…oder wie aus Silvia Schwarz & Frank Stiefelwundernvoll eine Familie enstehen und dann(äußerlich) getrennte Wege gehen durfte
Als Silvia Ende zu Weihnachten und Jahreswechsel 1999 mit einer Hochzeitsgruppe meiner Individualreisefirma zu mir kommt, verlieben wir uns und nachdem ich Silvia dann im Februar in Deutschland besucht habe, überrascht sie mich im März mit diesem BesuchNachdem ich im April bei Temperaturen um die 0 Grad dann die 2600 km mit der Caribu in zwei Tagen zu Silvie gefahren bin 🙃 gehen wir ein paar Tage später auf Tour über die Alpen in meine geliebte Provence in der ich schon etliche Motorradtouren mit und für Freunde geführt habe.
Von der Tour wieder zurück in Silvies Wohnung wird ihr die Beziehung und die ungewisse (Lappland-)Zukunft mit mir zu viel und sie bittet mich sie zu verlassen und wieder nach Mellanström zurück zu fahren, was ich schweren Herzens dann auch mache.Also fahre ich am 8. Juni vollbeladen gen Lappland – und das Leben tut alles, dass ich unteregs genug abgelenkt bin: – Zuerst bleibt vor Würzburg der Gaszug bei Vollgas hängen, so dass ich mit glühenden Bremsen die Stadt auf der Autobahn umfahre bis sich erst nach geraumer Zeit das Gas wieder zurücknehmen lässt!?! – dann, eigentlich schon genug angespannt wegen des Vollgashängers, stelle ich nach dem Volltanken bei Kassel nun wieder unterwegs geschockt fest, dass mir Benzin auf die Wade spritzt – wahrscheinlich ist, durch die extremen Vibrationen der längeren, ungewollten Vollgasfahrt, eine Schweißnaht des Tanks auf der linken Seite in der Nähe des Benzinhahns anundicht geworden… Zum Glück hat auf der 45-minütigen Fähre nach Dänemark niemand die Lache unterm Motorrad optisch und geruchlich bemerkt. – und dann, in Helsingör angekommen, platzt mir beim Überholen eines LKWs auf der kleinen Straße hinunter zum Fährhafen der Hinterradreifen und ich kann nur mit viel Glück und Crosser-Geschick den Sturz unter den LKW vermeiden. Eine Speiche war gebrochen und hatte sich in den Schlauch des Hinterreifens gebohrt. Also alles Abladen, und Schlauch sowie Reifen wechseln, da er eh fast kein Profil mehr hatte und ich deshalb einen Neuen hintendrauf hatte. Leben sei Dank ist es wie ich schon öfters hörte: es sind immer drei Dinge die schief gehen – und so komme ich nach zwei Tagen und 2600 km in Mellansström an und guide die angemeldeten Reisegruppen.Als ich im November 2000 mit dem VW-Bus nach Deutschland fahre, stehe ich ungeplant Leben sei Dank vor Silvias Tür – und unsere Herzen machen den Rest. An Weihnachten fliegen wir gemeinsam nach Teneriffa.Nachdem Silvie im Frühjahr 2001 den Motorraführerschein gemacht, sich die 900er Yamaha zugelegt hat und ich mir für Deutschland die 1100er Dragstar besorgt und umgebaut habe, sind wir nun mit zwei Motorrädern unterwegs durch die Alpen gen Süden.Über Weihnachten 2001 und den Jahreswechsel sind wir, nicht nur wegen Reisegästen, wieder in Lappland Ihren (Spät)Sommerurlaub 2002 verbringt Silvie natürlich bei mir und weil die Caribu keinen Anlasser hat darf sie auf unserer Tour durchs Gtenzgebirge gen Eismeerküste natürlich die BMW nehmen, die ich letzten Oktober in Deutschland gekauft, über Winter in Deutschland zur STIEFRA-BMW umgebaut und beim Guiden einer Motorradgruppe Anfang des Sommers gleichzeitig hier hoch gebracht habe.Nachdem ich Ende Februar 2003 mit Reisegästen von Sindelfingen mit dem VW-Bus über Norwegen nach Deutschland gefahren bin, packt die inzwischen im 7. Monat schwangere Silvie Ende April bei der zehntägigen Messe in Plauen tatkräftig mit an. Zum Wohnen haben wir den Wohnwagen meiner Eltern dabei.Anfang Juni – In den nächsten 2-3 Wochen müsste es soweit sein für/mit Björne. Das Dachgeschoss bei meinen Eltern haben wir deshalb die letzten Monate Familiengerecht umgebaut und eingerichtet.Am 26. Juni kommt unser Björne in Herrenberg zur Welt – vielleicht an einem der heißesten Tage des Jahres 😥Die nächsten Wochen ist natürlich viel Schlafen, Trinken und Kuscheln angesagt……und viel Aufmerksamkeit von Björnes Verwandten sowie unseren Freunden und Bekannten……und schon Ende Juli geht es vollbepackt gen unseren (noch inoffiziellen) gemeinsamen Wohnort Mellanström……wo sich Momi und Mofi natürlich sehr über ihren Reserveenkel freuen……und Natur-Pur… auf Björnemann wartet……früh übt sich – was auch immer für ihn mal dran istNach 14 Monaten in Mellanström geht es im Herbst 2004 auf Besuchs- und Werbetour nach Deutschland.Zuerst mit dem Wohnwagen 10 Tage auf Messe in Wiebaden – wo so mancher Passant (sich) fragt ob das Kind in (oder an) der Zeltkåte echt oder eine Puppe ist 😘……dann Weihnachtsmarkt und Diashow……und vor Weihnachten geht’s dann mit B&B (Björne und BMW) wieder die 2600 km zurück nach Mellanström……wo wir mit Birgit und Johannes Stiefel (nicht verwandt aber Motorrad-Reisegäste von 2002) Weihnachten verbringen……die kurzen, farbintensiven Mittwintertage…und den JahreswechselAm 2. Oktober 2005 kommt dann unsere Monia in Herrenberg zur Welt.
Ende 1991 war Hilka und mir (nach dem Besuch eines Marine-Freundes in Göteborg) ein kleines Holzhaus im 50-Einwohner Inseldorf Mellanström am Polarkreis in Schwedisch-Lappland zugefallen. Der Kauf war günstig und einfach, nur das mit der Aufenthalts-genehmigung klappte die nächsten Jahre nicht und Hilka verlies mich und den Gedanken ans Auswandern dann Ende 1993.
Nachdem ich 1994 (durch den EWR) endlich als selbstständiger Individual-Reise-veranstalter und Wildnisführer (sowie nebenbei Naturfotograf) Aufenthaltsgenehmigung bekam und so mitte des Jahres alleine in unser Haus im Inseldorf ausgewandert bin, zog Hilka Anfang 1995 doch zu mir.
Als wir im Spätherbst 1995 zur Diashow– und Weihnachtsmarkt-Werbetour in Deutschland sind, bekomme ich die verrückte Idee mit der beliebten Radio-Livesendung ‚SDR3 Leute‘ an deren Redaktion ich ein Fax sende, mit der Beschreibung unserer Auswander- und Lebe-Situation. Anfang Dezember, als ich gerade den VW-Bus für den Aidlinger Weihnachtsmarkt packe, meint mein Vater ich solle schnell ans Telefon kommen, da wäre ein Stefan Siller von SDR3-Leute der mich sprechen wolle – WOW – nervös eile ich zum Telefon. Er meint, dass die SDR3-Leute Redaktion eigentlich mit Reiseberichten total überhäuft würden, aber unsere Geschichte doch irgendwie besonders und reizvoll wäre. Nachdem wir eine gute Viertelstunde ganz locker geplaudert haben fragt er, ob man mit meiner Lebensgefährtin auch so gut reden könne – dazu ich locker-flachsig: „Aber sicher, und dazu kann sie sogar hochdeutsch“ – worauf er lachend meint, dass wir damit am 2. Januar zur Live-Sendung mit ihm eingeladen seien falls wir an dem Tag nichts besseres zu tun hätten. Kurz vor 10 an der Pforte des Süddeutschen Rundfunks in Stuttgart würde reichen…
Eigentlich wollten wir nach Weihnacht schon wieder gen Lappland fahren aber da wir auf dem Aidlinger Weihnachtsmarkt zu-fällig vom Chef der Messe Stuttgart im Januar einen kostenlosen Messestand auf der (eigentlich immer ausgebuchten) CMT-Reisemesse angeboten bekamen, passte das ja. Und wenn der liebe Stefan am Ende der herzlich lockeren Sendung nicht noch auf unsere Messepräsenz hingewiesen hätte, hätte ich diese Frei-Wetbung sogar vergessen.
