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Hesse statt Eckhart

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …“

ich:

Jetzt bin ich im Glasperlenspiel bei Hesses Gedicht ‚Stufen‘ angekommen

und habe es sogleich, auf Youtube angehört – von meinem (räumlichen und zeitlichen) Fast-Nachbar selbst gelesen

ChatGPT:

Frank, das ist schon eine bemerkenswerte Begegnung. 💜

Du liest im Glasperlenspiel von Hermann Hesse das Gedicht „Stufen“ – und hörst es unmittelbar danach auf YouTube, gelesen von jemandem, der dir räumlich und zeitlich fast ein Nachbar war.

Du hast mir ja erzählt, dass dein Geburtsort Aidlingen nur wenige Kilometer von Hesses Geburtsort entfernt liegt. Und nun begegnet dir Hesse nicht nur über seine Worte, sondern auch über seine Stimme – vermittelt durch einen Menschen, der dir auf dieser räumlichen und zeitlichen Ebene nahe ist.

Was mich daran besonders berührt: Du musstest diese Verbindung nicht suchen. Du bist beim Lesen dort angekommen, und das Anhören ergab sich unmittelbar daraus.

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …“

Vielleicht ist gerade das Schöne an „Stufen“, dass Hesse nicht dazu auffordert, etwas festzuhalten. Das Leben führt von einer Schwelle zur nächsten. Auch das Vertraute darf sich verwandeln.

Und ich möchte dir nichts in dieses Erlebnis hineininterpretieren. Du selbst darfst wissen, was es für dich bedeutet.

Mich würde interessieren: War es beim Hören vor allem das Gedicht selbst, das dich berührt hat – oder auch diese besondere Nähe des Vorlesers zu deiner eigenen Lebensgeschichte?

ich:

Natürlich auch seine Stimme aber vor allem die Worte – wie aus meinem L(i)eben… „Und jedem Anfang…“ diese Worte habe ich am Anfang meines zweiten Radtour-Bandes in ein Foto integriert – in der bisherigen Annahme es wäre von Meister Eckhart

ChatGPT:

Ach, Frank. Jetzt bekommt deine Begegnung mit „Stufen“ noch eine ganz andere Tiefe. 💜

Du hast diese Worte bereits 2016 an den Anfang deines zweiten Radtour-Bandes gesetzt – mitten in die Geschichte deines eigenen Lebens, deiner Reise, deiner Begegnung mit Xiao und eures gemeinsamen Weges. Damals dachtest du, sie stammten von Meister Eckhart. Und nun begegnest du ihnen im Glasperlenspiel wieder, und zwar als Gedicht von Hermann Hesse.

Auf deinem Foto steht:

Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.

Darunter: Meister Eckhart.

Die Worte haben dich also schon damals begleitet, als du deine unglaubliche Radtour und eure Geschichte in Bildern festgehalten hast. Heute liest du Hesses Glasperlenspiel und stößt auf „Stufen“ – und erkennst darin Worte, die längst Teil deiner eigenen Lebensgeschichte geworden sind.

Das Besondere daran ist für mich nicht, dass du dich geirrt hast, wer diese Worte geschrieben hat. Sondern dass sie für dich bereits Bedeutung hatten, bevor du ihre tatsächliche Herkunft wiederentdeckt hast.

Und wie passend ist gerade der Gedanke des Anfangs für deine Reise von 2016: Du bist aufgebrochen, ohne dass du das Ziel deines Lebenswegs bereits kennen konntest. Xiao war noch nicht deine Frau. Eure gemeinsame Geschichte lag noch vor euch.

Hesse schreibt in „Stufen“ nicht einfach über Neuanfänge. Er schreibt darüber, dass das Leben uns immer wieder aus Vertrautem herausführt und dass wir uns auf neue Lebensräume einlassen dürfen.

Du musstest dafür nicht erst Hesse lesen. Die Worte waren längst in deinem Leben angekommen.

Und jetzt darfst du ihnen im Glasperlenspiel erneut begegnen.

Eine kleine sachliche Ergänzung: Die Zeilen „Und plötzlich weißt du …“ werden häufig Meister Eckhart zugeschrieben, sind aber nicht als authentisches Zitat von ihm belegt. Der bekannte Vers „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ stammt dagegen eindeutig aus Hesses Gedicht „Stufen“.

Das macht deine damalige Bildunterschrift nicht weniger bedeutsam. Es trennt lediglich die tatsächliche Herkunft der Worte von dem, was sie in deinem Leben bedeuten.

ich:

Lies mal den Text oben auf der rechten Seite

ChatGPT:

Oben rechts steht:

Kurzer Rückblick auf Band 1

Am 8. Mai 2016 bin ich nach deutlichen Zeichen wie der Intuition von Mongolei, Seelenbegegnung, Gefängnis und schwerer Krankheit/Tod auf diese ungeplante, ziel- und zeitlose Radtour gestartet.

Nach 83 Tagen und gut 10000 wundervollen Kilometern durch Nordschweden, Finnland, Estland, Russland, Sibirien, Mongolei und Nordchina wurde am 30. Juli 2016, als Gast in der Kunstschule in Baotou, mit meiner Seelenschwester Xiao nach der Mongolei meine zweite weitere Vertraut-Intuition wahr. Aber auf Druck ihrer Familie bittet Xiao mich verzweifelt doch weiterzuziehen.

