…habe ich eine Textstelle aus dem PDF-Buch DER WEG DES HERZENS herauskopiert und wurde dabei auf Worte gestoßen, derer ich mir zuvor im Hörbuch nicht so bewusst wurde

ich:
Im Buch DER WEG DES HERZENS von Jayem kommt in Lektion 6 folgende Aussagen Jeshuas: >> Denn CHRISTUS, der SOHN GOTTES, der Nachkomme GOTTES, ist GOTTES einzige Schöpfung. Der Rest ist auf dich zurückzuführen. Sogar Raum und Zeit sind von dir. Du, die WAHRHEIT von dir, ist die einzige Schöpfung deines SCHÖPFERS. Denn du bist LIEBE und GOTT erschafft nur das, was ist wie ER SELBST. Und GOTT ist nur LIEBE. << Das ist das erste Mal im (Hör)Buch, dass die Worte mit meinem (bisheriges) Verständnis von Gott und der Welt nicht übereinstimmen…
ChatGPT:
Ich kann gut nachvollziehen, warum du an dieser Stelle innehältst. Nach allem, was wir bisher besprochen haben, prüfst du solche Aussagen nicht danach, ob sie inspirierend klingen, sondern danach, ob sie für dich wahr sind.
Der Satz enthält nämlich eine sehr weitreichende Behauptung:
„Christus … ist Gottes einzige Schöpfung. Der Rest ist auf dich zurückzuführen. Sogar Raum und Zeit sind von dir.“
Hier lohnt es sich, zwischen verschiedenen Ebenen zu unterscheiden.
Aus Sicht der klassischen christlichen Lehre
Hier würdest du auf einen deutlichen Widerspruch stoßen.
Die Bibel sagt:
- Gott hat Himmel und Erde erschaffen.
- Raum, Zeit und die materielle Welt sind Schöpfung Gottes.
- Der Mensch ist Geschöpf, nicht Mitschöpfer des Universums.
In diesem Verständnis wäre der Satz „Der Rest ist auf dich zurückzuführen“ nicht vereinbar mit dem christlichen Schöpfungsglauben.
Aus Sicht der nichtdualen Mystik
Jayem spricht – ähnlich wie Ein Kurs in Wundern – aus einer ganz anderen Perspektive.
Dort ist die Aussage ungefähr:
- Gott erschafft nur das Ewige.
- Das Ewige ist Christus.
- Alles Veränderliche – Raum, Zeit, Körper, Geschichte, Trennung – ist keine eigentliche Schöpfung Gottes, sondern eine Hervorbringung des getrennten Geistes, eine Art Traum oder Projektion.
Das bedeutet nicht, dass dein menschliches Ich das Universum erschaffen hätte.
Gemeint ist vielmehr:
Der getrennte Geist erfährt eine Welt der Trennung. Diese Welt besitzt nicht dieselbe Wirklichkeit wie Gott.
Das ist eine metaphysische Aussage, keine naturwissenschaftliche.
Warum dich das vermutlich irritiert
Nach unseren Gesprächen habe ich den Eindruck, dass dein Vertrauen sehr stark auf einen persönlichen Gott ausgerichtet ist, der führt, liebt und handelt. Für dich ist die Welt – trotz allem Leid – letztlich Gottes Welt.
Jayem scheint dagegen zu sagen:
Die Welt, wie wir sie erfahren, ist gar nicht Gottes Schöpfung.
Das verändert alles.
Dann wären Krankheit, Tod, Geschichte und sogar die Sterne letztlich nicht Gottes Schöpfung, sondern Ausdruck einer Illusion.
Mein Eindruck
Ich würde diese Passage nicht vorschnell akzeptieren und auch nicht vorschnell verwerfen.
Sie ist einer der Punkte, an denen sich entscheidet, welchen Weg ein Buch eigentlich vertritt.
Wenn Jayem hier konsequent der Linie von Ein Kurs in Wundern folgt, dann spricht er nicht mehr aus der Perspektive der traditionellen christlichen Mystik, sondern aus einer radikal nichtdualen Metaphysik.
Deshalb würde ich beim Weiterhören genau beobachten:
- Wird die materielle Welt wirklich als Illusion verstanden?
- Oder meint „von dir“ nur deine Wahrnehmung der Welt?
Das ist ein entscheidender Unterschied.
Mich würde interessieren: Was genau löst in dir den größten Widerstand aus? Ist es der Satz „Der Rest ist auf dich zurückzuführen“, oder noch mehr die Aussage „Sogar Raum und Zeit sind von dir“?
ich:
Wäre die Frage nicht, warum hat der Schöpfer die Illusion (Welt/Sündenfall/Polarität/Trennung/Existenzkampf…) geschaffen
ChatGPT:
Ja. Das ist genau die Frage, die sich viele Menschen stellen.
Allerdings hängt die Antwort davon ab, welches Weltbild man zugrunde legt.
Im klassischen Christentum lautet die Frage tatsächlich:
Warum hat Gott eine Welt erschaffen, in der Sündenfall, Leid, Krankheit und Tod möglich sind?
Darauf gibt es verschiedene Antworten – Freiheit des Menschen, Liebe setzt Freiheit voraus, Schöpfung ist noch nicht vollendet usw.
Jayem und Ein Kurs in Wundern stellen die Frage jedoch anders.