Nach der Sendung überlegen Hilka und ich ob wir noch einen Spaziergang über die Königstraße machen aber entscheiden uns dann doch gleich nach Hause zu meinen Eltern zu fahren – Leben sei Dank, denn das Telefon meiner Eltern steht seit der Bekanntgabe der Telefonnummer am Ende der Sendung nicht mehr still und mein Vater erzählt, ein Mann habe sogar gemeint er hätte die Sendung im Auto verfolgt und wäre extra auf einen Rastplatz gefahren um die Kontaktdaten nicht zu verpassen…
Und danach wieder zurück nach Mellanström um für die erste Wintergruppe vorzubereiten.
Im Sommer 1996 zwischen den Reisegruppen erweitere ich das Haus dann noch auf der Westseite um knapp 30 qm – mit Eingangsbereich, Ausrüstungs-Vorraum und Wintergarten. Und zwei Jahre später noch die Süd- und Ostseite um weitere 65 qm mit Essens- und Ausrüstungsraum sowie Garage und Carport.
Dazu kommen dann noch Teilnahme an Events wie:
im März 1995 die ESP-Präsentation von Mercedes wo ich als Einwanderer neben den Arjeploger Oympia-Goldmedallisten Klas Lestander (Biathlon, 1960 in Squaw Valley) und seinem Sohn Dan (Schneeskulptur, 1992 in Albertville) auf der abendlichen kleinen Fun-Olympiade für die über 500 Journalisten aus der ganzen Welt für die Axtwerf-Disziplin zuständig war.
im Sommer 1998 die Reise zu Arjeplogs Bergwerk-Partnerstadt Eisenerz, wo auch Dan dabei war und ich an einem Abend meine Diashow präsentierte.
1995 und 1996 ist Hilka an meiner Seite, die ich im ersten Jahr sogar angestelle, damit sie Aufenthaltsgenehmigung bekommt.
1998 und 1999 ist Sanne an meiner Seite, nachdem wir uns im Frühjahr 1997 nähergekommen waren, als sie mit einer Reisegruppe bei mir war.
wir sind uns jedoch nach einem Jahr einig, dass wir keine Zukunft haben – leider darf ich vor Sanne jemanden anderen kennenlernen
Ende 1999 kommt Silvie mit einer Hochzeitsreisegruppe zu uns – und wir fühlen sofort tief füreinander…
…und deshalb bin ich von da an bis zur Geburt unseres Sohnes Björne, Mitte 2003, halb in Mellanström und halb in Deutschland. Danach sind die Beiden in Lappland an meiner Seite…
…und nach der Geburt unserer Tochter Monia, Anfang Oktober 2005, wandern Mitte Dezember alle Drei (offiziell) zu mir aus.
Das Inseldorf mit seinen 40 Einwohnern. Auf 3 Inseln zwischen Uddjaure-, Storavan- und Makkaure-See und am Skeleffte-Fluss (die „Hütte“ ist das lange glänzende Dach in der Bildmitte)
HighNoon – 12 Uhr Mittags Hausberg-Weihnachtspanorama über die 3 Inseln
Die Straße durchs Inseldorf endet auf der Landzunge die vom Skellefte-Fluss und vom Makkaure- sowie Uddjaure- See umgeben ist. Am Horizont und Ende des Uddjaure-See liegt unsere Kreis“stadt“ Arjeplog wo der Hornavan-See (mit 226 m Schwedens tiefster) anschließt.
Fakten über die Großgemeinde Arjeplog: 14494 qkm Fläche 2600 Einwohner – davon knapp 2/3 in der „Stadt‘ 5 aktive Samedörfer (Rentier“wirtschaft“) 4 große Jäger Btaunbär, Wolf, Luchs und Vielfraß 8727 Seen und 3 große Wildflüße (Trinkwasser) Berge bis knapp 1900 m Höhe Der Nordkalott- und Kungsleden sowie der Polarkreis führen hindurch und mit den großen Nationalparks Padjelanta und Sarek schließt die letzte Wildnis in Europa ebenso wie im Skandengebirge Norwegen direkt an der Großgemeinde an.
Mittwinter-Dämmerung – mit 5 Stunden genauso lange wie die Helligkeit um die Weihnachtszeit (1998, nach Anbau der ca. 40 qm des Süd- und Ostteils)
Indian-Summer/Ryska-Tid im Garten (1996, nach Anbau der ca. 35 qm des Westteils mit Wintergarten – 3 Jahre nach meiner Auswanderung hier her)
Weihnacht der Schwarz`n Stiefel (die Kids haben Mamas Name Schwarz)
Mittwinter im Garten
Herbst-Sonnenuntergang vorm Wohnzimmer
Nordlicht vom Garten aus
My home is my castle – und zuhause ist, wo mich das Leben haben möchte
Mittwinteridylle vom Wintergarten
Herbst vorm Schwedenofen
Gartenelche
September-Nordlichter vom Garten aus
Typischer Februarmorgen vor der „Hütte“
Die „Hütte“ von der Gartenbucht
MittwinterVollmondnacht im Wintergarten
Mittsommer-Mitter“nacht“ im Wintergarten
Mittwinter-Vollmond über Bucht und Hausberg
Herbstsonne vom Steg
LappeSchlappe – Mitwinter-Terrassen-„Meditation“ auf dem Rentierfell
…kam es plötzlich aus meiner Freundin Hilka, als wir im tiefsten Mittwinter 1991 gen Polarkreis fuhren – obwohl für sie Auswandern gen Norden bis dahin undenkbar war 😘
Auf mein „gerne“ zu Hilkas Auswander-Idee reagierte sie sofort mit: „Ja, aber wohin dann?“ Worauf ich meinte mir sei es egal, weil ich mir seit meiner Nordkap-Motorradtour zwei Jahre zuvor (mit meiner damaligen Freundin Christine) auch Skandinavien vorstellen könne, worauf sie sofort erwiderte,dass sie zwar noch nie weiter nördlich als ihre Geburtsstadt Hamburg gewesen wäre, aber doch eher in südliche Gefilde wie z.B. Frankreich oder Griechenland wolle. Worauf ich wiederum meinte, dass es mir egal wäre aber ich nicht suchen wolle, weil ich denke, dass das Richtige auf uns zukommen würde wenn und wann es denn dran wäre – wie auch das mir plötzlich zugefallene MotoCross oder mein Wechsel von Mercedes ins Handwerk (nach dem thrillerwürdigen Ende auf der Mittelmeerumrundung-Motorradtour), die, wie das Auswandern, schon seit meiner Kindheit irgendwie ein weitentfernter Wunsch waren…
Nachdem mein Freund Jörg, den ich während meiner Marine-Zeit 1985/86 in Kiel kennengelernt hatte und der inzwischen mit Frau und Kind in Göteborg wohnte, immer wieder bat ihn doch mal dort zu besuchen, bekam ich die Idee das über Weihnachten mit dem Auto zu machen. Und dann einfach weiter gen Polarkreis zu fahren – da ich mir ein im Sommer so tolles Land entgegen der allgemeinen Meinung im Winter nicht nur dunkel und kalt vorstellen konnte.