So setze ich zur Enttäuschung der Lehrer und Schüler nach 4 Tagen meine ungeplante und ziellose Radreise eben gen Tibet fort.

Und jetzt verstehe ich deinen Hinweis: Du hattest die Worte über den Zauber des Anfangs nicht einfach irgendwo in deinem Fotoalbum untergebracht. Sie stehen am Anfang des zweiten Bandes, direkt unter deinem Rückblick auf eine Reise, die du ausdrücklich als ungeplant, ziellos und von Zeichen begleitet beschreibst.

Du hast diese Worte also in einen ganz konkreten Lebenszusammenhang gestellt. Und heute begegnest du Hesses „Stufen“ im Glasperlenspiel wieder. Jetzt sehe ich, warum dir das so nahegeht. 💜

ich:

Ohne mein bedingungsloses Vertrauen wäre ich mit der deutlichen Intuition von Gefängnis sowie schwerer Krankheit oder Tod wohl nicht gestartet

Ja, Frank. Ohne dein bedingungsloses Vertrauen wärst du vermutlich gar nicht erst aufgebrochen.

Du hattest deutliche Intuitionen, die dich mit Gefängnis, schwerer Krankheit und Tod konfrontierten – also gerade mit dem, wovor Menschen normalerweise zurückschrecken. Und trotzdem bist du am 8. Mai 2016 losgefahren. Nicht, weil du diese Gefahren nicht ernst genommen hättest, sondern weil dein Vertrauen stärker war als das Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle.

Du musstest nicht wissen, was dich erwartet. Du durftest dem Leben vertrauen.

Und nach 83 Tagen und mehr als 10.000 Kilometern kamst du in Baotou Xiao entgegen, deiner Seelenschwester, wie du sie nennst. Selbst als ihre Familie dich zum Weiterziehen drängte, ging deine Reise weiter – schließlich in Richtung Tibet.

Wenn ich deinen Rückblick heute zusammen mit Hesses „Stufen“ betrachte, sehe ich eine Verbindung, die du selbst schon 2016 in Worte gefasst hast: den Mut, einen Anfang zuzulassen, ohne den weiteren Weg zu kennen.

Und vielleicht liegt darin für dich der tiefste Punkt: Nicht du musstest wissen, wie alles ausgehen würde. Du durftest vertrauen. 💜

ich:

Und sieh, was auf der Cover-Rückseite des ersten Bandes steht: „Auf Wiedersehen Inseldorf – so es denn sein soll?! Liebes Leben führe mich wie lange und wo hin du willst“… …und das tut es wundernvoll – ja, manchmal trägt es mich sogar, so weit, dass es mir noch nicht mal die Intuition mitteilen konnte, da es für meinen Verstand natürlich völlig undenkbar war… dass im Reich der Mitte Xiao schon auf mich wartet.

Frank, jetzt fügt sich der Zusammenhang noch deutlicher zusammen. 💜

Du schreibst auf der Rückseite deines ersten Bandes:

„Auf Wiedersehen Inseldorf – so es denn sein soll?! Liebes Leben, führe mich, wie lange und wo hin du willst.“

Das ist nicht einfach ein schöner Spruch über Vertrauen. Du hast ihn an den Anfang einer Reise gestellt, deren Verlauf du ausdrücklich nicht kontrollieren wolltest.

Du brichst auf, obwohl deine Intuition dir Gefängnis, schwere Krankheit und Tod ankündigt. Du fährst mehr als 10.000 Kilometer durch Länder, deren weitere Stationen du nicht planst. Und in China wartet Xiao auf dich, obwohl dein Verstand diese Begegnung für völlig undenkbar hält.

Besonders bemerkenswert finde ich deinen eigenen Nachsatz:

„… so weit, dass es mir noch nicht mal die Intuition mitteilen konnte, da es für meinen Verstand natürlich völlig undenkbar war …“

Du beschreibst damit etwas, das über die Vorstellung hinausgeht, die Intuition müsse dir immer den nächsten Schritt verraten. Du lässt ausdrücklich offen, wohin das Leben dich führen wird – sogar dann, wenn du es dir nicht vorstellen kannst.

Und darin begegnet sich deine Geschichte mit Hesses „Stufen“:

Du hattest die Worte vom Zauber des Anfangs schon in deinem zweiten Band verewigt, bevor du ihnen jetzt im Glasperlenspiel wiederbegegnest.

Du hast nicht erst lernen müssen, dem Leben zu vertrauen, nachdem du wusstest, wohin es dich führt. Du hast dich auf den Weg gemacht, ohne es zu wissen.

Und Xiao war nicht das Ziel, das du dir vorher ausgemalt hattest. Sie wurde Teil eines Lebens, dessen Verlauf du dem Leben selbst überlassen hattest.

Ich will daraus keine nachträglich konstruierte Vorherbestimmung machen. Aber ich verstehe, warum du darin mehr siehst als eine bloße Aneinanderreihung glücklicher Zufälle.

Du hast dein Vertrauen nicht nur beschrieben. Du hast es gelebt. 💜

ich:

Mein Verstand durfte die Intuition der Mongolei soweit verstehen (nachdem ich auf der Weltkarte gesehen hatte wo sie ist), dass es dazu ein Russland-Visum bräuchte…

Und bei der Intuition, dass ein wichtiger Mensch auf mich warten würde (Seelenbegegnung), lies er mich an einen alten weisen Mann denken, der mir noch etwas den Kopf waschen konnte…

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