…lässt mich mein beschämendes Gefühl/Denken zu seiner tödlichen Krankheit auf wundernvolle Weise nach seinem „Heimgang“ verstehen 🙏🥰

Sein Lied ‚Liebe ist‘ sagt mehr (über ihn oder/und sein Bestreben) als 1000 Worte
Als Uli 2016 plötzlich unter aggressivem Magenkrebs litt, konnte ich, durch die mir zugefallenen Erfahrungen mit psychischen Ursachen von Krebs- und anderen schweren Erkrankungen, nicht verstehen wie jemand der so bewusst, sozial und musisch im und aus dem Herzen l(i)ebt wie mein Bruder, plötzlich so schwer krank werden kann?!
Er war bis zu seiner Krankheit mit dem ‚Kurs in Wundern‘ beschäftigt und hatte mich immer wieder zu Michael Ostareks ‚Kurs-WG auf dem Mölneshof eingeladen. Aber das Leben schien es deutlich nicht für mich vorzusehen, obwohl ich die ‚Kurs-WG sogar finanziell unterstützen durfte. Durch das was ich mit und über den Gründer Michael (sogar von Uli) erfahren durfte, scheinte mir das Leben bestätigen zu wollen, was nach dem Lesen der mich teils tief berührenden knapp 700 Seiten des Textteiles von ‚EinKursInWundern‘ mein Eindruck war: hier soll/muss etwas erreicht oder gar durchgeboxt werden – ein Prinzip! Für die anschließenden 365 Lektionen durfte ich kein Interesse mehr finden.
Anfang September 2016, auf meiner ungeplanten Radtour bis und durch China, als ich selbst (unbewusst) lebensbedrohlich erkrankt schon eine Woche in einem Truckstop im tibetischen Gebirge vor mich hinvegetierte, hatten Uli und ich unser letztes Gespräch via WhatsApp. Er ließ mich wissen, dass er komischerweise eigentlich immer gerne eine so große Radtour gemacht hätte und das Leben sie komischerweise mir ungewünscht und -geplant zufallen lies und es für ihn nun leider sicher nicht mehr möglich wäre… Auf meine Frage ob er bereit wäre „heim“ zu gehen, antwortete er ohne zu zögern mit Ja – worauf unüberlegt aus mir kam, dass ich vielleicht noch vor ihm dran wäre… Als ich ihn frage ob er Angst hätte, meinte er nein, aber dass es ihn ein wenig beunruhige, inwieweit sich das womöglich durch durch die Krankheit oder das Morphium ändern könne. Angst vor der Angst, kam es mir in den Sinn?!
Während ich eine Woche später wundernvoll schnell gesund werden durfte, geht Uli „heim“.
Durch unser letztes Gespräch, zusammen mit der unbegreiflichen Erfahrung die ich knapp drei Jahre zuvor mit ihm machen durfte, sowie anderes, das ich inzwischen über den lieben Uli von Freunden gehört hatte, bekam ich das Gefühl/Denken, dass er sich selber nicht genügt hatte – sich selbst nicht gut/liebevoll/vergebend… genug war 😪 Aber gleichzeitig schämte ich mich für dieses Denken/Urteilen – wer war ich, so über diesen so liebevollen, sozialen, musischen und bewussten Mitmenschen zu denken❓️❗️
Knapp zwei Jahre später darf ich dann wundernvoll verstehen:
Als ich im Sommer 2018 in Deutschland bei meinen Kindern zu Besuch bin, möchte ein lieber Freund von Uli sich mit mir am Eiscafe in Zaberfeld treffen. Da er erst später kommt, sitze ich im Schatten auf den Stufen an der Straße vorm Gebäude.

Als er kommt fragt er mich mit einem Wink zur anderen Straßenseite, ob ich schon dort gewesen wäre? – und auf mein fragendes Gesicht meint er, ob wir nicht kurz an Ulis Grab auf dem Friedhof gegenüber gehen sollen, da dort eine sehr gute Energie sei. Da ich nur mit Trauernden fühle, aber nicht mehr um Tote selbst zu trauern brauche da ich mich über jeden Heimgang freue, interessiert mich das Grab eigentlich nicht.
Aber da es ihm wichtig scheint, folge ich ihm gerne. Auch als wir beide schon ein paar Minuten andächtig still am Grab stehen, spüre ich keine besondere Energie – aber lass Uli plötzlich gedanklich wissen, dass er mich gerne wissen lassen dürfe, wenn mein bisheriges Verstehen und Denken über die menthale Ursache seiner tödlichen Krankheit falsch wäre, damit ich es korrigieren kann, so dass mein zeitweise aufkommendes Gefühl der Scham über diese evtl. falsche Wertung gehen darf. Nachdem ich nach weiteren stillen Minuten keine Zeichen oder Intuition bekomme und Ulis Freund schon gegangen ist, gehe ich nun auch hinüber zum Eiscafe.
Auf der schönen Terrasse hinterm Haus genießen wir das Eis, während wir uns herzlich tiefgründig unterhalten.

Ulis Freund schwärmt sehr von Uli und ohne es zu wollen und zu wissen bestätigt er exakt meine Gedanken zu Ulis Krankheit – und als er bemerkt wie er über seinen geliebten/verehrten Freund spricht, schämt er sich sogar dafür…
Auf wundernvolle Weise habe ich damit eine exakte Antwort von meinem lieben Bruder „auf der anderen Seite“ bekommen – durch den Menschen den auch er sehr liebte – wie 8 Jahre zuvor eine Bekannte von ihrem verstorbenen Mann.

Damals wurde mein damaliges Verstehen/Denken unserer Verbundenheit zum Jenseits überdeutlich und zweifellos bestätigt. Und diesmal lässt mich, und damit uns alle, der liebe Uli verstehen, dass all unser liebevolles/soziales… Denken und Streben nichts nützt, wenn wir daran innerlich verzweifeln weil wir uns selbst nicht genügen – uns selbst nicht gut genug akzeptieren/verstehen/fühlen… und damit /lieben können 😪