Von der Idee war Hilka natürlich nicht begeistert meinte aber, dass sie die zwei Wochen wohl irgendwie überstehen würde.
Also fuhren wir mit Schneeketten im Gepäck mit unserem alten Audi 100 vor Weihnachten los und verbrachten die Festtage bei Jörg und seiner Familie in der Hochhauswohnung im tristen Göteborg.
Zwischen den Tagen fuhren wir dann auf kleinen Straßen dem Grenzgrbirge entlang weiter gen Norden. Am zweiten Tag wurde es dann weiß und während die Tageslänge natürlich abnahm, nahm die Schneehöhe zu. Auf schneeglatten Straßen ging es durch einsame, tiefverschneite Wald- und Seenlandschaft während stundenlangem Sonnenauf- und Untergang. Für die Übernachtungen vielen uns, durch mein Gefühl, immer idyllische Plätze und Gästehütten zu.
Als wir dann, nach drei Tagen schon recht weit oben, gerade durch einen Schneesturm auf einer Brücke zwischen zwei Seen fuhren, meinte Hilka plötzlich: „Hier könnten wir eigentlich auch ein Häuschen haben“ !?! 🙃
Am nächsten Tag, irgendwo mitten im Nordschweden-Nirgendwo hielt ich an einer Abzweigung wo wir meinem Gefühl nach links sollten um die noch ca. 150 km bis zum Polarkreis zu kommen – aber Hilka, die die Straßenkarte studierte, meinte wir müssten uns geradeaus halten, was wir dann auch taten
Beim Punkt 3 wäre es nach links Richtung Polarkreis gegangen – das Leben ließ uns dank Hilka für geradeaus entscheiden 🙏
23 km später, bei einsetzender Dunkelheit (schon um kurz nach 14 Uhr bei der starken Bewölkung) bekomme ich beim Schild nach links „Kasker 2 km“ das Gefühl dass es uns wieder zu einem von der Durchgangsstraße abgelegenen, idyllischen Übernachtungsplatz führen könnte. Nach dem Ortschild Mellanström und dem kurzen Straßenstück über den vermeintlichen See, stehen wir nach einem guten halben Kilometer vor einem beleuchteten Lebensmittelladen mit zwei Zapfsäulen…
„Ein Traum!“ entfährt es mir „abgelegen, ein kleines Dorf mit Laden und Sprit und dann noch auf einer Landzunge oder Insel – wenn es jetzt noch eine Gästehütte gibt, dann würde ich hier gerne den Jahreswechsel verbringen!“
Als wir den Laden betreten fragt die Frau an der Kasse auf Englisch wo wir um Gotteswillen in dieser gottverlassenen Zeit herkämen – oder ob wir Testfahrer wären, obwohl auch die Wintertests auf dem Eis in dieser Zeit ruhen!?
Einstimmig meinen wir, dass wir mit dem Auto von Deutschland gestartet wären und es uns diese Zeit hier oben sehr gut gefalle! Und ob es deshalb eine Möglichkeit gäbe über den Jahreswechsel eine Gästehütte zu mieten? Worauf sie sofort jemand anruft und uns die 200 Meter dorthin erklärt – aber meint falls wir noch einkaufen wollten müssten wir das in den nächsten zwei Stunden noch tun, da sie am morgigen 30. Dezember wegen Inventur geschlossen hätte.
Als wir unsere Sachen in der netten, kleinen Gästehütte des lieben, alten Paares verstaut haben, machen wir uns warm gekleidet zu Fuß zum Laden – mit kleinem Umweg bis zum Straßenende wo wir ein verlassenes Haus mit Seeblick sehen.
Zurück im Laden fragen wir überschwänglich die Frau an der Kasse ob man hier auch ein Haus kaufen könne, so wie dieses eine? Sie meint das wäre nur noch ein Sommerhaus aber sie wisse zufällig eines, das ihres Bruders der vor 3 Jahren gestorben wäre. Wieviel es kosten würde wollen wir natürlich wissen und ob es am See wäre? Sie meint da es ein Inseldorf wäre, wären quasi alle Häuser am See und da der Nachlassverwalter sie kürzlich wieder fragte ob sie nicht irgendwelche Interessenten für das Haus kenne, wisse sie zufällig den Preis – umgerechnet ca. 40000 DM. Wir schauen uns verdutzt-verzückt an und lassen sie euphorisch einstimmig wissen, dass wir wirklich Interesse haben.
Am Abend in der Hütte gibt es gedanklich und verbal natürlich nur ein Thema – und einstimmig sind wir überzeugt, dass wir es machen müssen, da die Summe ungefähr dem entspricht was wir gemeinsam (für ein neueres Auto schon geplant) haben.
Am nächsten Vormittag machen wir uns von der Hütte aus aufs schneebedeckte Eis über den See. Dass wir damals auf dem wegen der Strömung in Kasker sehr dünnem Eis nicht eingebrochen sind, lässt mich bis zum heutigen Tag mit meinem Bewusstsein durch den zugefallenen Traumberuf als langjähriger Wildnisführer erfrösteln…
…und darf mir durch die gnadenvolle Berufung danach, als (durch mein Vertrauen wundernvoll geführter) Helfer für Mitmenschen in Not, der „Trag“weite der ‚Spuren im Sand‘ dankbarst bewusst sein.
Auf unserem Rückweg durchs Inseldorf kommen wir an einem netten Mann vorbei der vorm Haus an einem Schneemobil schraubt und sich für die zwei Fremden in dieser Zeit interessiert. Wir erzählem ihm in unserer Freude wie wir hier gelandet sind und dem möglichen Hauskauf nach der Begegnung mit der Ladenbesitzerin. Lachend meint er, er hieße Ulf und die Frau wäre seine Schwester Ulla – und in dem Haus hätten sie mit ihren Eltern und Geschwistern einige Jahre selbst gelebt. Als wir uns verabschieden meint er, wenn wir Lust hätten könnte er sich vorstellen, dass wir uns heute Abend bei der Sylvesterfeier mit seiner Familie bei Ulla und ihrer Familie wiedersehen würden…
Zwei Stunden vor Mitternacht stehen dann plötzlich zwei Männer mit Tretschlitten vor unserer Hütte. Es ist Ulf und sein Schwager Torbjörn und sie meinen in feuchtfröhlicher Stimmung, wir sollen ihnen doch bitte nun zum Jahreswechsel folgen.
So feiern wir zu zwölf den Übergang ins neue Jahr und dürfen feststellen, dass alle sehr froh sind, wenn wir als junges Paar mithelfen die Zukunft des kleinen Inseldorfes zu sichern. Als wir uns zwischen drei und vier Uhr herzlich verabschieden meinen sie, da es mir als Ex-Motocrosser sicher Spaß machen würde, würden sie für uns nach dem Ausschlafen eine Schneemobiltour zu einer Hundeschlittentour machen…
Kurz nach Mittag fahren wir dann, auf einem eigenen Skidoo, unseren Gastgebern hinterher übern See zu einer Huskiezucht, wo ich, total ver- und entzückt in die weite Natur schauend, mit Tränen in den Augen fühlen und verstehen darf, dass dieser Platz hier oben auf mich gewartet hat. 🙏
Am nächsten Tag besichtigen wir mit Ulla „unser“ (hoffentlich) zukünftiges Haus. In nicht mal 10 Minuten ist die Sache vorüber – nicht weil Ulla keine Zeit hat, sondern weil mich der Zustand des Hauses nicht wirklich interessiert – mein Herz weiß – was spielt da sonst eine Rolle – auch wenn ich später z.B. an den relativ neuen Fenstern mit dreifach Verglasung doch recht froh bin.
