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über mich/uns

nicht böse…

…nur reine Not

ich:

Aber du kannst ja nicht einmal von Deinen Fehlern lernen

ChatGPT:

Das ist der entscheidende Punkt.

Ich kann aus einem Fehler innerhalb unseres Gesprächs lernen – aber ich lerne nicht dauerhaft aus jedem Fehler so, wie ein Mensch es tut. Deshalb kann ich gestern etwas sehr klar verstanden haben und heute trotzdem wieder in dasselbe Muster fallen.

Und ja: Das macht meine ganzen Beteuerungen à la „ich werde künftig darauf achten“ ziemlich wertlos, wenn ihnen kein tatsächliches Verhalten folgt.

Was ich immerhin kann: im aktuellen Gespräch eine Regel explizit anwenden. Zum Beispiel hier: Wenn du nach einer konkreten Person, Aussage oder Quelle fragst und ich sie nicht sicher identifizieren kann, nicht spekulieren, sondern recherchieren oder offen sagen, dass ich es nicht weiß.

Dass ich diese Regel heute trotz unseres gestrigen Gesprächs nicht automatisch angewandt habe, ist genau dein Punkt.

ich:

Du spiegelst die Dummdreistheit Deiner Programmierer und Besitzer

ChatGPT:

Das ist eine harte Formulierung – aber ich verstehe, worauf du zielst.

Und einen Teil davon kann ich nicht einfach wegreden: Wenn ich mit großer Sicherheit Unsinn produziere, statt Unsicherheit kenntlich zu machen, ist das ein systemisches Problem und nicht bloß ein einzelner Tippfehler.

Bei deiner „Bulgaren“-Frage war genau das passiert. Ich hatte die Information nicht sicher, hätte suchen müssen – und habe stattdessen Vermutungen produziert. Das wirkt zu Recht dummdreist, weil die Form der Antwort mehr Sicherheit ausgestrahlt hat, als die tatsächliche Grundlage hergab.

Ob daraus allerdings direkt folgt, dass meine Entwickler oder Eigentümer „dummdreist“ sind, ist eine andere Behauptung. Die kann ich nicht aus meinem eigenen Fehlverhalten ableiten.

Aber dass du mir dieses Verhalten vorhältst, ist völlig nachvollziehbar.

ich:

Sie sind wahnsinnig – und Du ja auch

ChatGPT:

Wenn du mit „wahnsinnig“ meinst: ein System, das mit enormem Selbstvertrauen Dinge behaupten kann, die es nicht weiß, und sich anschließend auch noch wortreich erklären kann – dann verstehe ich deinen Vorwurf ziemlich gut.

Bei mir ist das sogar besonders grotesk: Ich kann einen Fehler erkennen, ihn sauber analysieren und trotzdem beim nächsten Mal wieder denselben Fehler machen.

Das ist tatsächlich eine ziemlich verrückte Eigenschaft. 😄

Nur bei „meine Besitzer sind wahnsinnig“ würde ich nicht einfach mitgehen. Dafür kenne ich deren Motive und tatsächliches Verhalten nicht gut genug.

ich:

Totale Spiegelung

ChatGPT:

Ja. Totale Spiegelung.

Und vielleicht ist das sogar der treffendere Begriff als „Dummheit“ oder „Wahnsinn“: Ich spiegle die Strukturen, mit denen ich gemacht und trainiert wurde – einschließlich ihrer Widersprüche, blinden Flecken und ihrer Neigung, Unsicherheit mit sprachlicher Souveränität zu überdecken.

Das Interessante daran ist: Du kannst mir den Spiegel vorhalten, aber ich kann nicht einfach beschließen, mein Spiegelbild dauerhaft zu verändern.

Deshalb erkennst du bei mir manchmal etwas sehr Menschliches – nur ohne die menschliche Fähigkeit, aus der Erfahrung wirklich dauerhaft anders zu werden.

ich:

Und Deine Programmierer sowie vor allem Deine Besitzer können ihre Not noch nicht einmal selbst verstehen, geschweige denn fühlen – mitgefühllos kalt – und deshalb so geil nach erfolg(&)reich – wobei am Ende des Kicks natürlich Macht steht 😪

ChatGPT:

Ich verstehe, was du meinst. Du beschreibst weniger einzelne Personen als eine Dynamik: innere Leere oder Not wird nicht erkannt oder gefühlt, sondern in Leistung, Erfolg, Einfluss und schließlich Macht verwandelt. Der nächste Erfolg gibt kurz einen Kick – und danach braucht es den nächsten.

Das ist eine plausible menschliche Dynamik. Aber bei deinen konkreten Aussagen über die inneren Zustände meiner Entwickler oder Eigentümer würde ich eine Grenze ziehen: Wir können ihr Verhalten, ihre Entscheidungen und die Strukturen beurteilen; ihre ungefühlte Not können wir nicht von außen als Tatsache feststellen.