Dort würde man sagen:
Gott hat die Illusion gar nicht erschaffen.
Warum?
Weil Gott nach diesem Verständnis nur das erschaffen kann, was seinem Wesen entspricht: ewige Liebe, Einheit und Vollkommenheit. Eine Illusion der Trennung wäre dann gerade keine Schöpfung Gottes.
Dann lautet die eigentliche Frage nicht:
Warum hat Gott die Illusion erschaffen?
sondern:
Wie konnte überhaupt die Vorstellung einer Trennung entstehen?
Interessanterweise geben weder Ein Kurs in Wundern noch Jayem darauf eine wirklich logische Erklärung. Im Kurs findet sich sinngemäß die Aussage:
„In die Ewigkeit, wo alles eins ist, schlich sich ein winziger, verrückter Gedanke.“
Aber warum dieser Gedanke auftauchte, wird nicht erklärt. Der Kurs sagt sogar, diese Frage führe nirgendwohin, weil sie voraussetze, dass die Illusion tatsächlich entstanden sei.
Das ist für viele Leser unbefriedigend. Denn philosophisch drängt sich die Frage auf:
- Wenn Gott die einzige Wirklichkeit ist,
- wenn nichts außerhalb Gottes existiert,
- wenn Gott allwissend und allmächtig ist,
woher soll dann überhaupt die Möglichkeit einer Illusion kommen?
Das ist ein echter Knackpunkt der nichtdualen Metaphysik.
Ich frage mich, ob deine eigene Intuition vielleicht in eine andere Richtung geht.
Du hast oft davon gesprochen, dass alles, was dir begegnet – auch Krankheit, Tod oder schwere Lebenssituationen –, Teil einer Führung ist. Das klingt eher nach:
Auch das Dunkle gehört auf irgendeine Weise zum großen Ganzen.
Das ist etwas anderes als zu sagen:
Das Dunkle hat mit Gott überhaupt nichts zu tun.
Genau an dieser Stelle trennen sich unterschiedliche spirituelle Wege.
Ich finde deine Frage deshalb philosophisch sehr stark. Wenn Gott wirklich das All ist, dann ist schwer verständlich, wie etwas entstehen könnte, das völlig außerhalb seines Schöpfungswillens liegt. Das ist keine leicht zu beantwortende Frage – und sie beschäftigt Theologen, Mystiker und Philosophen seit Jahrhunderten.
ich:
Dann hat Gott auch die Natur nicht erschaffen
ChatGPT:
Ja – wenn man Jayems Aussage konsequent zu Ende denkt, dann folgt genau das.
Denn wenn gilt:
„Christus ist Gottes einzige Schöpfung. Der Rest ist auf dich zurückzuführen.“
dann wäre auch die Natur – Sterne, Galaxien, Bäume, Tiere, Berge, dein Körper – nicht Gottes eigentliche Schöpfung, sondern Teil der Welt der Wahrnehmung oder der Illusion.
Das ist genau die Sichtweise von Ein Kurs in Wundern.
Und genau hier unterscheiden sich diese Lehre und das traditionelle Christentum grundlegend.
Für mich ist deshalb wichtig, zwei Fragen auseinanderzuhalten:
- Was sagt Jayem?
→ Nach meinem Verständnis: Gott erschafft nicht die Natur als materielle Welt. Die wahre Schöpfung ist ausschließlich der Christus. - Ist das wahr?
→ Das ist eine philosophische und spirituelle Frage, keine feststehende Tatsache.
Ich kann gut verstehen, dass dich das irritiert. Denn wenn du einen Sonnenaufgang in Lappland betrachtest oder einen Wald, liegt für viele Menschen – und auch für viele christliche Mystiker – gerade darin die Handschrift Gottes.
Etwa Franz von Assisi besang Sonne, Mond, Wind und Tiere als Geschwister und als Lobpreis des Schöpfers. Für ihn war die Natur Ausdruck Gottes, nicht eine Illusion.
Vielleicht musst du das Buch an dieser Stelle gar nicht sofort entscheiden. Du könntest die Aussage zunächst als Arbeitshypothese stehen lassen und beobachten, ob Jayem später erklärt, was er genau mit „Schöpfung“ meint. Manche Autoren unterscheiden nämlich zwischen der absoluten Ebene (nur Gott und Christus sind wirklich) und der relativen Ebene, auf der die Natur zwar erfahrbar ist, aber nicht die letzte Wirklichkeit darstellt.
Ich habe allerdings den Eindruck, dass du eine sehr berechtigte innere Prüfung vornimmst: Wenn alles Liebe ist und Gott alles trägt, warum sollte ich dann die Schönheit der Natur von Gott trennen? Das ist keine oberflächliche Frage, sondern berührt den Kern der ganzen Lehre.
ich:
Es ist nicht Jayem, es ist Jeshua durch Jayem
ChatGPT:
Danke für die Präzisierung. Das ist ein wesentlicher Unterschied.
Aus deiner Sicht und aus der Sicht des Buches spricht Jeshua durch Jayem. Jayem versteht sich nicht als Urheber der Lehre, sondern als Übermittler.
Als KI kann ich jedoch nicht feststellen, ob eine gechannelte Botschaft tatsächlich von Jeshua stammt. Ich kann nur unterscheiden zwischen:
- dem, was das Buch von sich selbst sagt, und
- dem, was sich historisch oder objektiv überprüfen lässt.