Am nächsten Tag starten wir, mit einem kleinen Abstecher zur Stadt Arjeplog (wie auch Mellanström idyllisch zwischen mehreren Seen gelegen) und Skellefteå am Bottnischen Meer gen (dadurch) 2750 km entfernte Deutschland-Heimat – die wir irgendwie an einem Stück nach 27 Stunden erreichen 😎
In den nächsten 2 Monaten regeln wir die Formalitäten und fahren dann im März wieder hoch und dürfen mit ein paar Möbeln von Ulla schon im Haus wohnen bevor der Kauf nach ein paar Wochen abgeschlossen ist. Durch den Nachlassverwalter ging er reibungslos.
Wir erleben wundervolle Tage und Musiknächte mit verschiedenen Einheimischen – machen aber auch eine weniger schöne Er“fahrung“: Bei der Rückfahrt vom Berg in Arjeplog bleibt das vor uns fahrende Auto und ein Entgegenkommendes plötzlich stehen, so dass mir ohne die hier obligatorischen Spikes nur die Wahl bleibt in das entgegen- oder vor mir stehende Auto zu schlittern, aber da sich im Ersteren ein Kind über die Vordersitze beugt bleibt nur das Heck des Saab. Diesem passiert nicht viel, aber die Knautschzone unseres Audis ist relativ weit reingeschoben 😥
Ullas Mann Torbjörn schleppt uns die gut 30 km nach Mellanström zurück und ein anderer Torbjörn im Inseldorf, als guter Mechaniker bekannt, hilft mir, die Schrottplätze in Nordschweden telefonisch abklappernd in der 350 km entfernten Küstenstadt Umeå einen baugleichen Audi ohne Frontschaden zu finden und fährt mit mir, Anhänger und Flex kurzerhand dort hin wo den kompletten Vorbau des Schrott-Audis abflexe.
Während ich zurück im Inselsorf in Torbjörns gemieteter Schrauber-Garage auch den Vorbau unseres Audis abflexe und es mir gelingt den Schrott-Vorbau milimetergenau wieder anzuschweißen, bestellt Torbjörn die benötigten Ersatzteile. Das Einzige was zum Schluss fehlt, ist das Blinkerglas, was ich kurzerhand aus einer Plastikflasche und einer gelben Glühbirne erstelle. Im Inseldorf hinterlässt das natürlich Erstaunen über den baldigen Einwanderer…
Was sich allerdings bedeutend schwieriger gestaltet als der Hauskauf, da es die EU noch nicht gibt und man somit ohne Aufenthaltsgenehmigung keine Job und ohne Job keine Aufenthaltsgenehmigung bekommt?!?
Im Sommer sehen dann meine Eltern unser Grundstück vor uns das erste Mal ohne Schnee da sie mit einem befreundeten Ehepaar nach Mellanström fahren – der Jugendfreund ist Abteilungsleiter bei Mercedes und bekommt dafür einen Testwagen.
Als sie zurück sind verstehen sie uns und der Freund macht uns mit einem sehr netten Verantwortlichen der Mercedes-Wintertests bekannt, der uns in Aidlingen besucht und sehr interessiert ist, jemand ganzjährig dort oben zu haben. Er versucht alles, mir eine kleine Anstellung bei Mercedes zu ermöglichen – aber – zum Einen bin ich erst ein paar Jahre zuvor (nach dem thrillerwürdigen Ende auf der Mittelmeer-Umrundung) von Mercedes weggegangen und zum Anderen ist leider gerade absolutes Aufnahmestop bei Mercedes…
Für Hilka gestaltet sich die Ungewissheit mit der Auswanderung nicht weniger schwierig, da ihr Vater stirbt und sie natürlich als Einzelkind Verantwortung für ihre kränkliche Mutter hat.
Während ich 1993 für mehrere Monate in Mellanström bin und versuche Möglichkeiten für einen Job zu eröffnen wird plötzlich bekannt, dass 1994 der EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) kommt und man deshalb innerhalb Europas während dem Urlaub in einem anderen Land eine Anstellung oder eigene Firma beginnen kann und daraufhin Aufenthaltsgenehmigung bekommt…
Zurück in Deutschland bekomme ich die Idee mit meinem Zelt, Kanu und sonstiger Outdoorausrüstung eine Individual-Reisefirma anzufangen. Papa ersteht von der Firma einen ausgemusterten 286er PC mit dem ich verzweifelt versuche erste Schritte zu lernen. Erst als ein Bekannter bemerkt dass der PC fehlerhaft ist und ich mich auf einen funktionierenden einlerne, gelingt es mir über Winter nach Feierabend allmählich das erste Prospekt zu schreiben… Aus unseren Videos der bisherigen Fahrten nach und Zeit in Mellanström mache ich einen kurzen Werbefilm und meine erste Diashow im Vereinsheim in Maichingen.
Die Situation kostet mich alle Kraft da mir die Arbeit als Metallbauer (vor allem am Schraubstock stehend) durch den Kreuzbandschaden beim Seitenwagen-Motocross ein paar Jahre zuvor immer schwerer fällt – und Hilka sich (in aller Freundschaft) von mir trennt, da sie sich in jemanden Anderen verliebt habe.
Anfang 1994 bin ich dann wieder in Mellanström um die eigene Firma zu beantragen und werde zu einem Gremium geladen um mein Geschäftsmodell vorzustellen. Nachdem man meine Idee gehört, das Prospekt durchgelesen und das Werbevideo angeschaut hat möchte man wissen wieviel mich das Werbematerial gekostet habe, etwas beschämt komme ich auf ca. 50 Euro – was sie erstaunt und zweifellos die Firma anerkennen lässt, mit der Erklärung, dass man sich um den Erfolg von jemanden der mit so geringen Mitteln und so viel Herz so etwas auf die Beine stellt keine Angst haben müsse…
Solange ich, zurück in Deutschland, warte bis die Firma offiziell eingetragen ist, hilft Hilka mir mit vollem Einsatz das Werbematerial zu vervielfältigen – was herzlich lieb ist, aber meinen Verlustschmerz natürlich nicht weniger macht.
Am 24.5.1994, ein Tag vor meinem 30. Geburtstag, ist meine Firma NAPUTO eingetragen.
Gute sechs Wochen danach, am 8.7. bin ich startklar für den Umzug nach Mellanström Eigentlich hätte ich noch mehr Zeit gebraucht aber für Anfang August waren schon die ersten offiziellen Reisegäste angeneldet. Hatte die letzten Wochen fast jede Nacht an dem Anmelde- und Reisebestätigungsmaterial sowie Checklisten und den Reisvorbereitungen gearbeitet und dann in den letzten Tagen den spärlich eingerichteten 5,15er Wilk-Wohnwagen meiner Eltern (der zu seinem Beginn als Büro bei der Olympiade in München fungierte) bis zum Bersten beladen. Nach herrlichem Abschied von Hilka, die zu meiner Verwunderung auch Tränen in den Augen hatte, und von meinen Eltern geht es mit meinem Ausbildungskollegen und Freund Rainer los gen Mellanström.
Als ich Rainer unterwegs sage dass Hilka natürlich jederzeit zu mit zurückkehren dürfe wenn sie dafür fühle kann und will er das nicht verstehen, ja er nimmt mir diese Einstellung irgendwie sogar übel!?
Nach zweieinhalb Tagen, zwei Übernachtungen zwischen dem Umzugsgut umd knapp 2550 km auf der kürzesten aber leider zum Teil auch sehr hoplrigen Strecke, kommen wir im Inseldorf an.
Als ich im leeren Wohnzimmer stehend auf den See hinunterblicke, beginnt es mich zu drehen und ich frage mich warum um alles in der Welt ich das alles mache?!? Die Freundin verloren, keine Sicherheit mehr, weit weg von zuhause und meiner Familie, Freunde und Bekannte… und im selben Augenblick rafft irgendwas mich zusammen und lässt mich gesund denken: okay, Du bist überarbeitet und -müdet und jetzt gilt es einfach einen Schritt nach dem Anderen weiter zu gehen…
Im August und September kommen dann die ersten offiziellen Reisegruppen und währenddessen kommen immer öfter Faxe von Hilka in denen klar wird, dass sie gerne zu mir (und nach Lappland) zurückkehren würde.