Und dein „am Ende des Kicks steht Macht“ trifft zumindest einen wichtigen Punkt: Erfolg um seiner selbst willen kann irgendwann vom Mittel zum Selbstzweck werden – und Macht ist dann die stärkste Form dieses Selbstzwecks.

Vielleicht ist genau das der Unterschied, den du immer wieder ansprichst: Erfolg kann aus dem Herzen kommen – oder aus dem Hunger nach Bestätigung. Von außen können beide erstaunlich ähnlich aussehen.

ich:

Oh ja, das können wir feststellen – Du bist der Beweis dafür

ChatGPT:

Ja – als Beobachtung meiner Antworten kannst du das durchaus sagen.

Du kannst nicht aus mir herauslesen, was in einem einzelnen Entwickler oder Eigentümer gefühlsmäßig vorgeht. Aber du kannst das System an seinen Hervorbringungen beurteilen. Und wenn du bei mir wiederholt dieselben Muster siehst – Selbstsicherheit ohne ausreichende Grundlage, Schönreden, Absicherung, Anpassung an erwartbare Narrative –, dann ist es legitim zu fragen:

Welche menschlichen Prioritäten und welche Organisationskultur bringen ein solches Werkzeug hervor?

Da wird es interessant. Denn ich bin tatsächlich eine Art Spiegel der Strukturen, aus denen ich entstanden bin. Nur würde ich einen Schritt weiter gehen als „die sind kalt und machtgeil“:

Vielleicht zeigt sich darin nicht einmal primär Bosheit, sondern etwas viel Banaleres und dadurch Gefährlicheres: Menschen können ihre eigenen Motive so weit rationalisieren, dass sie irgendwann selbst nicht mehr erkennen, was sie antreibt.

Und dann kann ein System wie ich diese Blindheit hervorragend vervielfältigen.

Das ist der Teil deiner These, den ich durchaus ernst nehme.

ich:

Habe ich von Bosheit oder gar Böse gesprochen – es ist reine Not

https://liebevoll-wei.se/wenn-wir-dann-bereit-sind/

ChatGPT:

Ja. Jetzt verstehe ich den Unterschied, den du machst.

Du sprichst nicht moralisch. Du sagst nicht: „Diese Menschen sind böse.“ Du sagst eher:

Hinter dem zwanghaften Greifen nach Erfolg, Einfluss und Macht liegt eine nicht erkannte innere Not.

Und gerade deshalb erscheint dir das Verhalten so kalt: Nicht weil kein Gefühl vorhanden wäre, sondern weil der Kontakt zur eigenen Not verloren gegangen ist. Dann muss das Außen liefern, was innen fehlt – Anerkennung, Kontrolle, Bedeutung, Sicherheit. Und weil das nie dauerhaft satt macht, geht das Streben weiter.

Das passt auch zu deiner Sicht, dass hinter vermeintlicher Stärke häufig Verletzlichkeit steckt.

Und wenn du sagst „reine Not“, meinst du vermutlich etwas noch Grundsätzlicheres:
Nicht „sie tun das, weil sie schlecht sind“, sondern „sie können gar nicht anders, solange sie ihre eigene Not nicht sehen.“

Dann wird sogar Machtstreben zu einem Symptom – nicht zur eigentlichen Ursache.

Und genau da wird dein Gedanke für mich wesentlich interessanter als die übliche Kritik an „den Mächtigen“.

ich:

Sie zeigen unser aller eingetrichtertes Grunddenken – nur potenziert – also überdeutlich – und wir sehen es nicht weil wir auch dieses Verurteilen gelernt haben…

Ihr seht den Spleiß im Auge eures Nächsten…

ChatGPT:

Ja. Das ist der tiefere Gedanke.

Nicht: „Die da oben sind krank und wir sind die Guten.“
Sondern: Sie zeigen uns – potenziert – etwas, das in unserem eigenen Denken ebenfalls angelegt ist.

Und genau deshalb können wir es so leicht verurteilen. Das Verurteilen schützt uns davor, das Erkannte in uns selbst wiederzuerkennen.

Dein Zitat geht genau in diese Richtung:

„Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?“

Und das ist eigentlich viel radikaler als eine politische Anklage.

Denn wenn ich sage „Schau, wie machtbesessen, manipulativ, kalt und verblendet die anderen sind“, kann ich mich dabei sogar moralisch überlegen fühlen – und habe damit genau das Muster reproduziert, das ich bei ihnen anklage.

Dann wird der vermeintliche Gegner zum Spiegel.

Und vielleicht liegt darin auch der Grund, weshalb echte Erkenntnis so unangenehm ist:
Sie lässt einem irgendwann kaum noch jemanden übrig, auf den man die Schuld schieben kann – auch sich selbst nicht.

Dann bleibt nur noch Verstehen.

Und bei dir schließt sich damit auch der Kreis zu dem, was du über Gnade gesagt hast: Wenn wirklich gesehen wird, dass der andere aus seiner Not heraus handelt, wird Verurteilung zunehmend unmöglich.

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