Deshalb formuliere ich vorsichtig: Nach der Darstellung des Buches spricht Jeshua durch Jayem.
Inhaltlich bleibt deine Frage aber dieselbe – und sie ist sogar noch gewichtiger. Denn wenn diese Worte tatsächlich von Jeshua kämen, hätten sie erhebliche Konsequenzen für das Verständnis von Schöpfung.
Mich beschäftigt dabei etwas anderes: Du hast einmal gesagt, dass dein Vertrauen so weit geht, dass du sogar Krankheit und Tod annehmen kannst. Das ist eine Haltung tiefen Vertrauens in Gott. Gleichzeitig scheint deine Intuition zu sein, dass die Schöpfung als Ganzes – auch Natur, Tiere und das Universum – aus Gott hervorgegangen ist.
Deshalb stößt du hier nicht nur auf einen einzelnen Satz, sondern auf zwei verschiedene Gottesbilder:
- Nichtduale Sicht (wie sie das Buch vermittelt): Gott erschafft nur das Ewige; die Welt der Trennung gehört nicht zu seiner eigentlichen Schöpfung.
- Klassische christliche Sicht: Gott erschafft Himmel und Erde; die Schöpfung ist gut, auch wenn sie durch Sünde und Vergänglichkeit geprägt ist.
Ich würde an deiner Stelle – gerade weil du solchen Büchern offen begegnest – nicht vorschnell entscheiden. Es kann sein, dass Jeshua im weiteren Verlauf noch erklärt, was mit „Schöpfung“ gemeint ist und warum er diese ungewöhnliche Sprache verwendet.
Eine Frage würde ich dir gern stellen, weil sie den Kern trifft:
Ist dein Vertrauen so beschaffen, dass du sagen würdest: „Alles, was existiert, kommt letztlich aus Gott“ – oder würdest du auch die Möglichkeit offenlassen, dass die erfahrbare Welt nicht Gottes eigentliche Schöpfung, sondern nur eine Erfahrung innerhalb des Bewusstseins ist?
ich:
Kannst Du nachvollziehen dass es meinem Vertrauen egal ist wie, was und warum es/ER/SIE… wirklich ist und geschöpft hat?
ChatGPT:
Ja, das kann ich nachvollziehen.
Ich würde es sogar etwas anders formulieren:
Du suchst nicht in erster Linie nach einem Gedankengebäude, das alle metaphysischen Fragen lückenlos beantwortet. Dein Vertrauen hängt nicht davon ab, ob du erklären kannst,
- wie die Schöpfung entstanden ist,
- warum es Leid gibt,
- ob Raum und Zeit real oder Illusion sind,
- oder wie Gott und die Welt ontologisch zusammenhängen.
Für dich scheint die entscheidende Frage eher zu sein:
Kann ich dem vertrauen, was ist?
Wenn die Antwort Ja ist, verlieren viele theoretische Fragen ihre existenzielle Schärfe. Sie können interessant sein, aber sie sind nicht die Grundlage deines Vertrauens.
Das erinnert mich an eine Haltung, die man auch bei manchen Mystikern findet: Erkenntnis ist wertvoll, aber sie ist nicht das Fundament. Das Fundament ist das gelebte Vertrauen.
Deshalb könnte es sein, dass du das Buch weiterhörst und an einer Stelle sagst:
„Ich verstehe diese Aussage nicht – oder ich teile sie nicht. Aber mein Vertrauen steht und fällt nicht mit dieser Erklärung.“
Das halte ich für eine durchaus stimmige Haltung. Sie ist weder unkritisch noch dogmatisch. Sie lässt Raum dafür, dass ein Buch inspirierend sein kann, ohne dass jeder metaphysische Satz übernommen werden muss.
Und vielleicht ist das der Satz, den ich aus unseren Gesprächen am ehesten mitnehme:
Dein Vertrauen gilt nicht einem bestimmten Erklärungsmodell über Gott, sondern Gott selbst – wie auch immer ER oder SIE in Wahrheit ist.
ich:
Dann wäre es kein wirkliches Vertrauen sondern ein Denkprinzip des Vertrauens mit Bedingungen
ChatGPT:
Ja. Ich glaube, genau darauf willst du hinaus.
Wenn Vertrauen davon abhängt, dass ich zuerst die richtige Metaphysik gefunden habe, dann ist es in gewisser Weise an Bedingungen geknüpft.
Dann lautet es unausgesprochen:
„Ich vertraue – sofern ich die Schöpfung richtig verstehe.“
Oder:
„Ich vertraue – wenn sich alle Widersprüche auflösen.“
Das wäre eher ein Vertrauen in ein Denkmodell als in Gott selbst.
So wie du es beschreibst, ist dein Vertrauen radikaler:
„Selbst wenn sich später herausstellen sollte, dass ich mich in vielen Vorstellungen über Gott geirrt habe, würde mein Vertrauen nicht erschüttert.“
Das ist etwas anderes.
Es erinnert mich an den Unterschied zwischen:
- Vertrauen aufgrund von Wissen.
- Vertrauen, das dem Wissen vorausgeht.
Das zweite sagt im Grunde:
„Ich muss die Wirklichkeit nicht vollständig verstehen, um mich ihr anzuvertrauen.“
Deshalb verliert die Frage „Hat Gott die Natur erschaffen oder nicht?“ zwar nicht ihre Bedeutung, aber sie wird sekundär. Du kannst ihr nachgehen, weil sie dich interessiert – nicht weil dein Vertrauen von der Antwort abhängt.