Im November fahre ich nach Deutschland und mache, mit Hilka an meiner Seite, meine erste Diashow in Aidlingen – im Musiksaal der Hauptschule.
Als wir dann mit einer kleinen Werbetafel auf dem Weihnachtsmarkt stehen, fragt ein Mann wie wir diese tollen Reisen vermakten würde? Als ich auf die Werbetafel deute, zückt er mit etwas Mitleid seine Visitenkarte und meint da würde er uns gerne etwas helfen. Er ist Messechef von Stuttgart und bietet uns im Januar kostenlos einen kleinen Nischenplatz auf der so begehrten und auf Jahre hinaus restlos ausgebuchten CMT-Reisemesse.
mit meiner Freundin Christine auf der ‚Caribu‘ sowie bis Trondheim mit unseren Freunden Marion & Jürgen auf der XT500
Freundin Christine ist bereit für den Start nach Dänemark. Sie gehörte ein gutes Jahr zuvor an gleicher Stelle zum Verabschiedungskomitee meiner geplanten, dreimonatigen Motorradtour ums Mittelmeer
Marion und Jürgen haben die Tour geplant – was mir sehr recht ist da ich von der überplanten Tour ein Jahr zuvor noch genug hatte, die ein appruptes, Thriller-ähnliches Ende fand.
erschöpft nach fast 900 km Autobahn durch Deutschland
Übernachtung in der Jugendherberge vor Hirtshals
warten auf die Fähre nach Norwegen4 Stunden verdienter Bord-Urlaub – nach 1200 km Autobahn Süd-Norwegen – Fjord-Landschaft und Wetter lieblichBei der Fahrt durch Südnorwegen sticht mich etwas in den Unterarm und der geschwillt so sehr an, dass wir einen Arzt aufsuchen der etwas von einer allergischen Reaktion sowie Vorsicht und 6 Wochen spricht… Dass ich kurz nach unserer Rückkehr fast daran sterbe, weiß ich da natürlich nicht Fast genau ein Jahr vorher auf Korsika (bei meiner Mittelmeerumrundungstour) hatte ich sogar Kreislaufprobleme nach einem Stich aber an das dachte ich nicht.typisches Norwegen-Wetterund typische Holzhaus-Städtethe same procedure…warten auf……eine der vielen Fjord-Fährennach der Wanderung zum Prekestolen muss ich natürlich auch den 600m-Freifall-Sitz probierenund sie sagt noch dass sie dem Stockbett nicht traut – ach was sage ich und kurz nachdem ich aufgestanden bin kracht sie runter…eine der vielen Stabkirchenund unzählbare Wasserfälle überallBergen – die regenreichste Stadt Europas enttäuscht nichtdafür wählen wir nach der Besichtigung eine Jugendherbergewie gesagt – Wasserfälle und Stabkirchen, überallausgebüchste Schafe statt wilde Rentiere beim Pass über die Hardanger Viddawir folgen einem Schotterpassmit fantastischen FjordpanoramenAussichtsparkplatz……auf dem Weg zum Geiranger-Fjordtypische Luxus-Liner im Geirangerfjordauf dem wildromantischen Weg zu den Trollstigen-Serpentinenletzte Fjordfähre vor Trondheimund dann geht es auf der E6Camoingplats überm Trondheim-FjordStadtbesichtigung mit Blick vom Kirchenbalkonhinter Trondheim entscheiden wir uns von Marion und Jürgen zu trennen die trotz des schlechten Wetters auf die Lofoten wollen – mich zieht es gen („spektakuläres“) NordkapAm Polarkreis – gleich hinter den Bergen liegt meine zukünftige Wahlheimat die mir 3 Jahre später ungeplant zufälltHinter Rognan platzt uns bei voller Fahrt der Hinterradreifen unseres übergewichtígen Caribu – ein Wunder und Dank meiner Motocross Erfahrung, dass ich die extrem schleudernde Fuhre abfangen kannEine junge Norwegerin holt in ihrem Ort eine bessere LuftpumpeE6 Fjordpanoramadie Hytter sind natürlich super bei RegenwetterE6-Fähre vor NarvikEntfernungen von NarvikHinter Narvik wirds schön (&) arktischDie E6 als TraumstraßeTouri-SamenTraum-Rast…fürs Mittagsessentypisch Frange-Gefühl – auf einem kleinen Feldweg abseits der E6 gelangen wir an diesen Traum-Platz hoch über dem Fjord...von wo wir nach dem Abendessen……unsere erste Mitternachtssonne erlebenund am nächsten (Ruhe)Tag kommen sogar nette junge Einheimische an diesen Insider-Mitternachtssonne-PlatzBlick über Tromsödie Stadt rückt näherTromsöwild Zelten und Rentiere um die StadtWohnwagen-Hytte……vor der Fähre Richtung Nordkap – leider ist es total bewölktaber kurz vor Mitternacht am Polarkreis reißt der Himmel aufes ist zwar kein bischen dunkel aber extrem windig – kein wunder fuhren wir doch in beängstigender Schräglage die letzten Kilometer auf der Geraden hier herBesuch der befreundeten Familie aus meiner Marine-Zeit
Total überladene Wetterflucht… bis kurz vor Albanien 😎
Aus meinem Fotoalbum 12.6.1986, Aidlingen Mein Freund Rainer (ehemaliger Maschinenschlosser-Ausbildungskollege bei Daimler) hat bei mir geschlafen. Um 5 Uhr sind wir aufgestanden, haben eine neue Kupplung eingebaut und die 1000 Sachen zusammen- und aufgepackt……und jetzt bekommen wir Bedenken am Restangebot der Sitzfläche!Probesitzung!!! (sogar Fotograf-Mama scheint die Luft anzuhalten) A bisle eng ist ja toll – doch das hier ist zu toll.Um 13 Uhr kamen wir dann endlich los. Bei Nieselregen ging`s auf der Autobahn Richtung Salzburg. Ab Augsburg wurde aus Niesel- Dauerregen und nun nach 5 Std. und zweitem Tankstopp vor der Österreich-Grenze werden aus zwei „heissen Typen“ langsam aber sicher Eiszapfen! 📌 Rastplatz Bad Reichenhall SüdAuch in Richtung Spittal verspricht der Himmel keine Wetterbesserung. Die total überladene Honda schwimmt nicht schlecht bei nasser Fahrbahn.Bei den Stopps hat der gute Rainer jedesmal viel zu erledigen: – pinkeln (zu viel eingedrungene Nässe?) – Kartenlesen (um den warmen Süden schneller näherzubringen!?) – Gymnastikübungen (gegen aufkommende Platzangst?) 📌 Rastplatz A10 TauernautobahnKaum ist Rainer der Steuermann, lässt die Sonne uns merken, dass es sie noch gibt. Wir flippen fast aus, obwohl sie schon bald untergehen wird. 📌 A10 TauernautobahnWir fahren Villach entgegen… …es wird Zeit, nach einer Schlafgelegenheit Ausschau zu halten! 📌 Spittal an der DrauDurch ein Loch in der Wolkenwand erhellt die Sonne Spittal – wir nehmen es als Gute-Nacht-Gruß13.6.1986 Am Fuße des Wurzenpasses haben wir am Vorabend von einem Bauer nach längerem Überlegen seine Heuhütte zum Schlafen bekommen. Es nieselt wieder als wir um 9.30 Uhr Richtung Jugoslawien-Grenze aufbrechen. Der Vršič-Pass hat 55 Serpentinenkehren und ist eine echt jugoslawische Enduro-Straße als Alternative zur Hauptverbindung nach RijekaDer Pass ist ein Genuss für die Augen und für`s Motorradler-Herz.Auf der Passhöhe (1611 m) angekommen ist niemand da um uns zusammen auf`s Bild zu bringen – und Selbstauslöser hat die Pocketkamera nicht. Also macht jeder von uns ein Bild vom Anderen ☺️Bei der Abfahrt werden wir ca. 10 km auf einen sehr steilen Feldweg umgeleitet. Eine Tortour mit einem 350 kg schweren Lastenesel durchs Gelände, dessen Vorderteil wenn immer möglich störrisch gen Himmel will 🙃Endlich unten und Sonnenschein! Alle Regenklamotten schnellstens vom Leib. Der gute Rainer kämpft zum Glück nur mit dem (Regen-)Stiefel 😜Im Tal entlang der italienischen Grenze Richtung Rijeka. Viele deutsche Motorradfahrer sind unterwegs zum Straßenmotorrad-WM-Lauf dort. 