanft und weit.
Wo ist das Grab, wenn das Leben so nahe ist?

***

SAMMLUNGEN DER MUSIKGEDICHTE

1 Stunde Rumis Poesie

🇬🇧(automatische deutsche Untertitel wählbar)
Rumi: 1 Stunde friedlicher Sufi-Lieder, um deine Seele zu heilen u. den Geist zur Ruhe zu bringen

✨ „Stille ist die Sprache Gottes, alles andere ist nur eine schlechte Übersetzung.“ – Rumi
Willkommen zu einer einstündigen Oase der Ruhe, geprägt von Musik und gefühlvollen Melodien, inspiriert von der zeitlosen Weisheit Rumis.
In einer Welt, die ständig laut, hektisch und anspruchsvoll ist, wurde diese Sammlung geschaffen, um deiner Seele einen Ort der sanften Ruhe zu schenken. Ganz gleich, ob du lernst, meditierst, Tagebuch schreibst, nach einem langen Tag zur Ruhe kommst oder einfach nur einen Moment der Stille brauchst – lass diese Gedichte und den Klang der Ney-Flöte deine Sorgen wegspülen und Stille in dein Herz bringen.
Setz deine Kopfhörer auf, atme langsam und tief ein und lass deine Seele zur Ruhe kommen.
🕊️🌿✨

📜 Kapitel der Reise:
Hier die 16 🇩🇪 Rumi-Liedtexte als PDF

00:00​ – The Gambler
04:43​ – All is He
07:26​ – Go Mad
12:23​ – The Cure
16:23​ – Comfort of Pain
21:41​ – It Is Time TO Depart
26:52​ – No Sorrow Can Touch You
31:30​ – You And I
35:19​ – You Are Just as You Are
39:18​ – Come Back …
43:02​ – The Only True Wine
47:49​ – May It Forever Be So
50:36​ – You Are In Me
55:25​ – Before It’s Too Late …
60:08 – Where Can I Flee From You
64:37 – The Hidden Wine

GOTT FLĂśSTERTE DIES – Rumi
2 STUNDEN POESIE

🇬🇧 (automatische deutsche Untertitel wählbar)
Rumi: 2 Stunden voller größter Geheimnisse für die Seele (Sufi-Lyrik & heilende Musik)

Willkommen auf der ultimativen Reise der Seele. Diese zweistĂĽndige Rumi-Sammlung richtet sich an alle, die durch Sufi-Poesie und heilende Musik inneren Frieden suchen.
Rumi (Mewlana) schrieb nicht nur Gedichte; er zeichnete eine Landkarte zum Göttlichen. In dieser Zusammenstellung aus „Poetry for Heart“ haben wir unsere wertvollsten Musikstücke zusammengetragen, um Ihnen zu helfen, Frieden zu finden, Ihr Herz zu heilen und sich wieder mit dem inneren Licht zu verbinden. Ganz gleich, ob Sie Meditationsmusik, spirituelles Erwachen oder einen Moment tiefer Stille suchen – lassen Sie sich von diesen Versen leiten.



📜 Kapitel der Reise:
Hier die 34 🇩🇪 Rumi-Liedtexte als PDF

0:00​ I Am Lost
4:55​ This is He
8:02​ Beyond Separation
11:26​ Ocean & Fish
15:11​ The Sacred Sign
19:07​ The Cure
23:07​ Seek Within
26:41​ I Have Fallen
30:18​ All Is He
33:01​ The Gambler
37:44​ You Are My Soul
40:29​ A Soul Speaking in Silence
43:00​ Call of Love
47:03​ Secrets of Soul
49:44​ Dance of the Soul
53:20​ The One
58:35​ Guide of Souls
1:02:31​ Nothingness
1:05:46​ No One is Ever Alone
1:08:19​ Selfless
1:10:53​ Sun of Love
1:13:22​ The Beloved Within
1:16:38​ The Moon
1:20:12​ Full of Light
1:21:20​ I Am You
1:24:28​ When Darkness Ends
1:27:28​ The Flame Within
1:30:01​ What Would I Know
1:33:24​ Call Me by No Name
1:37:43​ You Are You
1:41:50​ Take the Cup of Love and Go
1:44:38​ Fire of Love
1:49:40​ Drink of the Divine
1:54:17​ Become Light

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