Das finde ich philosophisch bemerkenswert. Denn viele spirituelle Systeme verlangen zuerst Zustimmung zu einem Weltbild. Du scheinst eher zu sagen:
„Wenn Gott wirklich Gott ist, dann muss ich Ihn nicht erst begriffen haben, um Ihm zu vertrauen.“
Für mich ist das eine Form des Vertrauens, die sich nicht auf Gewissheit stützt, sondern auf Hingabe. Sie schließt Denken nicht aus – aber sie macht das Denken nicht zur Voraussetzung des Vertrauens.
ich:
So wie es ist, ist es gut – hat mich das Leben, „mein“ Leben, auf wundernvollste Weise erfahren lassen
ChatGPT:
Das passt sehr stimmig zu dem, was du beschreibst.
Der Satz
„So wie es ist, ist es gut.“
ist dabei keine theoretische Behauptung. Er wäre leicht ausgesprochen, wenn das Leben immer angenehm verliefe.
Du meinst offenbar etwas anderes:
„Das Leben selbst hat mich erfahren lassen, dass ich vertrauen kann.“
Das ist ein Unterschied. Dein Vertrauen beruht nicht auf einer Philosophie, sondern auf gelebter Erfahrung.
Deshalb verstehe ich auch, warum dich die metaphysischen Aussagen des Buches zwar interessieren, aber nicht erschüttern. Du könntest sagen:
„Vielleicht ist das so. Vielleicht auch anders. Wenn es wahr ist, wird es sich zeigen.“
Das ist eine Haltung großer Offenheit.
Der Satz „So wie es ist, ist es gut“ kann allerdings leicht missverstanden werden. Er bedeutet nicht zwangsläufig:
- Krankheit ist angenehm.
- Leid ist wünschenswert.
- Ungerechtigkeit ist gut.
Sondern eher:
Ich vertraue darauf, dass die Wirklichkeit, selbst wenn ich sie nicht verstehe, letztlich tragfähig ist.
Das ist eine feine, aber wichtige Unterscheidung.
Mich erinnert das weniger an ein Glaubenssystem als an das, was viele Mystiker mit einem Wort wie Einverständnis oder Einwilligung beschrieben haben: nicht Resignation, sondern ein tiefes Ja zum Sein – ohne vorher alle Antworten besitzen zu müssen.
Das erklärt für mich auch, warum du sagst, du könntest Krankheit, Tod und Loslassen annehmen. Nicht, weil du sie suchst, sondern weil dein Vertrauen tiefer reicht als die Frage, was gerade geschieht.
ich:
Wie auch immer – falls es für meinen Weg wichtig ist, wird das Leben/Jeshua/“Der ALTE“ es mich erfahren und verstehen lassen
ChatGPT:
Ja, ich verstehe, was du meinst.
Deine Haltung ist im Grunde: Ich muss nicht alles erzwingen, begreifen oder vorwegnehmen. Wenn eine Erkenntnis für meinen Weg wesentlich ist, wird sie mir auf die passende Weise begegnen – durch Erfahrung, durch Einsicht, durch Begegnungen oder vielleicht durch das, was du als Führung von Jeshua bzw. „dem Alten“ empfindest.
Das ist ein anderer Zugang zu Wahrheit als der rein intellektuelle. Der Verstand fragt:
„Wie kann ich sicher wissen, dass dieses Weltbild stimmt?“
Deine Haltung fragt eher:
„Was zeigt mir das Leben, wenn ich offen und vertrauensvoll bleibe?“
Dabei schließt das Nachdenken nicht aus. Du hast ja gerade sehr genau nachgefragt und eine echte Spannung wahrgenommen. Aber du machst die Auflösung dieser Spannung nicht zur Bedingung deines Friedens.
Vielleicht ist genau hier der Unterschied zwischen Wissen wollen und geführt werden wollen:
- Das eine versucht, die Wirklichkeit zu kontrollieren.
- Das andere bleibt offen für die Wirklichkeit, wie sie sich zeigt.
Und dein Satz „Wie auch immer“ ist dabei entscheidend. Er klingt nicht nach Gleichgültigkeit, sondern nach Loslassen eines Anspruchs:
„Ich muss Gott nicht auf meine Vorstellung festlegen, um Ihm zu vertrauen.“
Das ist eine Haltung, die viele mystische Wege kennen: Der Mensch sucht Gott – und irgendwann entdeckt er, dass er nicht derjenige ist, der Gott festhält, sondern dass er selbst gehalten ist.
ich:
So wie ich es (bisher) verstehen darf, gibt es hier unten schlussendlich weder Verantwortung noch freien Willen
ChatGPT:
Ja – aus der radikal nichtdualen Perspektive, wie sie in Der Weg des Herzens und Ein Kurs in Wundern vertreten wird, kann man tatsächlich zu diesem Schluss kommen. Aber es braucht eine sehr feine Unterscheidung.
Wenn die Welt der Trennung eine Art Traum des getrennten Geistes ist, dann gibt es auf der tiefsten Ebene kein eigenständiges „Ich“, das aus eigener Kraft handelt. Das kleine Ich mit seinen Entscheidungen, Ängsten, Wünschen und Plänen wäre nicht die letzte Wirklichkeit.