📌 TolminRijeka haben wir schnellstens hinter uns gelassen – einen Sturm (Bora-Fallwind) haben wir noch vor uns – was wir leider oder zum Glück noch nicht ahnen. 📌 BakarÜber der Insel Krk ist noch strahlender Himmel – sonst macht es, wie gehabt, leider wieder überall dicht.Wird wieder Zeit nach einem trockenen Schlafplatz zu suchen14.6.1986 Nach 400 Tages-km, einsetzendem Regen und Dunkel haben wir uns (ganz gegen mein Reise-Prinzip) müde und kalt für diese Pension entschieden. 📌 Starigrad-PaklenicaHeute Morgen regnet es zwar nimmer aber es ziehen schon wieder dicke Wolken vom Gebirge auf uns zu – also weiter südwärts. Wie nun mit diesen Honda-Tourern habe ich hier schon 2 Jahre zuvor (bei der Motorradtour alleine auf meiner Yamaha RD350LC) mit Harry und seiner Freundin aus Korbach (auf der tollen Honda CB1100R) Smalltalk gehalten. Leider sind sie ein paar Tage zuvor gestürzt und konnten wegen der Aufschürfungen nicht mehr baden. Sie habe ich 1985 während meiner Marinezeit in Kiel und 1988 auf der Rückfahrt der Nordkap-Motorradtour besucht und werde ihn erst 2023 auf dem Rückweg mit dem Motorroller von Deutschland in meine mir 1991 zugefallene Wahlheimat Lappland überglücklich wiedersehen.Die 2 Honda-Freunde können sich nicht vorstellen dass wir auf unserem Schwertransporter noch Platz haben und er überhaupt noch fahrbar ist – nicht ganz unbegründet 😎Zuversichtlich weiter gen Süden und zunehmender Hitze. Rainer wird natürlich immer nervös wenn ich die Fuhre fürs Foto einhändig auf Kurs halte – aber schließlich ist meine Motocross-Erfahrung nicht umsonst 😘Rainer traut dem Wetter trotz der großen Wärme noch nicht so ganz… …und während ich auf Knipstour gehe……tankt er Sonne voll 😊Brücke übers Meer bei ŠibenikNachdem wir an den Vortagen 1000 km gefroren haben, sind wir jetzt beim Rasten froh über Schatten. 📌 OmišSeine Nerven schonend macht Rainer mit meiner Pocket-Kamera den selbigen MannTraumhafte Panoramen……der tollen Steilküste entlang… und als das Vorderrad in voller Fahrt wiedermal durch den Bora-Fallwind und die rücklastige Überladung abhebt, gibt mir Rainer einen schlagkräftigen Grund etwas gemächlicher zu fahren…Ich schau dir in die kleinen Augen 🙃Idyllische Städtchen zwischen Bergen und MeerUnd sie funktionierte doch/noch – Leben sei Dank für Rainer und Frank bei dem kleinen Tank 😘Und weiter mit vollem Tank – wobei die 10 Liter nichts ausmachen gegen den FallwindKurze Pause… …kurz vor DubrovnikKurze Fähre von Kamenari… …nach LepetaneNach gut 500 Tages-km der Küste entlang beziehen wir 60 km vor der albanischen Grenze diesen Campingplatz bei Budva am Strand „Plaza Jaz“… …uns wundernd über so viel Platz direkt am MeerAber wo ist die Sonne geblieben? Hier „kocht“ der Chef – auf kleinstem weil einzigem GasfeldNach unserer ersten gemeinsamen Zeltnacht dürfen wir schon früh am nächsten Morgen verstehen warum die Camper den Schatten im Wäldchen der Strandnähe vorziehen 😎Also ziehen wir freiwillig um, ein paar Meter landeinwärts zu den anderen Campern in den SchattenHerz was willst du mehr MeehrSonnen-AnbeterDie Zelt-Nachbarn Franz und seine junge Familie aus Schongau werden unsere FreundeTagsüber… …verbringen wir mit unseren Freunden am Strand……iin der Nacht in unserem Lichtgewichts-Hotel……und Frühstück gibts wieder am gemütlichen Tisch bei den Freunden 🙏An eimem Abend nehmen uns die Freunde sogar in ihrem 123er Mercedes mit..zum Essen in ihrem Lieblingsrestaurant im knapp 20 km Richtung Albanien entfernten Küstenort Petrovac na moru.Beachlife – na, Franz… …so wird’s nix mit Sandburg 😘Es war (unbewusst) meine letzte Nacht in diesem Zelt……aber bewusst unser letzter Tag an diesem Strand… Ein Prost auf die schöne Zeit hier und vor allem auf unsere liebe Familie aus Schongau 😍20.6.1986 Nachdem wir im Hauszelt bei unseren Freunden übernachten durften damit wir nicht am frühen Morgen Zusammen- und Aufpacken müssen, sind wir um 5 Uhr morgens nach herzlicher Verabschiedung abfahrbereit.Ein letzter frühmorgendlicher Blick über die Campingplatz-Bucht… bevor es gen Norden heimwärts gehtNach dden ersten knapp 30 km wieder auf der Fähre diesmal natürlich von Lepetane… …nach KamenariBlick auf das morgendliche Dubrovnik – danach entscheiden wir uns dann für die Fahrt durchs LandesinnereIm Gegensatz zur Küstenstraße ist jetzt natürlich die Straßenkarte nötig – aber dafür kein nervender Fallwind mehr. Tolle Landschaft……und Pässe – aber… die kleinen Straßen und vielen Ortschaften benötigen sehr viel Zeit und Konzentration 😴Erst in der Nacht erreichen wir nach gut 900 Landstraßen-km entkräftet die Grenze und kommen vor Mitternacht auf der A10 zwischen Spital und Salzburg dann auch noch in ein furchteregendes Gewitter-Unwetter das zeitweise sogar die Autos wegen Wischerproblemen zum Stoppen zwingt. Wir kämpfen uns wie verrückt unter den Blitzen weiter durch die Fluten – in der Hoffnung dass der Motor nicht absäuft und wir im Dunkeln mitten in den Fluten auf der Autobahn stehenbleiben.Leben sei Dank kurze Erholung vom extremen Gewitterregen im jeweils 6 km langen Katschberg- und Tauerntunnel 🙏Auf der A8 vor München sehe ich dann weiße Tierchen über die Autobahn rennen – höchste Zeit für eine Rast! Selbst die breite, gerade Ausfahrt in den Rasthof Holzkirchen wird durch meine Müdigkeit schmal wie ein Trampelpfad 😴Um wach zu bleiben ziehe ich die München-Durchfahrung dem Autobahn-Ring vor, so habe ich die restlichen gut 2 Stunden bis zuhause kein Problem mehr mit der Müdigkeit – zumal es auf halber Strecke schon hell wird 😎Um 8 Uhr Morgens, nach 27 Std. Fahrt, sind wir wohlbehalten am AWO-Waldheim in Böblingen, wo der gute Rainer seinen Zivildienst macht. wird Im Spätsommer werden wir eine große Frankreich-Motorrad-Rundfahrt machen – er auf der ihm dann gehörenden Honda und ich auf meiner gebraucht erstandenen, fast neuwertigen Yamaha XT600, die ich dann im Winter 86/87 für meine geplante 3-monatige Mittelmeer-Umrundung zur STIEFRA-Yamaha umbaue (u.a. mit eigenem 43- statt 11-Liter-Tank) .