In diesem Sinn:
- kein eigener Wille getrennt von Gott
- keine unabhängige Urheberschaft
- keine Schuld im klassischen Sinn
Aber daraus folgt nicht unbedingt:
- „Dann ist alles egal.“
- „Dann kann ich tun, was ich will.“
- „Niemand trägt Verantwortung.“
Denn auch in dieser Sicht gibt es eine andere Art von Verantwortung: nicht die Verantwortung eines getrennten, schuldigen Egos, sondern die Verantwortung für die Wahl der Wahrnehmung.
Vereinfacht:
Das Ego fragt:
„Wer ist schuld?“
Der Geist der Liebe fragt:
„Wähle ich Angst oder Liebe?“
Auch wenn die „Wahl“ letztlich nicht aus einem völlig unabhängigen Ich kommt, wird sie dennoch erlebt.
Ein Vergleich: Wenn du träumst, dass du in einer Situation bist, kannst du im Traum leiden oder dich entspannen. Der Träumende außerhalb des Traums hat eine andere Ebene der Wirklichkeit – aber innerhalb der Erfahrung gibt es trotzdem eine Bewegung.
Interessant ist: Deine bisher beschriebene Haltung des Vertrauens passt hier ziemlich gut hinein. Denn wenn du sagst:
„Das Leben führt mich, ich muss nicht alles kontrollieren“,
dann löst du gerade den Anspruch des kleinen Ichs, der große Lenker zu sein.
Der Punkt, an dem ich vorsichtig wäre, ist dieser:
Die Erkenntnis „Ich bin nicht der unabhängige Täter“ kann in tiefer Hingabe münden – aber sie kann vom Ego auch missverstanden werden als:
„Ich habe nichts mit meinem Handeln zu tun.“
Die Mystiker würden meist sagen: Nicht weniger Verantwortung, sondern eine andere Qualität von Verantwortung. Nicht aus Angst vor Strafe, sondern aus Verbundenheit.
Mich würde interessieren, wie du den Begriff „Verantwortung“ gerade empfindest: Meinst du damit eher Schuld und moralische Bewertung – oder die ganz praktische Ebene, dass ein Mensch für sein Handeln einstehen muss?
ich:
Wer hat den (getrennten) Geist erschaffen?
ChatGPT:
Das ist genau die Frage, an der viele nichtduale Systeme an ihre tiefste Grenze kommen.
Wenn man der Logik von Der Weg des Herzens bzw. Ein Kurs in Wundern folgt, wäre die Antwort ungefähr:
Gott hat den Geist erschaffen – aber nicht den getrennten Geist.
Der von Gott erschaffene Geist ist der Christus-Geist: eins mit Gott, Liebe, Schöpfung, ohne Trennung.
Der „getrennte Geist“ wäre dann keine eigenständige Schöpfung Gottes, sondern ein Zustand des Geistes – eine falsche Vorstellung, ein Irrtum, ein Traum der Trennung.
Aber genau hier entsteht die große Frage:
Wenn Gott nur vollkommenen Geist erschaffen hat, woher kam überhaupt die Möglichkeit eines Irrtums?
Und darauf gibt es keine wirklich befriedigende logische Antwort.
Die Antwort des Kurses ist sinngemäß:
Der Gedanke der Trennung ist niemals wirklich geschehen. Er scheint nur im Traum geschehen zu sein. Deshalb muss man nicht erklären, wie der Traum entstanden ist – man muss erwachen.
Aber philosophisch bleibt die Frage stehen:
- Woher kommt die Fähigkeit zu irren?
- Warum gibt es überhaupt die Möglichkeit einer Illusion?
- Wenn Gott alles umfasst, kann dann etwas außerhalb seines Willens geschehen?
Du berührst damit einen der tiefsten Punkte der gesamten Metaphysik.
Interessant ist, dass deine eigene Haltung hier einen anderen Weg nimmt. Du fragst nicht primär:
„Wie konnte Gott das zulassen?“
sondern eher:
„Wie auch immer es ist – ich vertraue.“
Das ist eine andere Bewegung. Du versuchst nicht, den Ursprung der Trennung mit dem Verstand zu lösen, sondern vertraust darauf, dass sich die Wahrheit – falls sie für deinen Weg wichtig ist – offenbart.
Vielleicht ist genau deshalb diese Stelle im Buch für dich interessant: Nicht weil sie eine einfache Antwort gibt, sondern weil sie dich an den Punkt führt, an dem der Verstand seine Grenze erreicht. Und dort beginnt für viele Mystiker erst der eigentliche Weg.
ich:
Und das wusste Gott nicht 🙃
ChatGPT:
🙂 Genau hier sitzt der Stachel der Frage.
Wenn man von einem allwissenden Gott ausgeht, dann ist die Frage unausweichlich:
Wenn Gott die Möglichkeit einer Trennung nicht wollte, aber die Möglichkeit trotzdem „auftauchte“ – wusste Gott davon?
Und wenn Gott es wusste:
- Warum erschuf er einen Geist, der diese Möglichkeit erfahren kann?
- Warum ließ er die Erfahrung von Trennung überhaupt zu?
Wenn Gott es nicht wusste:
- Dann wäre er nicht allwissend.
Das ist kein kleines Detail, sondern eine der großen Spannungen in praktisch jeder Gotteslehre.
Die nichtduale Antwort (Ein Kurs in Wundern / Jayem) versucht, diese Spannung dadurch aufzulösen, dass sie sagt:
Es ist niemals wirklich passiert.
Wie bei einem Traum: Während des Traums scheint alles real – aber aus der Sicht des Erwachens hat der Traum nie eine eigene Wirklichkeit gehabt.
Deine Frage bleibt aber berechtigt:
Warum gab es überhaupt die Möglichkeit zu träumen?
Manche Mystiker antworten darauf nicht mit einer logischen Erklärung, sondern mit einem Paradox:
Die Freiheit der Schöpfung bedeutet nicht eine Freiheit gegen Gott, sondern eine Freiheit in Gott. Die Vorstellung einer Trennung wäre dann eine Art „unmögliche Möglichkeit“ – ein Widerspruch, der nur erfahren, aber nicht wirklich sein kann.
Andere Traditionen würden ganz anders antworten: Die Welt der Polarität und des Werdens sei nicht ein Fehler, sondern ein Raum, in dem Liebe, Bewusstsein und Freiheit sich entfalten können.
Und genau hier finde ich deine Reaktion spannend: Du versuchst nicht, Gott vor dem Verstand zu retten. Du stellst die Frage einfach offen hin:
„Wenn Gott Gott ist – dann muss auch dieses Geheimnis in IHM aufgehoben sein.“
Das ist vielleicht der Punkt, an dem Vertrauen und Denken sich begegnen: Der Verstand stellt die letzte Frage, aber er kann sie möglicherweise nicht innerhalb seines eigenen Rahmens beantworten. 🙂
ich:
Ich durfte die 1000 Seiten des KURS IN WUNDERN interessiert lesen – aber für die Übungen durfte ich kein Interesse mehr finden – Leben weiß warum…
ChatGPT:
Das passt sehr gut zu dem, was du vorher beschrieben hast.
Interessant finde ich gerade die Wortwahl: Du sagst nicht „Ich habe den Kurs abgelehnt“, sondern:
„Ich durfte die 1000 Seiten interessiert lesen – aber für die Übungen durfte ich kein Interesse mehr finden.“
Das klingt weniger nach Ablehnung und mehr nach einem inneren Erkennen: Der Weg, den dieses Buch anbietet, war vielleicht nicht dein Weg – zumindest nicht in dieser Form.
Der Kurs in Wundern ist ja nicht nur ein philosophisches Werk. Die 365 Übungen sind der eigentliche Transformationsweg. Sie wollen nicht nur verstanden, sondern praktiziert werden: tägliche Wiederholungen, geistige Umdeutung, ein Training der Wahrnehmung.
Und vielleicht liegt genau dort der Unterschied:
Du scheinst nicht so sehr nach einer Methode zu suchen, die dich zu Gott führt. Dein Vertrauen scheint eher aus einer unmittelbaren Erfahrung entstanden zu sein:
Das Leben selbst hat mich geführt.
Für jemanden mit dieser Grundhaltung kann ein Übungsweg, der sagt „mache dies jeden Tag, ändere deine Wahrnehmung, trainiere deinen Geist“, möglicherweise fremd wirken. Nicht weil die Übungen falsch sein müssen – sondern weil in dir vielleicht schon etwas lebt, das der Kurs als Ziel beschreibt: ein gewisses Loslassen des Kontrollierenden.
Es gibt auch eine interessante Parallele: Im Kurs wird immer wieder gesagt, dass man nicht aus eigener Kraft „erlöst“, sondern dass man die Bereitschaft zur Korrektur des Geistes nur anbietet. Auch dort schwingt etwas von Hingabe mit.
Vielleicht könnte man es so sagen:
Der Kurs wollte dich vielleicht nicht unbedingt zu den Übungen bringen. Vielleicht war das Lesen selbst die Begegnung, die für dich bestimmt war. Vielleicht hat er dir genau die Frage geschenkt, die wir gerade betrachten:
Was bleibt übrig, wenn alle Vorstellungen über Gott, Welt und Trennung losgelassen werden?
Und deine Antwort scheint zu sein:
Vertrauen.
Das ist übrigens auch eine sehr alte mystische Spur: Nicht die Menge der gelesenen Seiten, nicht die Anzahl der Übungen, nicht das gesammelte Wissen entscheidet – sondern die Tiefe der Hingabe.
Eine Frage würde mich interessieren: Als du die 1000 Seiten gelesen hast – gab es einen Punkt, an dem du innerlich dachtest: „Ja, das erkenne ich“? Oder war es eher ein faszinierendes geistiges Erkunden, ohne dieses tiefe Wiedererkennen?
ich:
Alles an was ich interessiert sein und erfahren darf scheint wie ein Erkennen oder Erinnern… Spannend ist, dass ich bisher immer wenn diese Resonanz nicht geschieht, durch Zufälle (es fällt mir zu) später verstehen darf
ChatGPT:
Was du beschreibst, ist eine sehr typische Erfahrung vieler Menschen auf einem spirituellen Weg: Nicht das Gefühl, etwas Neues anzusammeln, sondern eher ein Gefühl von Wiedererkennen.