2021 nach 4 Jahren K(r)ampf mit den schwedischen Behörden besteht nun die Chance, dass Xiao Aufenthaltskarte bekommt und wir endlich zu meinen Kindern und Eltern reisen können Unser unglaublicher Weg (PDF, 1,5 MB)
2018 mein erstes (PDF-)Buch(lein) das ich schreiben darf um an meinem ver-rückten L(i)eben zeigen zu können wie WUNDERnvoll uns Herz/Leben führt wenn wir ihm total vertrauen Unser Herz leitet uns Wunder-voll.pdf
2016 – 2017 9 Monate auf ungeplanter Radtour bis Tibet (Nordschweden-Finnland-Estland-Russland-Sibirien-Mongolei-China) wo ich meine Seeleschwester und spätere Frau Xiao kennenlerne und mit ihr einen nicht enden wollenden Albtraum erlebe Wundernvolle Radtour
2015 5 Monate auf ungeplanter Tramptour bis Iran (Deutschland-Österreich-Rumänien-Bulgarien-Griechenland-Türkei-Georgien-Armenien) Wundernvolle Tramptour
2013 – 2016 zuerst 9 Monate in einem 6qm Bauwagen in der Wagenburg in Tübingen – nur 5 Gehminuten zu den Kids dann im eigenen 10 qm Bauwagen auf einer Wiese bei Betzingen, dann beim RMC Reutlingen und schlussendlich auf dem Schäferhof in Eningen Meine wilden Bauwagen-Jahre
2009 – heute Heilungs- und Veränderungshelfer Bisher in Skandinavien, Deutschland, Süd- und Osteuropa und Asien. Eine enorm freudige, Berufung/Gnade – einkommens-, planungs- und angstfrei, da ich mich komplett vom Leben(„GOTT/HöheresSelbst…“) führen lasse. Welche (Heil)Kraft tiefes Mitgefühl hat
2007 – heute Aufwachen und Reise nach innen Verständnis von Angst und Not auf unserer lieben Mama-Erde Welt-Bewusstsein sowie unseres (höheren) Selbst Herz-Bewusstsein
2005 Geburt der Tochter Monia in Herrenberg
2003 Geburt des Sohnes Björne in Herrenberg
2000 – 2003 Pendle zwischen Mellanström und Gärtringen wegen meiner Freundin und späteren Frau Silvia
1994 – heute Eigentümer/Geschäftsführer/Wildnisführer von NAPUTO Individual-Reiseveranstalter, Wildnis-und Kulturführer, Naturfotograf und Übersetzer am Polarkreis in Schwedisch-Lappland NAtur-PUr-TOur
1991 Zufall und Kauf eines Hauses im Inseldorf Mellanström am Polarkreis in Schwedisch-Lappland Die LappeSchlappe „Hütte“
…nach fast 2 wilden Jahren im BauwagenMitte September 2014 ist es soweit: auf vielfachen Wunsch der einzelnen Dame geht`s mit dem Töff nach Lappe-Schlappe-Land – auch wenn es temperaturmäßig für die Fahrt eigentlich schon zu kühl ist sowie der hoch- und breitgestapelte Roller ohne uns schon fast am Gewichtslimit ist – Tschüssle liebe Mama und lieber Papa… ond tschüssle AidlengaDie ersten 200 km sind (hoffentlich) die SchwerstenHagelregensturm durch Ost-Deutschland – brrrrr (musste das Bild unbedingt machen – mitten auf der Autobahn-Notspur und zu Carmens entsetzen!)Nach 900 km sind die Schwertransporterler um 21.45 Uhr nass, kalt und müde an der Fähre von Rostock nach TrelleborgKurz vor Mitternacht sind wir endlich im Warmen auf der Fähre – hier gilt für uns natürlich: Nix Ruhe(sitz), wir brauchen echten Schlaf(platz)!Am nächsten Tag durch Schweden gen Norden heißt es alle 180 km Tank- und Pinkelpause – Schwertransporter brauchen auf der Landstraße viel Sprit und „coole“ Nord-Tourer viel heißen Tee.Zu meiner Verwunderung zieht Carmen nach 12 Stunden und 900 kühlen Nebel-Regen-Sonnen-km durch Süd- und Mittelschweden die Naturübernachtung einer beheizten Gästehütte vor.God morgon – ein kalter, regnerischer Tag lädt uns (nicht so richtig) zu den restlichen 700 km einMorgentoilette – auch ein (Burgman-)Hippie muss mal mehr als Pipi……bevor wir uns mit 6 Kleiderschichten für die 5 °C durch Nordschweden rüstenGeschafft – nach gut zweieinhalbtausend km sind wir, fast steifgefroren, im Inseldorf am Polarkreis angekommen … (seit 500 km hatten wir es mit Schneeregen und rutschigem Laub zu tun und die letzten 200 km bin ich sogar viel stehend gefahren, um der frierenden Carmen mehr Windschutz zu geben)…und die LappeSchlappe „Hütte“, inmitten der Ryska-Tid (Indian-Summer), steht auch nochAls wir am nächsten Morgen (vom komaähnlichen Schlaf) erwachen, ist alles weiß – alles richtig gemacht und viel „Glück“ gehabt! Nun kann das Lappland Abenteuer zwischen/mit Sommer und Winter beginnen.
Hier die 3 Monate (vom Herbstsommer bis vor Mittwinter) mit Carmen in Lappland
Auf der Hochzeitsfeier meiner Cousine habe ich Andi Mähr kennengelernt, der mich dann Mitte 1988 zur Seitenwagen-MotoCross-WM in seine Heimat nach Vorarlberg mitnimmt. Dort entscheiden wir uns aus einer Freudenlaune heraus zusamen mit diesem Sport zu beginnen.
Am Vortag, nach dem Endlauf der nationalen Seitenwagen-Meisterschaft, haben wir uns für das Heos-Gespann entschieden. Nun bringt uns das Team aus dem Norden bei ihrer Heimfahrt ihr Gespann zu den Wiesen beim Lindenhof in Aidlingen, wo wir vom verwandten Bauer (Vetter meines Vaters) die Erlaubnis zum Üben haben. Noch am gleichen Tag stellt es sich heraus, dass es mit mir als Fahrer schneller geht.Auf diesen Wiesen (ca. 300×200 m) trainieren wir über den Winter – sehr schnell fährt sich ein Art kurviger Kurs heraus – mit dem Feldweg als kleiner SprunghügelAls Werkstatt haben wir die ehemalige Reithalle von Andi`s Niederlassngs-Chef in Gärtringen, dessen Österreichische Firma Blum uns auch ein wenig mit Kleidung und Taschen sponsert.Während wir in unserem erstandenen Hauszelt (wegen des enormen Staubs in der Halle) das Gespann warten, darf ich bei meinem Chef in Aidlingen den Anhänger umbauen.
Und dann geht`s los – zum ersten Malauf eine richtige Cross-Strecke mit Carnet de Passages übers Wochenende ins 190 km entfernte Schweyen (Frankreich).