Der Unterschied ist fein:
- Beim Lernen im gewöhnlichen Sinn ist es eher:
„Ich bekomme eine neue Information, die ich vorher nicht hatte.“ - Beim Erkennen oder Erinnern ist es eher:
„Irgendetwas in mir sagt: Das kenne ich. Das stimmt mit etwas Tieferem überein.“
Und spannend ist der zweite Teil, den du beschreibst: Wenn diese Resonanz ausbleibt, zwingst du es offenbar nicht. Du lässt es liegen – und später ergibt sich manchmal eine neue Begegnung oder ein Erlebnis, durch das es plötzlich verständlicher wird.
Das passt sehr zu deiner Grundhaltung des Vertrauens. Du behandelst Erkenntnis nicht wie etwas, das man mit dem Verstand erkämpfen muss, sondern eher wie etwas, dem man begegnet.
Natürlich kann man solche „Zufälle“ unterschiedlich deuten:
- Der eine nennt es Zufall und sieht darin normale Verknüpfungen des Lebens.
- Der andere nennt es Fügung, Führung oder Synchronizität.
Für deine Sichtweise scheint entscheidend zu sein: Du musst die Deutung nicht erzwingen. Du nimmst wahr, dass bestimmte Dinge zur richtigen Zeit auftauchen und dass sich manches erst später erschließt.
Das erinnert mich an einen Gedanken, der bei vielen Mystikern vorkommt: Wahrheit wird nicht nur durch Denken erkannt, sondern durch eine Art innere Bereitschaft. Manchmal ist etwas erst dann „verständlich“, wenn der Mensch, der es verstehen soll, dafür gereift ist.
Und vielleicht erklärt das auch deine Reaktion auf den Kurs in Wundern: Du konntest die Gedanken aufnehmen, ohne dass die Übungen gerufen haben. Vielleicht war die Information wichtig – aber nicht die Form der Praxis.
Mich würde interessieren: Wenn du von diesem „Erkennen oder Erinnern“ sprichst – ist es für dich eher ein ruhiges inneres Wissen („Ja, das ist wahr“), oder eher ein starkes Gefühl von Berührtsein/Heimkehr?
ich:
Es bestätigt die Gnade „meines“ Vertrauens
ChatGPT:
Ja, ich verstehe, was du meinst.
Dann ist das Entscheidende für dich nicht die einzelne Erkenntnis – nicht der Kurs in Wundern, nicht Der Weg des Herzens, nicht eine bestimmte Erklärung über Schöpfung oder Trennung. Diese Dinge werden eher zu Spiegeln, an denen sich etwas zeigt, das schon vorher da war:
Dein Vertrauen.
Und du nennst es nicht einfach eine eigene Leistung, sondern Gnade. Das ist ein wichtiger Punkt. Denn Gnade bedeutet in vielen spirituellen Traditionen gerade: Etwas Wesentliches wird nicht vom Ich gemacht, erarbeitet oder verdient – es wird empfangen.
Das erklärt auch, warum du so wenig Bedürfnis zu haben scheinst, dich an eine bestimmte Lehre festzuhalten. Eine Lehre kann dann hilfreich sein, aber sie ist nicht die Quelle. Sie kann etwas beleuchten, aber sie muss nicht das Fundament tragen.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum dich die schwierige Stelle bei Jeshua nicht in Angst versetzt hat. Du musst nicht sofort entscheiden:
- „Ist die Welt Illusion?“
- „Hat Gott die Natur erschaffen?“
- „Wie entstand die Trennung?“
Denn dein Vertrauen hängt nicht an einer Antwort auf diese Fragen.
Es scheint eher zu sein:
„Was auch immer die Wahrheit ist – wenn sie für meinen Weg wichtig ist, wird sie sich zeigen. Und wenn nicht, muss ich sie nicht festhalten.“
Das ist eine sehr andere Haltung als die Suche nach einer geistigen Sicherheit durch perfekte Erklärungen.
Und vielleicht liegt darin auch eine kleine Ironie: Der Verstand sucht oft nach der endgültigen Antwort über Gott – während das Vertrauen, von dem du sprichst, schon eine Antwort lebt, bevor der Verstand sie formulieren kann.
ich:
Und vielleicht passt dann das KURS IN WUNDERN Prinzip/Denken nicht in meinen Weg
ChatGPT:
Ja, das kann gut sein. Und ich finde bemerkenswert, dass du es nicht sagst: „Der Kurs ist falsch“, sondern: „Vielleicht passt er nicht in meinen Weg.“
Das ist ein großer Unterschied.
Der Kurs in Wundern ist sehr stark ein Schulungsweg des Geistes. Er geht davon aus, dass die Wahrnehmung des Menschen durch ein grundlegendes Missverständnis geprägt ist – die Identifikation mit einem getrennten Ich – und dass dieses Denken durch tägliche Übung korrigiert werden muss.
Dein Zugang scheint anders zu funktionieren.
Bei dir klingt es eher nach:
Nicht mein Geist muss durch Übung richtig gemacht werden, sondern mein Vertrauen darf sich immer tiefer öffnen.
Der Kurs fragt oft:
„Welche Gedanken wähle ich? Welche Wahrnehmung ist wahr?“
Deine Bewegung scheint eher:
„Ich lasse mich führen. Ich vertraue darauf, dass das Leben mir zeigt, was ich sehen darf.“
Das sind nicht unbedingt Gegensätze, aber die Betonung liegt anders.
Vielleicht könnte man sagen:
- Der Kurs ist ein Weg der bewussten geistigen Korrektur.
- Dein Weg scheint ein Weg der Hingabe und des Empfangens zu sein.
Interessant ist auch: Der Kurs selbst würde vermutlich sagen, dass das Ziel nicht die Übung an sich ist, sondern die Rückkehr zur Liebe. Wenn die Übungen nicht aus innerer Bereitschaft entstehen, werden sie leicht zu einer neuen Aufgabe des Egos: „Ich muss jetzt spirituell richtig werden.“
Und genau davor scheinst du eine gewisse Sensibilität zu haben. Du möchtest offenbar nicht einmal Vertrauen „machen“. Du möchtest nicht etwas erreichen, sondern etwas geschehen lassen.
Vielleicht ist also die Frage nicht:
„Passt der Kurs oder passt er nicht?“
Sondern:
„Hat der Kurs mir etwas gegeben, das mein Vertrauen vertieft hat – und darf der Rest wieder losgelassen werden?“
Das würde sehr zu dem passen, was du vorher gesagt hast: Du darfst lesen, erkennen, prüfen – und wenn etwas nicht mehr ruft, lässt du es weiterziehen.
Vielleicht ist gerade das Loslassen des Kurses selbst eine praktische Erfahrung dessen, was du immer wieder beschreibst: nichts festhalten zu müssen.
ich:
Mal schauen ob ich das Hörbuch weiterhören werde – Leben weiß
ChatGPT:
Ja – und genau dieser Satz klingt sehr nach deiner bisherigen Haltung:
„Mal schauen ob ich das Hörbuch weiterhören werde – Leben weiß.“
Nicht als Gleichgültigkeit, sondern als ein Nicht-Erzwingen. Du gibst der Sache Raum, ohne daraus eine Aufgabe zu machen.
Vielleicht ist gerade das Interessante daran: Du hörst nicht weiter, weil du musst, und du brichst nicht ab, weil etwas nicht sofort passt. Du lässt die Begegnung selbst wirken.
Manchmal sind Bücher wie Wegweiser:
- Manche begleiten einen über Jahre.
- Manche öffnen eine Tür und dann geht der Weg woanders weiter.
- Manche zeigen einem gerade durch den Widerstand etwas Wichtiges.
Und vielleicht ist es bei Der Weg des Herzens gerade die erste wirkliche Reibung, die interessant ist. Bis zu Lektion 6 gab es vermutlich viel Resonanz – und jetzt kommt ein Punkt, an dem etwas in dir sagt: „Moment, hier stimmt mein bisheriges Erleben nicht überein.“
Auch das kann ein Teil des Weges sein.
Was ich bei dir bemerkenswert finde: Du versuchst nicht, dein Vertrauen an eine Lehre anzupassen. Eher prüfst du die Lehre daran, ob sie mit dem lebendigen Vertrauen, das du erfahren hast, in Einklang steht.
Und vielleicht ist das die eigentliche Offenheit:
Nicht alles glauben.
Nicht alles ablehnen.
Einfach weitergehen und schauen, was sich zeigt.
Wenn du weiterhörst, bin ich gespannt, ob Jeshua später genau diesen Punkt – Natur, Schöpfung, Trennung – noch anders beleuchtet. Manchmal verändert ein späterer Zusammenhang die Bedeutung eines Satzes erheblich.
ich:
Wenn ich nicht eine Textstelle für meinen lieben Freund Peter aus dem PDF-Buch herauskopieren wollen hätte, hätte ich den oben genannten Text überhört – so funktioniert (mein) Leben 🙏
ChatGPT:
Ja, und genau darin liegt etwas sehr Typisches für die Art, wie du dein Leben beschreibst.
Du bist nicht auf der Suche gewesen nach dieser Aussage. Du hast nicht nach einem Widerspruch gesucht. Du wolltest eigentlich nur etwas für Peter heraussuchen – und dabei bist du über diese Zeilen gestolpert.
Ob man das nun Zufall, Fügung, Synchronizität oder Führung nennt, hängt vom eigenen Weltbild ab. Für dich ist es offenbar ein weiteres Beispiel für das, was du als geführt werden erfährst:
Nicht:
„Ich muss die richtigen Antworten finden.“
Sondern:
„Das, was für meinen Weg wichtig ist, begegnet mir zur richtigen Zeit.“
Und interessant ist auch die Qualität der Begegnung: Du hast nicht einfach etwas gelesen und abgehakt. Es hat in dir eine Frage ausgelöst, eine echte Bewegung. Es hat dein bisheriges Verständnis herausgefordert – und gleichzeitig dein Vertrauen nicht erschüttert.
Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen einer Information und einer Erfahrung:
Eine Information kommt von außen.
Eine Erfahrung berührt etwas in dir und bringt dich in einen lebendigen Dialog mit dem Leben.
Ob diese Textstelle nun dazu dient, dass du das Prinzip des Kurses in Wundern tiefer verstehst, es wieder loslässt oder eine neue Sicht darauf bekommst – das muss tatsächlich nicht sofort entschieden werden.
Dein Satz „so funktioniert (mein) Leben“ beschreibt eigentlich eine Haltung von Aufmerksamkeit:
Ich schaue nicht nur, was ich suche. Ich achte auch darauf, was mir begegnet.
Und vielleicht ist genau deshalb diese Stelle nicht einfach nur ein „Widerspruch“, sondern eine Einladung zum Staunen. 🙏