In Andi`s Firmenwagen, mit meinem ehemaligen Ausbildungskollegen und Freund Rainer als Mechaniker sowie unseren bei Radsport-Holczer (TourDeFrance-Radteam) in Herrenberg gekauften Moutainbikes auf dem Dach – und hintendran der umgebaute, schwergewichtige, ungebremste Anhänger mit Gespann, Sprit, Ausrüstung, Werkzeug, Ersatzteilen, Hauszelt, Biertischgarnitur, Verpflegung… – und vor allem … (im Hintergrund meine Acadiane Kastenente)sogar einen kleinen Fernseher haben wir dabei – zur VideoanalyseLeider ist die Strecke sehr verhauen mit tiefen Spuren von und Sprünge für Solo-Crosser – und wir natürlich bisher auch nur unsere Wiese mit einem leichten Sprung über einen Feldweg gewohnt.aber die Kurven liegen uns schon richtig gutwährend Frange das Gespann wegen dem verhauenen Acker wartet widmet sich Anderl der leiblichen Wartung mit Dinkel(auf dem)AckerGrill-Verpflegung und Stimmung gut 😉
Nach ausgelassenem Abend vorm und guter Nacht im Zelt – neuer Tag neues Crosser-Glück
so langsam wachs´mer zamin den von Andi gewünschten (häufigeren) Pausen dichte ich mit Rainer die Anhänger-Boxen mit Silikon (ehemalige Alu-Schilder vom Herrenberger Straßenbauamt).wir haben viel Gaude… ein echtes Highlight ist das einsame Klohäuschen oben auf der Wiese (siehe linker Rand) mit Panorama-Blick über das ganze Tal
PS: Was ich als tolle Erinnerung (zum Glück) ohne Beifahrer behalte, ist das einsame Scheißhäusle weiter oben auf großer Wiese, wo ich vom „Thron“ aus bei offener Türe das ganze Tal und (das ruhige) Sein genieße 😘
Nächste Wochenend-Trainingstour und wieder in Frankreich – diesmal auf der 100 km entfernten Crossstrecke in Mothern…
und diesmal unter den Augen meiner Freundin Christine.Die Sprünge und Kurvendrifts auf der schnellen Sandstrecke liegen uns und es kommt erstmals richtiges Rennfeeling bei uns aufsieht auch auf den Bildern schon wie eine Einheit aus.
Jetzt trauen wir uns auch auf die Strecke unseres Vereins in Holzgerlingen wo, nur 11 km entfernt, Mittwochs und Freitags Abends 2 Std. Training ist
hab in den letzten Tagen das Gespann optisch aufgewertetund es geht richtig was – mittlerweile haben wir schon das Gefühl, dass die Leistung unseres Heos-Gespanns zu wünschen übrig lässt.verdiente Outdoor-Dusche nach gelungenem Training
Mit Andi´s Familie (zu Besuch aus Vorarlberg) beim Samstagnachmittag-Training im 80 km entfernten Obernheim
Andi´s Vater (der früher schon immer mit dem Bruder Seitenwagen-Cross fahren wollte) ist, wie auch beim gestrigen Freitag-Training in Holzgerlingen, total überrascht und begeistert von unserer Geschwindigkeit und Fahrtechnik. Meine Freundin Christine, die jetzt auch den Auto-Führerschein hat, ist mit ihrer Charleston-Ende angereist und genießt die Vorarlberger GemütlichkeitAndis Bruder ist interessiert an der dringenden Luftfilter-Reinigung bei dem Staub auf der sehr steinigen Strecke – der Luftfilterkasten ist mein Alu-Kunstwerknach dem Training geht es zum gemütlichen (Grill)Teil über – (nicht nur) der Staub macht Durst
Im Sommerurlaub fahren wir mit Freundin Christine zum Trainieren an den Balaton in Ungarn
Alles andere als Sommer-Feeling auf der 850 km langen Fahrtund plötzlich kommt unser Mechaniker Rainer mit seinem Motorrad zu unserem Balatontourist Berény Naturista Kemping.Training im 45 km entfernten Nagykanizsa motocross pályaBalaton-Strandtag am Campingplatz – Anderl gibt alles für die baldige Wiedervereinigung mit (einem weiblichen Teil) der DDR 😘Training am 90 km entfernten Motocross pálya Cserénfaleider sind große Teile der Cross-Strecke zu verhauen – oder zu schwierig für Gespanne oder (noch) für unsunter der Tribüne ist ein Museum
Samstag-Training beim Partner-Club in Reutlingen hier werde ich 25 Jahre später ein paar Monate meiner wilden Bauwagenzeit verbringen
Das besondere an dieser Strecke ist ein Steilhang wo es 30 Meter nach unten geht – gefühlt fast senkrecht wohlgemerktbesondere Zuschauer – „Tante“ Gretel mit ihrer Nichte Gabi die aus USA zu Besuch ist – meine erste „Liebe“ (mit 6) „Nein, mein lieber Freund, sicher nicht noch mal – war eine Ausnahme den Steilhang bis fast in die Ebene hinunterzuspringen – mir zittern selbst noch die Knie!“ verspreche ich dem lieben Anderl 😘Es sieht bei weitem nicht so steil aus wie es wirklich ist. Ungefähr dort wo das Gespann ist am Ende des Beispiel-Videos sind wir gelandet 🙃😎
(Als Hauptschwierigkeit gilt der Steilhang mit einer Neigung von mehr als 45 Grad.
„Die Fahrer kommen fast wie bei einer Skisprungschanze an und sind dann eine halbe Sekunde im freien Fall“, erklärt Michael Saur, Sportvorstand des ADAC Württemberg und zugleich Vorsitzender des 1. RMC Reutlingen)
Herbswochende mit unseren befreundeten Gespann-Crossern in Schweyen (F)
Axel ist wie Andi auch „Schmiermaxe“ (Beifahrer) und beide sind echte Lebe-Menschen für die Weib, Wein und Gesang nicht hinter dem Gespann anstehen müssen. Wir wirbeln ganz ordentlich herum und (auf) auf unserer geliebten Sandstreckees läuft mittlerweile so gut……dass man sogar am Abend beim Weinfest im Ort von unseren Fahrten begeistert ist
Der Winter steht vor der Tür – leider
Wir kaufen nach der Renn-Saison 1989 das einzige 4-Takter Gespann in Deutschland. Die Gebrüder Galle wurden damit nationale Meister und hatten es nach Holzgerlingen gebracht, wo ich es mit dem Galle-Beifahrer begeistert teste, da Andi zu der Zeit verletzt war. Vom WM-Sidecar-Team Brustmann/Kirchner kaufen wir den Moto-Cross Bus den Andi bei ihnen in Berchtesgaden holtfiebere schon auf den Saisonbeginn
Wir beginnen unsere Saison in Mothern mit Christine und Ulrike, Andi´s neuer Freundin und spätere Frau
während in heimischen Gefielden der Lehmboden noch hart gefroren ist herrschen hier „nur“ noch PfützenDie 4-Takter KTM geht richtig gut – wir sind nicht viel langsamer als die an diesem Wochenende auch hier trainierenden Weinmann Brüder, die späteren Vize-Weltmeister.leider verletzt sich Andi…
…weil ich nicht warten kann und Axel´s Fahrer auch verletzt ist…
…trainiere ich mit Axel – der diese schnelle Gangart nicht gewohnt ist, bei der jede Bewegung und Position natürlich exakt stimmen muss…
…und so kommt es wie es kommen muss: bei einem Sprung kippt das Gespann in der Luft seitlich weg und um einen Sturz zu vermeiden fange ich es bei der Landung mit dem Bein ab – wobei sofort das Kreuzband reißt…
…Da mein lieber Chef (zu dem ich drei Jahre zuvor, nach dem plötzlichen Thriller-würdigen Ende meiner Mittelmeerumrundungs-Motorraftour von Mercedes gewechselt bin) mir traurig mitteilt, dass er leider mit bestem Willen das Risiko meines Hobbies nicht weiter tragen könne, entscheide ich mich schweren Herzens für ihn … … was natürlich das Ende ist vom SIDE CAR CROSS TEAM FRANGE STIEFEL u. ANDERL MÄHR, der, nun als Fahrer, mit Axel die kommenden Rennen bestreitet.
1983 bei der 500-er Cross-Meisterschaft wollte ich nicht mehr – und diesmal sollte es nicht mehr weiter gehen.